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Plakat an einer Bustüre: Grafik eines Menschen mit Mundschutz, darüber steht "Zustieg und Aufenthalt nur mit Mund-Nasen-Schutz".

Hohe Corona-Inzidenz - Sorgen bei Gewerbetreibenden und Bevölkerung

Roland Kaiser: Müssen alles tun, um Zahlen nach unten zu treiben

Baden-Baden (02.06.2021).  Die Corona-Inzidenz in Baden-Baden ist derzeit im Vergleich zur Region recht hoch. Bürgermeister Roland Kaiser ruft deshalb Bürger und Besucher auf, dringend die AHA-Regeln im Alltag zu beachten: „Wir wollen und müssen die hohen Inzidenzwerte senken. Alle sind aufgerufen mitzuziehen!“ Tagesaktuelle Zahlen sprechen dafür, dass das Landesgesundheitsamt heute Abend voraussichtlich wieder niedrigere Zahlen melden wird.

Problematik hoher Inzidenzwerte

Roland Kaiser weiß nur zu gut um die Problematik hoher Inzidenzwerte: „Geschäftsleute, Gastronomen, Hotelbetreiber, Kultureinrichtungen und Veranstalter sowie wesentliche Teile der Bevölkerung machen sich verständlicherweise große Sorgen, dass die Siebentage-Inzidenz schlimmstenfalls länger als drei Tage über die Hundertermarke steigt. Dies hätte erhebliche Einschränkungen zur Folge, die sich niemand wünscht.“

Kaiser unterstreicht: „Wir müssen jetzt alles tun, um die Werte wieder deutlich nach unten zu treiben. Da sind wir alle gefordert und müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Wenn auch nach den monatelangen Einschränkungen die Geduld mancher Menschen langsam zu Ende geht, doch nur so kann es gelingen.“ Mit den Worten ‚Schützen Sie sich selbst und damit auch Ihre Mitmenschen‘ ruft Kaiser dazu auf, die nach wie vor wichtigen Abstands- und Hygieneregeln streng zu beachten.

Aktuell 70 Personen infiziert gemeldet

Von den aktuell infiziert gemeldeten 70 Personen sind seit Montag drei weitere in Flüchtlingsunterkünften dazugekommen. Damit steigt diese Zahl auf sieben Personen. Auch Kindertageseinrichtungen, Schulen oder Arbeitgeber sind laut Gesundheitsamt, das dem Landratsamt Rastatt angegliedert ist, derzeit nicht für den Anstieg der Fallzahlen in Baden-Baden maßgeblich verantwortlich.

Mit Blick auf die letzten sieben Tage, also vom 27. Mai bis 2. Juni, gab es folgende Veränderungen. 27. Mai: 13 neue Fälle (nF), Inzidenz (I) 63,4; 28. Mai: 8 nF, I 61,6; 29. Mai: 3 nF, I 77,9; 30. Mai: 11 nF, I 85,2; 31. Mai: 4 nF, I 87,0; 1. Juni: 2 nF, I 88,8; 2. Juni: 4 nF, I 99,7.  

Nur zehn neue Fälle in den letzten drei Tagen

Erfreulicher Weise wurden in den letzten drei Tagen nur zehn neue Fälle gemeldet. Nun ist es am Gesundheitsamt täglich neu zu beurteilen, gegebenenfalls festzustellen und bekanntzumachen, ob eine steigende oder sinkende Durchschnittsinzidenz besteht. Selbst wenn die Inzidenz die Hundertermarke übersteigen sollte, gilt die sogenannte „Bundesnotbremse“ erst dann, wenn die Überschreitung noch zwei weitere Tage in Folge andauert. Sie tritt dann ab dem fünften Tag in Kraft.

Für weitere Öffnungsschritte in Baden-Baden ist maßgeblich, dass der Durchschnitt der Inzidenz für 14 Tage unter den für den am 19. Mai vom Gesundheitsamt gemeldeten Wert von 67 liegt. Die maßgebliche Inzidenzschwelle für Baden-Baden ist damit relativ gering.

Aktuell wurden der Stadtverwaltung seit Dienstag drei Neuinfektionen aus dem Gesundheitsamt gemeldet. Eine sinkende Tendenz, also eine Unterschreitung des Durchschnittswertes könnte selbst in den folgenden drei Tage ohne Infektionen nicht erreicht werden. Weitere Öffnungsschritte nach der „Öffnungsstufe 2“ schon zum Wochenende sind damit auszuschließen. Die Inzidenzwerte sinken erst dann wieder deutlich, wenn die vermehrten Neuinfektionen der vergangenen Woche aus dem Sieben-Tage-Zeitraum herausfallen. Dies ist der Stand bis zum 11. Juli, an dem die Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung spätestens auslaufen.

Ansteckungen im privaten und familiären Umfeld

In Anbetracht der vermehrt wahrzunehmenden Ansteckungen im privaten und familiären Umfeld appelliert auch das Gesundheitsamt mit Nachdruck, weiterhin die AHA-Regeln nicht außer Acht zu lassen. Die Stadt hat ihre Kontrollen vermehrt auf das Einhalten der Quarantänepflicht und den von der Bevölkerung stark frequentierten Innenstadtbereich ausgerichtet.

Der ermittelte Altersschwerpunkt bei den Neuinfektionen sowie bei allen aktiven Fällen im Stadtkreis Baden-Baden liegt laut Gesundheitsamt bei den 22- bis 35-Jährigen und den 51- bis 65-Jährigen.

Das Landes-Gesundheitsministerium veröffentlicht ab sofort einmal wöchentlich die Impfquoten der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg. Die aktuellen Zahlen beim Anteil der Erstimpfungen mit 48,4 Prozent und beim Anteil der vollständig Geimpften mit 23,2 Prozent zeigen, dass der Stadtkreis Baden-Baden im Landesvergleich erfreulicherweise weit oben liegt.