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Wolfgang Eberts, Margret Mergen und Andreas Möst (Fachgebiet Forst und Natur) (von links).
Wolfgang Eberts, Margret Mergen und Andreas Möst (Fachgebiet Forst und Natur) (von links).

Erste Arbeiten im Arboretum angelaufen

Baden-Baden (18.03.2021). Bei einem Rundgang durch das Arboretum erklärte Oberbürgermeisterin Margret Mergen die Pläne die exotische Baumsammlung am Fuße des Merkurberges schon bald für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dank Spenden konnte die Stadt das etwa 5 Hektar große Areal Ende 2020 erwerben. Seit vier Wochen wird es vom städtischen Fachgebiet Forst und Natur hergerichtet.

Oberbürgermeisterin Mergen hob die besondere Bedeutung des Areals hervor. Mit dem Arboretum sei die Stadt um eine weitere Attraktion reicher. Seit vielen Jahren habe es Pläne für eine Öffnung gegeben. Dass es nun endlich klappe, sei etwas ganz Besonderes und nur dank großzügiger Spenden möglich geworden. Hierfür bedankte sich Mergen bei der Familie Flamm und Rolf Metzmaier, die den Erwerb und die Arbeiten im Arboretum maßgeblich unterstützen.

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Stein mit der Aufschrift "Arboretum"
Wolfgang Eberts erklärt die besondere Geschichte der exotischen Baumsammlung.

Viele exotische Bäume und Sträucher im Laufe Jahre angepflanzt

In den 1960er Jahren erwarb die Familie Eberts das Gelände und erschloss es Schritt für Schritt. Viele exotische Bäume und Sträucher wurden im Laufe der folgenden Jahre angepflanzt und so entstand eine Mischung aus seltenen Gehölzen, die in dieser Größe in Baden-Baden sonst nicht vorkommt. Das Gelände geriet dann etwas in Vergessenheit und fiel in einen langen Dornröschenschlaf, der nur von einigen wenigen Besuchen und vereinzelten Führungen gestört wurde.

Im Arboretum gibt es einige Raritäten und auch die vielen Mammutbäume sind schon heute sehr beeindruckend. Mit den Rhododendren bietet sich ein Bild wie man es sonst nur aus englischen oder irischen Landschaftsparks kennt. Dieses Kleinod am Rande des Stadtwaldes am Fuße des Merkur war nicht vielen bekannt, aber schon seit ein paar Jahren entstand die Idee zwischen Wolfgang Eberts, Markus Brunsing vom Fachgebiet Park und Garten sowie Thomas Hauck vom Fachgebiet Forst und Natur dieses außergewöhnlich exotische Waldstück für Besucher zu öffnen.

Erste grobe Arbeiten bereits beendet

Ende 2020 konnte die Stadt dann mit Hilfe einer großzügigen Spende der Familie Flamm das Gelände erwerben. Die ersten Begehungen im Arboretum zeigten allerdings, dass noch sehr viel Arbeit zu erledigen ist, bevor dieses Gebiet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Wege und Pfade müssen hergerichtet und benutzbar gemacht werden, und auch einige abgestorbene Bäume und Äste müssen aus Gründen der Verkehrssicherung entfernt werden. Gerade in der derzeitigen schwierigen Haushaltslage eine große Herausforderung, die aber mit Hilfe finanzieller Unterstützung Rolf Metzmaiers angegangen werden konnte.

Die ersten groben Arbeiten sind bereits beendet. Einige große abgestorbene Bäume wurden gefällt und auch die Fahrwege wurden hergerichtet. Es ist aber noch sehr viel zu tun und auch die meisten Pfade sind noch nicht verkehrssicher. Daher bleibt das Gelände auch weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt. Ziel ist es, das Arboretum Ende des Jahres oder im kommenden Frühjahr für die Öffentlichkeit freigeben zu können. Bis dahin soll es auch Bänke zum Verweilen und eine Beschilderung für die Besucher geben. Dabei kann die Stadt mit Unterstützung der Bürgerstiftung Baden-Baden rechnen, erklärte Walter Klinger von der Stiftung.

Überregionale Bedeutung des Arboretums

Die überregionale Bedeutung des Arboretums zeigt sich auch im Interesse mehrerer Hochschulen. Derzeit sind verschiedene Bachelor- und Masterarbeiten zum Arboretum in Arbeit. Beteiligt sind die Technische Universität Berlin, die Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil am Zürichsee und die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen. Die Studierenden setzen sich mit unterschiedlichen Themen von der Erschließung und Besucherführung über die landschaftsarchitektonische Gestaltung bis zu den zukünftigen dendrologischen Schwerpunktsetzungen und geplanten Neupflanzungen auseinander.