Pressearchiv

Gruppenfoto: Bürgermeister Roland Kaiser informierte mit Vertretern von Polizei und Verwaltung in einem Pressegespräch über die aktuelle Lage.
Bürgermeister Roland Kaiser informierte mit Vertretern von Polizei und Verwaltung in einem Pressegespräch über die aktuelle Lage.

Inzwischen zwei Bombenblindgänger im Wörthböschel gefunden

Baden-Baden (03.05.2021). Bei der bisherigen Suche nach Bombenblindgängern im Wörthböschel wurden die Fachfirmen bereits zweimal fündig. Das bedeutet, dass die Bomben am Sonntag, 9. Mai, entschärft werden und die Evakuierungsmaßnahme der Bevölkerung aus Sicherheitsgründen auf jeden Fall vorgenommen werden muss. Derzeit werden weitere zwei Verdachtsstellen untersucht. Das Ergebnis steht voraussichtlich am Dienstag fest.

Da es sich bislang um kleinere Bomben handelt, müssen sind nach aktuellem Stand von Montagmittag rund 1.600 Anwohner auf die Evakuierung vorbereiten, alles Personen in Baden-Oos und der Cité, die in einem Radius von rund 300 Metern um die Fundorte leben. Sollte sich noch eine größere Bombe finden, sind sogar fast 3.000 zu evakuieren.

Information der Bevölkerung in verschiedenen Sprachen

Der Sonntag eignet sich deswegen als Evakuierungstermin gut, weil an diesem Tag im Stadtgebiet deutlich weniger Linienbusse unterwegs sind und nur wenige Leute arbeiten. Die Evakuierten können die Zeit bis zum Abschluss der Entschärfung in der Theodor-Heuss Grund- und Werkrealschule, Rheinstraße 42, in der Louis-Lepoix-Schule, Balger Straße 15, oder in der Grundschule Baden-Oos, Ooser Hauptstraße 30, unter coronagerechten Bedingungen verbringen.

Die Bewohner, Gewerbetreibenden und Pflegeeinrichtungen innerhalb des 500-Meter-Radius wurden bereits schriftlich über die mögliche Evakuierung informiert. Zudem gab es bereits mehrere Pressetermine zur Information der Bevölkerung. Auf den städtischen Internetseiten www.baden-baden.de/buergerservice wurde eigens ein neues Feld „Bombenentschärfung“ eingerichtet, aus dem alle wichtigen Informationen und Pläne sowie eine Auflistung der betroffenen Straßenzüge hervorgehen. Die Stadtpressestelle stellt auf der städtischen Internetseite www.baden-baden.de/bombenentschaerfung die wichtigsten Informationen zur bevorstehenden Evakuierung auch in englischer, türkischer und russischer Sprache zur Verfügung.

Stadtverwaltung arbeitet eng mit der Polizei zusammen

Die Stadtverwaltung arbeitet eng mit der Polizeidirektion Offenburg zusammen, die mit rund 200 Beamten vor Ort sein wird. Einbezogen in die Planung einer möglichen Evakuierung sind zudem die Feuerwehr und weitere Hilfsorganisationen, wie das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG und die Bergwacht. In der Briegelackerstraße kommt am Tag der Bombenentschärfung der Katastrophenschutzes-Verwaltungsstab zusammen, damit dieser im Notfall sofort einsatzfähig ist.

Die Bevölkerung wird gebeten, die Häuser am Sonntag, 9. Mai, rechtzeitig vor 8 Uhr zu verlassen. Ab 8 Uhr kontrolliert die Polizei, ob sich noch Bewohner in den Häusern aufhalten. Je schneller die Kontrolle durch die Polizei beendet ist, umso eher kann der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der Entschärfung beginnen. Und letztlich können die evakuierten Bewohner schneller in ihre Häuser zurückkehren.

Hilfe bei der Evakuierung

Im Informationsschreiben der Stadt wurden die betroffenen Personen in den Sicherheitsbereichen, die Hilfe bei der Evakuierung benötigen, gebeten, sich bei der Stadtverwaltung, Fachgebiet öffentliche Ordnung, Abteilung Katastrophenschutz und allgemeine Verwaltung, unter der Rufnummer 07221 93-18 67 zu melden. Hierzu gehören beispielsweise auch bettlägerige Personen.  

Sobald die möglichen Blindgänger entschärft sind, wird das Ende der Evakuierung über die Webseite der Stadt Baden-Baden, eine Ansage unter der Rufnummer 07221 93-18 67 sowie in den Sozialen Medien und Rundfunksender bekannt gegeben. Ab diesem Zeitpunkt können die betroffenen Bewohner wieder in Ihre Wohnungen zurückkehren.

Alle Informationen gibt es auch auf unserer Sonderseite unter www.baden-baden.de/bombenentschaerfung.