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Von links: Jörg Peter, Erster Landesbeamter des Kreis Rastatt, Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Frank Scherer, Landrat des Landkreis Ortenau, Verkehrsminister Winfried Hermann, und Klaus Michael Rückert, Landrat des Landkreis Freudenstadt, stehen vor einem Bus.
(c) Heiko Klumpp Von links: Jörg Peter, Erster Landesbeamter des Kreis Rastatt, Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Frank Scherer, Landrat des Landkreis Ortenau, Verkehrsminister Winfried Hermann, und Klaus Michael Rückert, Landrat des Landkreis Freudenstadt.

Mit Regiobus umweltschonend in den Nationalpark Schwarzwald

Baden-Baden (29.04.2021). Zukünftig können Besucher den Nationalpark Schwarzwald und demnächst auch das neue Nationalparkzentrum Ruhestein mit attraktiven Linienbus-Verbindungen erkunden. Das Land Baden-Württemberg hat dazu zusammen mit den beteiligten Stadt- und Landkreisen vier neue Regiobuslinien eingerichtet.

Sie wurden am Donnerstag, 29. April, am Kreuzungspunkt Ruhestein von Verkehrsminister Winfried Hermann mit Oberbürgermeisterin Margret Mergen und den Landräten der Landkreise Freudenstadt und Ortenau, dem Ersten Landesbeamten des Kreis Rastatt eingeweiht. „Es war uns ein besonderes Anliegen, ein umweltfreundliches Angebot im Nationalpark sicherzustellen. Mit dem Busangebot schaffen wir eine vollwertige Alternative zur Anreise mit dem Auto und entlasten die Straßen im Nationalpark spürbar. Die neuen Nationalparkbusse sind ein supergutes Angebot für die Besucher und zugleich ein neues ÖPNV-Angebot für die Region“, so Verkehrsminister Hermann.

Enormer Mehrwert an Mobilität durch Regiobus- und Zubringerlinien

Die neuen Regiobuslinien führen aus allen vier Himmelsrichtungen von Achern, Baden-Baden, Baiersbronn und Freudenstadt an den Ruhestein. Sobald dies unter Coronabedingungen möglich ist, wird hier das neue Nationalpark-Besucherzentrum eröffnen. Zugleich steht den Menschen in der Region nun ein Rückgrat für leistungsstarken Alltagsverkehr zur Verfügung. Teil des Verkehrskonzeptes sind zudem Zubringerlinien zu den Regiobussen, die ebenfalls bei der Presseveranstaltung eingeweiht wurden. Erst durch diese gesamte Vernetzung und den Ausbau von Regiobus- und Zubringerlinien konnte die gesamte Nationalparkregion den enormen Mehrwert an Mobilität gewinnen.

Bei den neuen Regiobuslinien handelt es sich um schnelle und direkte Verbindungen aus den beteiligten Stadt- und Landkreisen zum Nationalparkzentrum am Ruhestein, die mit komfortablen Bussen bedient werden. Die Busse werden nach einer Übergangszeit mit einer Klimaanlage, WLAN und USB-Steckdosen ausgestattet. In der Sommersaison, also von Mai bis Oktober, werden sie täglich von 8 bis 20 Uhr im Stundentakt, in der Wintersaison wochentags von 10 bis 18 Uhr im Zweistundentakt sowie an Wochenenden und feiertags ebenfalls stündlich verkehren. Es ist beabsichtigt, die vier Regiobuslinien bis zum Jahr 2025 in zwei langlaufende Regiobuslinien von Freudenstadt bis Baden-Baden und von Baiersbronn bis Achern weiterzuentwickeln.

Durchgängige An- und Abreise mit dem ÖPNV möglich

Flankiert werden die Regiobuslinien künftig durch ein engmaschiges Netz an Zubringerlinien, die das Einzugsgebiet zusätzlich erweitern sollen. Durch die Anbindung der Regiobuslinien an das Schienennetz ist sichergestellt, dass eine durchgängige An- und Abreise in den Nationalpark mit öffentlichen Verkehrsmitteln regional und überregional möglich ist. Auch Menschen ohne eigenes Auto erhalten so den Einstieg in eine verlässliche Grundversorgung.

Die Einrichtung der neuen Buslinien erfolgte in enger Zusammenarbeit des Landes mit den Stadt- und Landkreisen. Gleiches gilt auch für die Finanzierung. Die Mehrkosten für den zunächst dreijährigen Betrieb der Regiobuslinien belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich finanziell mit rund 3,5 Millionen Euro an der Finanzierung der Linien, was einem Anteil von 60 Prozent entspricht. Die beteiligten Stadt- und Landkreise stellen die restliche Eigenfinanzierung sicher. Die Zubringerlinien werden ebenfalls mit jährlich bis zu 500.000 Euro für die Dauer von drei Jahren durch das Verkehrsministerium gefördert.

Wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des Verkehrskonzeptes

Oberbürgermeisterin Margret Mergen begrüßt das nutzerfreundliche Angebot: „Der Nationalpark mit dem Naturerlebnis Schwarzwald und eine zeitgemäße Nahverkehrsanbindung gehören für mich ganz selbstverständlich zusammen. Die nun geschaffene, deutlich aufgewertete attraktive und bequeme Anreise wird wesentlich zum gemeinsamen Erfolg beitragen.“

„Das nun geschaffene Busangebot ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung des Verkehrskonzeptes für den Nationalpark und die Nationalparkregion“, sagte Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl. „Eine umweltschonende An- und Abreise und Besucherlenkung im Nationalpark Schwarzwald zu gewährleisten, ist auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit unerlässlich.“

Alle Beteiligten haben dieses Konzept in einem breit angelegten Diskussions- und Beteiligungsprozess erarbeitet. Es dient als Grundlage für die Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der verkehrlichen Situation und Förderung einer nachhaltigen Mobilität in der Nationalparkregion für Besucher, aber auch für Anwohner der Region.