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Literaturpädagogin Petra Grobecker und ihre Handpuppe Pelle.
Literaturpädagogin Petra Grobecker und Pelle.

Pelle & Petra: Videos aus Stadtbibliothek faszinieren Kinder

Baden-Baden (26.11.2020). Das Angebot „Lesewelten mit Pelle und Petra“ startete die Stadtbibliothek vor zwei Jahren. Es ist ein kostenfreies Angebot zur Förderung der Kernkompetenz Lesen. Bis März wurde es jeden zweiten Freitag im Monat angeboten.

Die Literaturpädagogin Petra Grobecker plant die Veranstaltung und führt sie gemeinsam mit der Handpuppe Pelle vor, ein Junge, der gerade lesen lernt. Dabei spielt der kleine Pelle als Identifikationsfigur für die Kinder eine wichtige Rolle.

Von links: Kameramann Stefan Klövekorn, Handpuppe Pelle und Literaturpädagogin Petra Grobecker.
Handpuppe Pelle

Leseprojekte für Erst- und Zweitklässler

Mit seiner fröhlichen und neugierigen Art erobert er schnell die Kinderherzen. Pelle ist mal ganz forsch und ein bisschen frech, zeigt aber auch Schwächen und gibt zu, dass das Lesen, auf das er sich so gefreut hat, echt knifflig ist, sodass er sich bereitwillig auch etwas erklären lässt.

Adressiert ist die Veranstaltung an Erstleser, also Kinder der 1. und 2. Klasse, die gerade lesen lernen oder gelernt haben. Angesprochen sind dabei sowohl Kinder, die Spaß am Lesen haben als auch Kinder, die sich mit dem Lesen schwertun. Beide Gruppen sollen durch Pelle und Petra Freude am Umgang mit Buchstaben, Worten und Texten bekommen und durch die Präsentation von Büchern geeignete Leseimpulse erhalten.

Digitales Konzept der Lesewelten

Wegen der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Vorschrift, dass derzeit keine Kinderveranstaltungen in Stadtbibliotheken möglich sind, entstand das digitale Konzept der Lesewelten, wobei die pädagogische Grundlage und die Ziele die gleichen blieben. Jede Lesewelten-Folge beginnt ritualisierend mit dem Singen des Lesewelten-Rapps und dem Sortieren von Buchstaben zu einem Wort, dem Thema der Folge.

Passend zum Thema steht zumeist aus dem Erstleserbereich ein Buch im Mittelpunkt, dessen Personen und Inhalt durch gemeinsames Lesen, Rätseln, Reime und Spielen erfahren wird. Unterstützt wird die Darstellung mit geeigneten Materialien und Bildern aus den Büchern. Wenn es sich anbietet, wird bei den Themen auch der MINT-Aspekt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) berücksichtigt. So gibt es beispielsweise eine Folge zu Erfindungen.

Ein wichtiger Punkt der digitalen Lesewelten ist, dass die Kinder am Ende jeder Folge die Aufforderung mit auf dem Weg bekommen das Gesehene selbst umzusetzen. Zum Beispiel das Basteln eines Drachen oder das Pflanzen einer Bohne. Zudem werden sie eingeladen sich das Buch in der Bibliothek auszuleihen oder sich schenken zu lassen.

Inzwischen sechs Lesewelten-Videos online

Durch die digitale Aufbereitung der „Lesewelten“ hat sich das Team durch Stefan Klövekorn erweitert, der in der Stadtbibliothek unter anderem für Aufgaben der bildnerischen Gestaltung zuständig ist. Sowohl die Auswahl und Bearbeitung von Bildern für die Webseite der Stadtbibliothek, das Bestücken von Nachrichten mit ansprechenden Illustrationen, als auch das Entwerfen von Plakaten liegen in seiner Hand. Zudem war er als Hobbyfotograf für die Aufgaben des Kameramanns und dem anschließenden Bearbeiten des Videos prädestiniert.

Jedes Video wird zudem verschriftlicht, um die Auflagen für hörgeschädigte Menschen zu erfüllen. Alle Lesewelten-Videos sind auf der Webseite der Stadtbibliothek zu sehen: www.baden-baden.de/stadtbibliothek/kinderbibliothek

Inzwischen gibt es sechs Lesewelten-Videos für Kinder: Mit Pelle den Lesewelten-Frühling entdecken, Pelle entdeckt neues Lesefutter, Pelle pflanzt Bohnen, Pelle reist durch Europa, Pelle als Erfinder und Pelle und Petra erkunden den Herbst.