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Demenz in Notsituationen

Baden-Baden (10.05.2021). Sie pflegen oder unterstützen einen Menschen mit einer Demenz? Sie haben Fragen zum Umgang, fühlen sich überlastet, benötigen konkrete Hilfe oder möchten einfach nur reden? Der dauerhafte Umgang mit einem Menschen mit Demenz bringt das Umfeld oft an die Grenzen der Belastbarkeit. „Viele Krisenfälle können verhindert oder verringert werden, wenn die Beteiligten das notwendige Wissen über Unterstützungsmöglichkeiten und Entlastung kennen und nutzen“, weiß Tanja Fröhlich, Leiterin des städtischen Pflegestützpunkts, die detailliert auf die Problematik eingeht und nachfolgend erläutert, wie breit angelegt die Unterstützung des betroffenen Personenkreises gerade auch in Baden-Baden ist.

„Denn jede Situation ist individuell. Daher ist es für die Betroffenen oft hilfreich, gemeinsam die spezielle Lage anzuschauen und zu überlegen, was und wer helfen könnte. Oftmals reicht schon ein einmaliges Gespräch. Ansonsten kann eine umfangreiche Beratung sinnvoll sein.“

Unterstützung in Baden-Baden

Die Stadt Baden-Baden hat zu diesem Themenfeld Informationen auf der Webseite unter Notlagen - Krisen - Demenz und Notsituationen eingestellt. Die Bürgerschaft findet hier verschiedenste Adressen und Ansprechpartner. Alle Angebote sind anonym, vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht. Man kann telefonieren, eine Mail schreiben oder ein persönliches Gespräch führen. Bundesweit als auch direkt in Baden-Baden gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung zu erhalten, um eskalierende Pflegesituationen zu vermeiden und den Pflegenden sowie den Menschen mit Demenz die Situation etwas zu erleichtern.

Die Unterstützung kann im Rahmen der Hilfe zur Selbsthilfe erfolgen, das heißt von Menschen, die selbst gepflegt haben und die Situationen gut kennen oder von Einrichtungen und Beratungsstellen. Für die Betroffenen gibt es die Möglichkeit, Gruppenangebote oder Einzelgespräche in Anspruch zu nehmen.

Maßnahmen gegen den Willen der Person

Der Bereich der Vollmachten, die Selbst-und Fremdgefährdung beziehungsweise Schutzmaßnahme eventuell gegen den Willen einer Person sind besonders schwierige Themen. Hierzu findet man ebenso auf der neuen Seite praktische Informationen, beispielsweise zum Ablauf am Wochenende, sowie Adressen zu Beratung und Aufklärung.

„Je früher man sich Unterstützung holt, desto eher kann ein konfliktreicher Prozess verhindert oder reduziert werden. Gerade hier sind die Themen Schulungen, Seminare und Vorträge wichtig, die in Baden-Baden zahlreich angeboten werden“, betont Tanja Fröhlich. Bei Fragen und Anregungen steht der städtische Pflegestützpunkt unter den Telefonnummern 07221 93-14 05 4, -14 77 3 und -14 92 oder per E-Mail an bereit.