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Bilanz und Ausblick der städtischen Demenzkampagne

Baden-Baden (14.12.2020). Nach dem Motto „Begleite mich - in meine Welt“ führt der städtische Pflegestützpunkt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerkpartnern seit 2014, über das Jahr verteilt, Demenzkampagnen durch. Für das Jahr 2020 waren mit 31 Veranstaltungen so viele Programmpunkte wie noch nie auf die Beine gestellt worden. Doch schon die geplante Auftaktveranstaltung Ende März fiel, wie fast alles Weitere, den Beschränkungen von Corona zum Opfer.

Ab Juni bis Oktober wurden, angepasst an die Hygienebestimmungen, ein paar Schulungen und Vorträge umgesetzt. „Wir haben erlebt, wie wichtig unsere Angebote, gerade in der aktuell belastenden Zeit waren“, so Tanja Fröhlich, Koordinatorin der Kampagne. Die Demenzkampagne, die von zahlreichen Kooperationspartnern und Sponsoren unterstützt und mitgetragen wird, macht das Thema öffentlich.

Menschen in der Pflege eine Stimme geben

„Für Pflegende ist es ein wichtiges Signal, wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden. Dies zeigte sich vor allem beim durchgeführten ‚Rathausgespräch‘ zwischen kommunalen Akteuren, pflegenden Angehörigen und der Bürgerschaft“, so Fröhlich weiter. „Menschen in der Pflege eine Stimme geben ist uns wichtig, egal ob als Betroffener, pflegender Angehöriger oder Pflegefachkraft. Unsere Gesellschaft braucht die Pflege und die Pflege braucht die Gesellschaft.“ Daher ist es notwendig, dass sich weitere ehrenamtliche Strukturen in diesem Bereich entwickeln.

Wirkliche Entlastung in der Pflege von Menschen mit Demenz gelingt nur, wenn Verständnis und Empathie insgesamt in der Gesellschaft geschaffen wird. Zur weiteren Unterstützung und Anregung in diesem Bereich gab es im Rahmen der Kampagne zwei Workshops „Zauberharfe spielen“, ein Tagesseminar Resilienz, ein Vortrag zum Thema freiheitsentziehende Maßnahmen und Alternativen, ein Vortrag zur palliativen Begleitung sowie eine Schulung für verschiedene Berufsgruppen im Umgang mit Menschen mit Demenz.

Planungen für 2021 laufen

Für 2021 laufen aktuell die Planungen. Sicher ist, dass der Zeitraum für nächstes Jahr auf Mai bis September/Oktober verkürzt wird. Die Arbeitsgruppe der Demenzkampagne macht sich intensiv Gedanken zur Umsetzung im Freien, zu digitale Möglichkeiten und zu passenden Angeboten für die Zielgruppen. „Wir blicken zuversichtlich ins neue Jahr, dass wir ein kleines, aber feines Programm zusammengestellt bekommen.“ Hierfür bedankt sich Tanja Fröhlich schon im Vorfeld bei allen Mitwirkenden für die anhaltende Motivation und das stetige Engagement für diese Personengruppe.

Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus Altenpflegefachschule Robert-Schuman-Schule, Alzheimer Gesellschaft, Ambulanter Hospizdienst, Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Evangelische Kirchengemeinde und Klinikum Mittelbaden. Fester Netzwerkpartner der Kampagne ist PaTe. Die Federführung obliegt dem städtischen Pflegestützpunkt.

Weitere Informationen

Fragen beantwortet der Pflegestützpunkt per Telefon unter 7221 93-14 92 oder per E-Mail an . Das neue Programmheft wird im Laufe des nächsten April unter www.demenzkampagne.baden-baden.de, bei den Bürgerbüros sowie den Dienstleistern im Pflegebereich zu finden sein.