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Land unterstützt Starkregenmanagement in Mittelbaden mit über 700.000 Euro

Baden-Baden (12.01.2021). Mit einem Starkregenmanagement will sich die mittelbadische Region noch besser vor Überschwemmungen in ihren Wohngebieten schützen. Das Land Baden-Württemberg zahlt 710.500 Euro an die 23 Städte und Gemeinden im Landkreis Rastatt und an die Stadt Baden-Baden aus, um ein solches Konzept erstellen zu können.

Die Förderung umfasst 70 Prozent der Projektkosten, so dass unter dem Strich einschließlich des Anteils der Städte und Gemeinden für das Starkregenmanagement rund eine Million Euro investiert wird. Der Landkreis Rastatt beteiligt sich mit 60.000 Euro an dem Vorhaben. Die Stadt Gaggenau wird die Zuwendung für alle Kommunen treuhänderisch abwickeln, die fachtechnische Betreuung des Vorhabens übernimmt das Umweltamt im Landratsamt Rastatt.

Nachhaltig gegen starke Regen-Ereignisse rüsten

Die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Margret Mergen lobt den regionalen Aspekt des Zuschusses: „Auf Starkregen-Ereignisse können wir nur überörtlich reagieren, daher freue ich mich darüber, dass das Land seinen Zuschuss als Gesamtpaket für die Stadt Baden-Baden und den Landkreis Rastatt gewährt.“ Die Bäderstadt werde sich ihrerseits mit 40.000 Euro an dem Projekt beteiligen.

„Mit diesem Zuschuss des Landes werden sich unsere Städte und Gemeinden nachhaltig gegen starke Regen-Ereignisse rüsten können“, erklärt der Erste Landesbeamte Dr. Jörg Peter vom Rastatter Landratsamt. Die Überschwemmungen von ganzen Wohngebieten wie etwa im Juni 2018 nach massivem Regen- und Hagelfall hätten deutlich gemacht, dass die Kanalnetze für vermehrt auftretende, außergewöhnliche Wetterereignisse nicht mehr ausreichend ausgelegt seien. „Mit dem Starkregenmanagement werden Schwachpunkte analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt“, so Dr. Peter weiter.

Gefährdungs- und Risikoanalysen werden erstellt

Der Gaggenauer Oberbürgermeister Christof Florus freut sich darüber, dass die Stadt im Murgtal im Kampf gegen Überschwemmungen eine zentrale Rolle spielen wird. „Neben den Kanalnetzen müssen wir unsere Flüsse im Blick behalten, die manchmal enorme Regenmengen abtransportieren“, so Florus. Gerade im Murgtal habe es in den vergangenen Jahren in diesem Bereich bereits mehrere brenzlige Situationen gegeben.

Im Starkregenmanagement werden zunächst Gefährdungs- und Risikoanalysen erstellt, daraus ergibt sich ein Handlungskonzept. Bis Ende Januar 2021 müssen alle Projekte in den Städten und Gemeinden gestartet werden. Bis zum 1. August 2023 muss das Konzept zum Starkregenmanagement nach den Richtlinien des Landeszuschusses fertig sein.