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Prächtiger weißer Pavillon in einem Stadtgarten abends im Schnee
(c) Josef Dlohos, Stadt Karlovy Vary Auch die winterlichen Straßen der Innenstadt von Karlovy Vary sind in Corona-Zeiten fast menschenleer.

Karlovy Vary versucht Corona-Probleme zu meistern

Baden-Baden (11.02.2021). In der tschechischen Partnerstadt Karlovy Vary, deutsch Karlsbad, versuchen Stadtverwaltung und Bürgerschaft die Corona-Problematik zu meistern. Im Bereich des 48.500 Einwohner zählenden Karlovy Vary wurden seit März letzten Jahres bislang 1640 Corona-Infektionen registriert. In der Region um Karlovy Vary starben inzwischen knapp 400 Patienten an Covid-19. Die Krankenhäuser sind an ihrer Kapazitätsgrenze.

Prächtiger weißer Pavillon in einem Stadtgarten abends im Schnee
Prächtiger weißer Pavillon in einem Stadtgarten abends im Schnee
Thermalbrunnen dampft abends im Schnee

Schulen und Restaurants geschlossen

In Tschechien wird in diesen Tagen viel getestet. Große Sorgen bereitet den Tschechen die bis zu einem Drittel positiv ausfallen Corona-Testergebnisse. Die Schulen sind geschlossen. Der Unterricht erfolgt online. Nur Kinder der ersten und zweiten Grundschulklasse haben Präsenzunterricht.

Auch in Karlovy Vary sind die Hotels, Pensionen, Gaststätten, Museen und die erlebenswerte Standseilbahn auf den 547 Meter hoch gelegenen Aussichtsturm am Gasthaus Diana schon lange geschlossen. Gaststätten dürfen zwar einen Straßenverkauf anbieten, doch machen das nur wenige, weil keine Touristen in die Stadt kommen. Die Hotels dürfen öffnen, wenn die Inzidenzzahlen auf der Stufe 2 angekommen sind. Derzeit liegt die Inzidenz auf der Stufe Stand 5.

Förderprogramme für Unternehmer und Dienstleister

Auch in Tschechien gibt es inzwischen Förderprogramme für Unternehmer und Dienstleister. Allerdings gibt es Klagen, dass diese Förderungen heraufzusetzen seien. Die Arbeitslosigkeit stieg im ganzen Land um rund vier Prozent. Seit 5. Februar gelten nochmals strengere Vorgaben für Personen die aus dem Ausland in die Tschechische Republik einreisen, egal ob Tschechen oder Ausländer. Dies geht nur noch mit einem neuen negativen Testergebnis und möglicher zusätzlicher Quarantäne. 

Die britische Covid-19-Mutation ist längst auch in Tschechien angekommen, weil um die Weihnachtszeit viele in Großbritannien arbeitende Tschechen über die Feiertage nach Hause reisten. Hinzu kommen viele LKW-Fahrer, die Waren aus dem Vereinigten Königreich nach Tschechien brachten.

Hoffnung auf Corona-Schutzimpfungen

Große Hoffnung setzen die Tschechen auf die Corona-Schutzimpfungen, aber auch dort mangelt es noch an ausreichend Impfstoff. Der tschechische Premierminister Babisch reiste vor einigen Tagen nach Ungarn, wo er sich über den russischen Impfstoff „Sputnik V“ informierte und laut Medienberichten gute Referenzen erhielt. Der russische Impfstoff wird in Tschechien allerdings nur nach Genehmigung der Europäischen Arzneimittel-Agentur angewandt.

Auch in Karlovy Vary stocken die Planungen für Veranstaltungen und Feste. Das Programm für die feierliche Eröffnung der Kursaison über das Wochenende vom 30. April auf 2. Mai ist zwar vorbereitet. Aber ob es die Situation erlaubt, diese für Karlovy Vary so wichtige große Veranstaltung durchzuführen, steht noch völlig in den Sternen.