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Margret Mergen hält mit sichtlicher Freude die Bekanntmachung des Gesundheitsamtes in Händen, die das „Außerkrafttreten der Bundesnotbremse“ ab dem 20. Mai verkündet.
Margret Mergen hält mit sichtlicher Freude die Bekanntmachung des Gesundheitsamtes in Händen, die das „Außerkrafttreten der Bundesnotbremse“ ab dem 20. Mai verkündet.

Niedrige Inzidenz macht weitere Öffnungen möglich

Mergen: „Jetzt kommt wieder Leben in die Stadt“

Baden-Baden (18.05.2021). In einem gut besuchten Pressegespräch informierten Oberbürgermeisterin Margret Mergen, Bürgermeister Roland Kaiser und Mats Tilebein, Fachbereichsleiter Ordnung & Sicherheit, über die ab Donnerstag, 20. Mai, in Kraft tretenden neuen Corona-Regelungen in Baden-Baden. Seit Mittwoch, 12. Mai, liegen die Inzidenzwerte für den Stadtkreis stabil unter 100er-Marke.

Baden-Baden lebt wieder auf

Die sichtlich erfreute Oberbürgermeisterin war voll Zuversicht: „Baden-Baden lebt wieder auf, es kommt wieder Leben in die Stadt. Nach einem halben Jahr Lockdown freuen wir uns sehr, dass die Bundesnotbremse am 20. Mai außer Kraft tritt. Wir freuen uns mit den Betreibern aus Hotellerie und Gastronomie, von Kultureinrichtungen, Museen und Bergbahn über diese lang ersehnte Nachricht. Ich freue mich auch für den Einzelhandel. Und wir haben uns gefragt, wie halten die Betriebe diese lange Zeit der Schließung durch, wie verkraften das die Inhaber und Mitarbeiter? Jetzt spüre ich doch ein großes Aufatmen.“ 

„In zahlreichen Gesprächen mit Inhabern hörte ich“, so Mergen weiter, „dass schlicht und einfach vor allem der Kontakt zu den Menschen fehlt. Auch die im Bereich der Kultur Beschäftigten sehen sich danach. Allerdings fallen unsere Inzidenzwerte nicht steil nach unten. Im Moment verharren wir zwischen 70 und 80. Jeder muss wissen, es braucht nur drei Tage über der Marke über 100, dann greift wieder die Bundesnotbremse. Deshalb mein Aufruf an alle: Halten Sie weiterhin Abstand und beachten Sie, auch wenn es manchem nach der langen Zeit inzwischen schwerfallen mag, die nach wie geltenden Hygieneregeln. So können wir uns auf das lange Pfingstwochenende freuen und es jetzt, wo wieder so viel mehr möglich ist, genießen.

Appell an die Verantwortung

Roland Kaiser griff den Faden auf und appellierte nochmals an die Verantwortung eines jeden Einzelnen: „Es ist wichtig jetzt Stabilität in die Inzidenzzahlen zu bekommen. Ziel muss sein, die Zahlen weiter nach unten zu bringen. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gemeinsam gelingen wird.“ Kaiser ergänzte, die Coronatests an den Schulen und Kitas laufen gut. Das Testen sei allerdings mit einem Riesenaufwand verbunden. Er danke allen, die dabei mitwirken. Es gebe an Schulen und Kitas im Stadtkreis keinerlei Hotspots oder Auffälligkeiten. Darüber freue er sich besonders. Kaiser wies abschließend auf die Clara-Schumann-Musikschule hin, die ebenfalls am Donnerstag wieder öffnen dürfe.

Mats Tilebein informierte über die Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt und der Lichtentaler Allee, die nach wie vor bis einschließlich 24. Mai in Kraft sei. Danach laufe sie aus. Allerdings gelte dann nach wie vor die allgemeine Maskenpflicht des Bundes. Demnach habe man die Maske dann aufzuziehen, wenn man zu anderen Menschen nicht genügend Abstand halten könne. Das gelte für Gespräche in Gruppen, in der Schlange vor der Eisdiele oder der To-Go-Gastronomie.

Auch Stadtmuseum und Freibäder öffnen

Mergen informierte weiter, dass das Stadtmuseum im Alleehaus ebenfalls seine Pforten am Donnerstag wieder öffne. Alles sei vorbereitet und die derzeitige Ausstellung „Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung der südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ stehe bis 24. Oktober für einen Besuch bereit.

Auch die Freibäder öffnen Donnerstag rechtzeitig zur Badesaison. Dasselbe gilt für die Wiederinbetriebnahme Merkurbergbahn, die jetzt vor den doch recht sonnig werdenden Pfingstfeiertagen ihre Fahrgäste auf den fast 700 Meter hohen Baden-Badener Hausberg bringen wird. Allerdings gelten während der Bergbahnfahrt gewisse Bedingungen. Es werden ausschließlich Personen transportiert, die geimpft oder genesen sind oder über einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest verfügen. Zudem dürfen sich höchstens 20 Personen in den Wagons aufhalten. Dies wird durch die Eingangsschleuse geregelt. Darüber hinaus sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.