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Luftbild Klinikum Mittelbaden Balg

Informationen zur Zukunft des Klinikums Mittelbaden

Baden-Baden (28.01.2021). Das Klinikum Mittelbaden steht wie viele andere kommunale Krankenhäuser vor der Herausforderung, Qualitäts- und Personalvorgaben der Gesetzbegeber mit mehr Wirtschaftlichkeit in Übereinklang zu bringen. Um die Weichen für die Zukunft zu stellen, hat das Klinikum entschieden unter dem Motto „ZukunftKMB“ die vorhandenen Strukturen auf den Prüfstand zu stellen.

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Strukturgutachten und Informationsveranstaltungen durchgeführt

Im November 2019 wurde das Unternehmen aktiva-Beratung im Gesundheitswesen GmbH mit einem Strukturgutachten beauftragt. Das Gutachten sollte die Fragen klären, ob mittel- und langfristig an den drei Standorten (Baden-Baden Balg, Rastatt, Bühl) weiterhin Akutmedizin betrieben werden soll und ob weitere Standortreduktionen bis hin zu einer Ein-Standort-Lösung sinnvoll sind. Die Ergebnisse des Gutachtens wurden im Mai 2020 im Aufsichtsrat vorgestellt und anschließend den Fraktionen im Gemeinderat Baden-Baden und im Kreistag Rastatt zur weiteren Beratung übermittelt.

Anschließend wurde die künftige Ausrichtung des Klinikums bei drei Online-Informationsveranstaltungen gemeinsam mit Bürgern diskutiert. Dabei informierten die medizinischen und kaufmännischen Geschäftsführer PD Dr. Thomas Iber und Daniel Herke sowie Hartwig Rihm, als ehrenamtlicher Stellvertreter für den Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Toni Huber, und die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeisterin Margret Mergen, über die Ergebnisse des Strukturgutachtens. Bis zu 100 Interessierte wählten sich jeweils zu den Veranstaltungen im Live-Chat ein. Auch im Voraus waren Fragen per E-Mail an das Klinikum gesendet worden, die bei den Informationsveranstaltungen beantwortet wurden.

Beratung des Hauptausschusses und Gemeinderat

Am 8. Februar findet die Beratung des Hauptausschusses der Stadt Baden-Baden statt. Am 22. Februar fällt der Gemeinderat der Stadt Baden-Baden die Entscheidung. Oberbürgermeisterin Margret Mergen spricht sich für eine Ein-Standort-Lösung aus, da nur diese aus Sicht der Gutachter wirtschaftlich dauerhaft tragfähig wäre. Patienten müssten nicht mehr zwischen den einzelnen Standorten des Klinikums verlegt werden. Alle Abteilungen und Spezialisten wären an einem Ort gebündelt.

Ein Neubau würde ideale Abläufe und Strukturen für die medizinische und pflegerische Versorgung, eine gute ÖPNV-Anbindung und ausreichend Parkmöglichkeiten gewährleisten. Darüber hinaus schreibt der Gesetzgeber für viele Behandlungen, Therapien oder Operationen Mindestmengen vor, die an einem Standort ausgeführt werden müssen. Werden diese Mengen nicht erreicht, dürfen sie nicht mehr durchgeführt werden.

Weitere Informationen

Ein neues Klinikum würde zudem ein attraktives Arbeitsumfeld für das Personal bieten und den steigenden Ansprüchen der Patienten gerecht werden. Sollte die Entscheidung zu Gunsten eines einzigen Standortes fallen, sind die Versorgungssicherheit und die bestmögliche Erreichbarkeit bei der Standortwahl von entscheidender Bedeutung.

Ziel ist es, dass sich die heutige Erreichbarkeit der Kliniken mit Notfallversorgung für die Bevölkerung in Mittelbaden nicht verschlechtert. Das bedeutet, dass auch zukünftig zirka 95 Prozent der Einwohner Mittelbadens innerhalb von 30 Minuten eine Klinik erreichen werden. Die Diskussion über einen möglichen neuen Standort soll erst nach den Struktur-Entscheidungen aufgenommen werden. Weitere Informationen zu „ZukunftKMB“ gibt es unter www.zukunftkmb.de.