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Vertreter des Stadt- und Landkreis bei einem Pressetermin. Darunter auch OB Mergen.

Corona: „Macht alle mit und haltet zusammen“

Baden-Baden (10.12.2020). Die Vorbereitungen für die Einrichtungen der mittelbadischen Corona-Impfzentren im Baden-Badener Kurhaus und in der Bühler Schwarzwaldhalle sind angelaufen. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch informierten Stadt- und Landkreis über die aktuelle Corona-Situation.

Die Impfzentren nehmen ihre Arbeit am Freitag, 15 Januar, auf und stehen täglich, auch am Wochenende, von 7 bis 21 Uhr zur Verfügung. Ziel ist, in jedem Impfzentrum jeweils pro Stunde 60 Personen zu impfen. Während das Land den Impfstoff und die technisch-medizinische Ausrüstung stellt, sind die Stadt Baden-Baden und der Kreis Rastatt aller Voraussicht nach für den Betrieb vor Ort verantwortlich.

Informationen zu Impfzentren

Doch bis dies soweit ist, gibt es noch viel zu tun. Ein Impfzentrum im Murgtal ist nicht vorgesehen. Da es keine Residenzpflicht gibt, können sich Personen aus dem Murgtal und dem nördlichen Kreis Rastatt auch in Baden-Baden impfen lassen. Für Seniorenheime werden mobile Impfteams zusammengestellt. Rechtzeitig vor Beginn des sich über Monate hinziehenden Impfmarathons wird über den genauen Ablauf im Detail informiert.

Eine Herausforderung ist noch das Finden der dazu nötigen Mitarbeiter, darunter Ärzte, medizinisches Personal, Verwaltungsfachleute, Security- und Reinigungskräfte. Pro Tag werden insgesamt rund 100 Mitarbeiter benötigt.

Sowohl Oberbürgermeisterin Margret Mergen, als auch der Erste Landesbeamte des Landkreises, Jörg Peter, forderten die Landesregierung auf, gerade bei den Ärzten und medizinischen Mitarbeitern möglichst bald Lösungen vorzulegen.

Aktuelle Corona-Situation

Zur aktuellen Corona-Situation in Mittelbaden informierte Jörg Peter: „Wie sind kein Corona-Hotspot und können unsere Schulen und Kindergärten offenlassen. Meine Botschaft für Weihnachten lautet: Seien Sie vernünftig und verzichten Sie auf große Treffen und telefonieren Sie lieber.“

Oberbürgermeisterin Margret Mergen rief die Menschen dazu auf, zumindest dort, wo nötig, die Atemschutzmasken zu tragen und auf die Abstands- und Hygieneregeln zu achten. Seit 19. November liege die Corona-Inzidenz in Baden-Baden bei 100 Fällen, mitunter auch spürbar darüber. Ziel müsse es sein, bald wieder unter dieser Marke zu liegen! Um das zu erreichen, müsse sich jeder an die geltenden Corona-Regeln halten: „Nur, wenn alle mitmachen, auf den Straßen, zu Hause und in den Bussen und Geschäften, können wir die Situation verbessern.“

In den Geschäften vor Ort kaufen

Mergen rief weiter dazu auf, in den Geschäften vor Ort und nicht im Internet zu kaufen, es sei denn, es handle sich um lokale Betriebe, die ihre Ware auch im Internet anbieten. Mergen weiter: „Berücksichtigen Sie auch unsere Gastronomen. Dazu hat die Stadt in ihren Internetseiten eine Liste (www.baden-baden.de/lieferdienst) eingestellt, auf der sich Anbieter von Bring- und Holdiensten eingetragen haben. Es gibt vielseitige Angebote, die gar nicht mal teuer sein müssen.“

Mergen appellierte an die Menschen: „Bitte halten Sie sich an die geltenden Corona-Vorgaben im Interesse unser aller Gesundheit - bitte auch an Weihnachten und Silvester. Ich weiß, das ist nicht einfach. Aber wenn wir alle zusammenhalten und mitmachen, kommen wir wieder zu besseren Zahlen - weniger Infizierte und weniger Mitmenschen mit kritischem Krankheitsverläufen.“

Situation im Klinikum Mittelbaden

Das Klinikum Mittelbaden behandelt in Balg derzeit 25 Covid-19-Patienten stationär. Davon befinden sich drei Infizierte in der Intensivstation. Die Lage, so der Medizinische Geschäftsführer Dr. Thomas Iber, ist angespannt, aber durchaus unter Kontrolle. 156 Menschen hat das Klinikum seit Anfang Oktober stationär behandelt, in der ersten Welle waren es 152.

(Stand 09.12.2020)