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Margret Mergen übergibt im Alten Ratssaal eine Tragetasche an Rechtsamtsleiter Axel Eble.
Im Kreise der engen Mitarbeiter verabschiedete Margret Mergen Rechtsamtsleiter Axel Eble im Alten Ratssaal mit einem großen Dankeschön in den Ruhestand.

Mergen verabschiedet Axel Eble

Baden-Baden (27.01.2021). Axel Eble, langjähriger Leiter des städtischen Fachgebiets Recht, wurde von Oberbürgermeisterin Margret Mergen im Rahmen einer Feierstunde im kleinsten Kreis im Alten Ratssaal des Rathauses verabschiedet. Auch die Bürgermeister Uhlig und Kaiser waren gekommen. Corona ließ nicht mehr zu.

Mehr als 35 Jahre arbeitete Eble im Rechtsamt der Stadt, das erst vor Kurzem die neue Bezeichnung „Fachgebiet“ erhielt. „35 Jahre im Dienst von Recht und Gesetz und 35 Jahre ein fester Fels in einer oftmals stürmischen Brandung“, bedankte sich Mergen bei Eble. „35 Jahre, in denen zahlreiche Vorgesetzte und Mitarbeiter Ihre ruhige und besonnene Art zu schätzen wussten. Aber auch 35 Jahre, in denen Sie Ihre Person niemals in den Vordergrund stellten. Sie waren bescheiden und zurückhaltend, aber doch klar in Ihren Aussagen, so habe ich Sie kennen und schätzen gelernt.“

Verlässlicher Ansprechpartner und Ratgeber in allen Rechtsfragen

Eble sei, so Mergen weiter, seit dem Eintritt in städtische Dienste im Dezember 1985 ein verlässlicher Ansprechpartner und Ratgeber in allen Rechtsfragen und darüber hinaus gewesen, längst eine Institution. Er habe sich nie in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt, sei aber stets zur Stelle gewesen, wenn man ihn gebraucht habe.

Unzählige Sitzungen des Gemeinderats und seiner Gremien begleitete Axel Eble und hatte bei juristischen Fragen immer eine fundierte Antwort parat. Sein fachlicher Rat war genauso gefragt, wie sein gesunder Menschenverstand. Und egal ob Stadträte, Kollegen oder externe Partner, Ebels Ratschläge und Rechtsauskünfte wurden gerne angenommen. In hitzigen Debatten war der langjährige Rechtsamtsleiter oft der ruhige Pol. Der gebürtige Pforzheimer begleitete die Stadt bei vielen, oft schwierigen Gerichtsverhandlungen, die mitunter von immenser Bedeutung für die Verwaltung waren. Dabei stellte Eble oftmals die Weichen für die ganze Stadt.

Mit ihren Dankesworten verband Mergen einen Wunsch für den 28. Januar, dem Geburtstag Axel Ebles. Dann nämlich könne er ganz nach dem Motto von Udo Jürgens durchstarten: „Mit 66 Jahren, da fängt das Lebens an!“

Legendärer Tunnelkrater war sein erster Auftrag

Axel Eble bedankte sich bei seinen Kollegen im Fachgebiet, die ihn über die Jahre mit ihrem Fachwissen unterstützten. „Es war immer ein gutes Miteinander, dafür bin ich allen sehr dankbar.“ In seinem Rückblick sagte er, die Stadt habe ihn 1985 als jungen Juristen mit Spezialaufgabe eingestellt. Damals habe man im Rechtsamt erkannt, dass es mit dem sich in Bau befindlichen Michaelstunnel so viele juristische Dinge zu klären gab, die ohne einen dritten Juristen einfach nicht zu schaffen waren.

Für seinen ersten großen Fall sorgte der legendäre Tunnelkrater, der sich über der Tunnelbaustelle in Höhe der Winterhalterstraße bildete. Noch heute erinnert sich Eble an einen beeindruckenden Vor-Ort-Termin, nicht nur weil unten im Krater das geparkte Auto eines Anwohners lag. „Trotz allem hat mir die Arbeit im Rechtsamt immer Freude bereitet“, betonte Eble, „auch wenn es über all die Jahre aus juristischer Sicht nicht selten schwierige und mitunter auch recht knifflige Fälle gab.“

Über Axel Eble

Axel Eble wuchs im südöstlich von Pforzheim gelegen Tiefenbronn auf. Nach dem Abitur studierte er Jura in Freiburg. In seiner Freizeit wandert er gerne, kaum ein Weg in der Region, den er nicht kennt. Schwimmen und lesen gehört zu seinen weiteren Leidenschaften und – das Radfahren.

Viele werden ihn gesehen haben, wenn er mit seinem treuen, grünen Herrenrad zwischen der Weststadt und dem Rathaus unterwegs war. Und das tagtäglich, nicht nur bei sonnigem Wetter, sondern auch bei Regen, an kalten Wintertagen und im Schneetreiben, dann entsprechend eingekleidet.