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Thomas Maier, Voker Dey und Frank Geyer präsentieren ein Orthophoto des Hauptfriedhofs (von links). Auf dem Boden sind Passpunkte markiert.
Thomas Maier, Voker Dey und Frank Geyer präsentieren ein Orthophoto des Hauptfriedhofs (von links). Die auf dem Boden markierten Passpunkte ermöglichen es die Aufnahmen lagerichtig im Koordinatensystem zu verorten.

Projekt zur Digitalisierung der Friedhofspläne

Baden-Baden (12.05.2021). Beim städtischen Fachgebiet Friedhof ist ein Projekt zur Digitalisierung der Friedhofspläne gestartet. Die digitalen Friedhofspläne sollen die Arbeitsabläufe der Friedhofsverwaltung optimieren und bieten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

Bei einem Pressegespräch auf dem Hauptfriedhof stellte Frank Geyer, Fachgebietsleiter Friedhof, gemeinsam mit Thomas Maier und Volker Dey vom Fachgebiet Vermessung und Geoinformation die Pläne vor. Rund 22.000 belegte Gräber sind auf den elf städtischen Friedhöfen in Baden-Baden zu verwalten. Längst haben digitale Anwendungen die alten Beerdigungsbücher abgelöst und die Grab- und Verstorbenendaten können elektronisch verarbeitet werden. Nach wie vor sind jedoch gezeichnete Friedhofspläne im Einsatz. Mit dem Projekt „Digitaler Friedhofsplan“ soll nun der nächste Schritt zur Digitalisierung der Friedhofsverwaltung gemacht werden.

Überfliegung der Friedhöfe mit einer Drohne

In den vergangenen Wochen überflog das Fachgebiet Vermessung die städtischen Friedhöfe mit einer Drohne, um aus den erfassten Aufnahmen exakte Geodaten wie Oberflächen- und Geländemodelle oder auch digitale Orthophotos zu berechnen. Mit Hilfe eines digitalen Planungswerkzeugs werden anschließend Grabgeometrien im Luftbild angelegt. Die angelegten Grabstellen werden mit der Friedhofsdatenbank verknüpft, wodurch die Geometrien zu intelligenten Datenbankobjekten werden.

Die digitalen Friedhofspläne ermöglichen dann ein schnelles Auffinden von Gräbern und ein einfaches Abrufen von Grab- und Verstorbenendaten auch vor Ort auf dem Friedhof. Zudem wird die Aktualität des Friedhofsplans durch die Verknüpfung mit der Datenbank sichergestellt und die Pläne bieten Analysemöglichkeiten für die Bedarfs- und Friedhofsentwicklungsplanung.

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Weitere Informationen

Alle elf Friedhöfe wurden bereits überflogen. Bevor alle Pläne digitalisiert werden, hat das Fachgebet Friedhof allerdings zunächst einen Pilotfriedhof ausgewählt. Die Wahl fiel auf den Friedhof in Oos. Bis Ende des Jahres soll dieser digitalisiert werden. Nach und nach sollen dann die weiteren Friedhöfe im Stadtkreis folgen.

Das Projekt ist langfristig angelegt. Zur Umsetzung ist ein Zeithorizont von fünf Jahren anberaumt. In der Zukunft könnte die Digitalisierung weitere vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten wie die Online-Grabsuche, eine kulturhistorische Aufbereitung oder virtuelle Grabbesuche ermöglichen. Laut Fachgebietsleiter Geyer sei das allerdings noch Zukunftsmusik. Zunächst stehe die Optimierung der Arbeitsabläufe im Vordergrund.