Pressearchiv

Von links: Steffen Miller, OB Margret Mergen, Demografiebauftragter Thaddäus Kunzmann, Ankica Rukavina, Marina Kronberg.
Von links: Steffen Miller, OB Margret Mergen, Demografiebauftragter Thaddäus Kunzmann, Ankica Rukavina, Marina Kronberg.

Demografiebeauftragter besucht Mehrgenerationenhaus

Baden-Baden (05.10.2020). Thaddäus Kunzmann, Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg, besuchte das Scherer Kinder- und Familienzentrum/Mehrgenerationenhaus in Baden-Baden und informierte sich über die vielfältigen Angebote vor Ort und die Lösungskonzepte für die mit dem demografischen Wandel einhergehenden Herausforderungen.

Aufgabenbereich des Mehrgenerationenhauses

Nach der Begrüßung durch Fachgebietsleiter Steffen Miller stellte Ankica Rukavina, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, das breite Spektrum der Arbeit vor. Durch den offenen und niedrigschwelligen Charakter werden viele Menschen erreicht, die sich teilweise über mehrere Jahre hinweg mit dem Mehrgenerationenhaus verbinden, ob als Besucher eines oder mehrerer Angebote oder auch als ehrenamtlich Engagierte. Aus der Begegnung der Menschen entstehen zahlreiche Projekte, die von den vielfältigen Kenntnissen und Erfahrungen der Beteiligten getragen werden.

Die Corona-Einschränkungen sind nach wie vor sehr spürbar und haben Einfluss auf das Programm der Einrichtung. Beispielsweise ruhe die Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz noch, ab November sei der sanfte Neustart geplant, so Rukavina.

Rundfahrt durch den Stadtteil Cité

Einen Einblick in die Kindertageseinrichtung und ihre vielfältigen Angebote zur Begleitung und Förderung von Kindern und ihren Eltern gab Leiterin Marina Kronberg. Kunzmann zeigte sich beeindruckt vom Angebot der Einrichtung und betonte die Wichtigkeit von Mehrgenerationenhäusern, von denen er zurzeit mehrere im Land besuche. Eindrucksvoll sehe er dabei, dass die Grundlagen der Arbeit zwar die gleichen sind, aber doch jedes Haus seinen eigenen Charakter habe, je nach Bedarf vor Ort.

Um den Gesamtzusammenhang im Quartier zu verdeutlich, gab es im Anschluss eine Rundfahrt durch den Stadtteil Cité, bei der Steffen Miller die gelungene Entwicklung des Konversionsgebiets, darunter auch die Entstehung des Mehrgenerationenhauses an diesem Standort, schilderte. Dabei richtete er immer wieder den Blick auf die Sozialdaten der Stadt.

Demografische Entwicklung der Stadt

Oberbürgermeistern Margret Mergen sprach beim abschließenden Gespräch allgemein über die demografische Entwicklung der Stadt und die Bedeutung aller Generationen bei den Herausforderungen, die sich bei der demografischen Entwicklung ergeben. Man war sich einig, dass eine frühzeitige Weichenstellung in der Kommune sehr wichtig ist, um den vielen Themen wie Wohnen, Digitalisierung, Mobilität und Versorgung gerecht zu werden.

Kunzmann bedankte sich für den umfassenden Einblick und bekräftigte seine Meinung, dass es auch im Land Baden-Württemberg eine Verstetigung der Mehrgenerationenhäuser geben sollte. Das Mehrgenerationenhaus Baden-Baden erhält aktuell eine Landesförderung für das Projekt „Generationen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit“.