Pressearchiv

Das Kurhaus in Baden-Baden.

Corona-Schutzimpfung ist vielschichtige Mammutaufgabe für Stadtverwaltung

Baden-Baden (18.12.2020). Am 15. Januar wird das Corona-Kreisimpfzentrum (KIZ) im Kurhaus die Arbeit aufnehmen. Bis dahin gibt es allerdings noch sehr viel zu tun. Und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung müssen diese große Aufgabe neben der täglichen Arbeit stemmen. Das geht nur mit weiteren Überstunden.

Stabsbereich Kreisimpfzentrum

Maximilian Lipp, der städtische Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit, koordiniert die Vorbereitungsarbeiten des KIZ. Dazu wurde innerhalb des Krisenstabes der „Stabsbereich Kreisimpfzentrum“ ins Leben gerufen, dem unter anderem die Stabsbereiche Personal und Organisation zugeordnet sind. Hinter den Kulissen wird intensiv gearbeitet. Zudem gab es bereits zwei Vor-Ort-Termine im Kurhaus, um sich mit den Räumlichkeiten und deren technischen Möglichkeiten vertraut zu machen. Auf diesen Grundlagen erstellte der Stab konkrete Aufbau- und Ablaufplanungen.

Das Kurhaus steht nach Abschluss der ZDF-Übertragung „Sportler des Jahres“ ab Dienstag, 22. Dezember, zur Verfügung. Inzwischen stehen bereits die konkreten Planungen für die einzelnen Arbeitsabläufe zur Umsetzung der freiwilligen Corona-Schutzimpfung im Kurhaus. Welche Wege gehen die zu impfenden Personen, wo werden sie informiert, beraten und geimpft und wo halten sie sich nach der erfolgten Impfung zur ärztlichen Beobachtung auf?

Personalsuche

Der wohl wichtigste Bereich ist die Personalsuche. Zum Betrieb des KIZ werden Ärzte, medizinisches Personal, Verwaltungsmitarbeiter, Sicherheits- und Reinigungskräfte in hoher Zahl benötigt. Schließlich sollen bis zu 60 Personen pro Stunde geimpft werden, und das voraussichtlich in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 21 Uhr. Eine wahre Mammutaufgabe an sieben Tagen die Woche!

Neben neun Zentralen Impfzentren (ZIZ), die bereits im Dezember in Betrieb gehen, werden ab 15. Januar zusätzlich 50 weitere Kreisimpfzenten (KIZ) in Baden-Württemberg eingerichtet, eines davon im Kurhaus. Zusätzlich gibt es Mobile Impfteams (MIT), die zunächst Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen einen Zugang zum Impfstoff ermöglichen.

Für den Einsatz in den Impfzentren suchen Land und Stadt freiwillige Helfer, die eine Bezahlung erhalten. In Baden-Baden rechnet man mit insgesamt bis zu 100 Mitarbeitern, die im Schichtdienst arbeiten. Denn Ziel ist, möglichst rasch eine hohe Zahl von Menschen zu impfen.

Wer kann sich als freiwilliger Helfer melden?

Beim medizinischen Fachpersonal sind dies Pflegekräfte, Medizinisch-Technische Assistenten, Apotheker und Pharmazeutisch-Technische Assistenten, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Medizinstudierende ab dem 7. Semester oder im Praktischen Jahr. Gesucht sind weiter Personen für Verwaltungsaufgaben, Begleitung zum Impfbereich, Unterstützung der Abläufe an der Anmeldung und bei der Dokumentation.

Melden können sich Interessierte direkt beim Regierungspräsidien Karlsruhe unter oder bei der Stadt Baden-Baden unter . Detaillierte Informationen gibt es in den Internetseiten des Landes.

Zum Bau der Beratungs- und Impfkabinen beabsichtigt die Stadt einen Messebau-Fachbetrieb zu beauftragen. Angefragt wurden Firmen, die die dazu nötigen reichhaltigen Erfahrungen mitbringen. Zahlreiche Details sind noch zu klären, denn die strengen Hygienebedingungen stellen hohe Ansprüche an die Ausstattung des KIZs und an das Reinigungspersonal.

Weitere Informationen

Über den Jahreswechsel wird vom Land die Hard- und Software ausgeliefert. Das städtische Fachgebiet Informationstechnik und Digitalisierung (IT) setzt dies technisch um und nimmt das Netz sowie alle dazu nötigen Geräte in Betrieb. Weiterhin wird die städtische IT in Zusammenarbeit mit dem Land den Betrieb der Infrastruktur sicherstellen.

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass jederzeit genügend Impfstoff zur Verfügung steht. Der Impfstoff muss in speziellen, dafür geeigneten Kühlschränken temperiert sein. Eine weitere logistische Herausforderung ist die Terminvergabe. Wer die Schutzimpfung erhalten möchte, meldet sich telefonisch unter der bundesweit geschalteten Rufnummer 116117. Momentan ist eine Terminvereinbarung noch nicht möglich. Nähere Informationen dazu gibt es aber bereits online.

Vorbereitet wird zudem eine eigene Beschilderung zum KIT. Dazu bindet die Stadt auch das neue Verkehrs- und Parkleitsystem ein. Geeignete Parkmöglichkeiten bestehen neben der Kurhaus-Parkgarage auch in der nahegelegenen Kongresshaus-Parkgarage.