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Nationalparkzentrum Ruhestein bei Sonnenuntergang
© Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald)

Nationalparkzentrum erwacht aus der Corona-Pause

Baden-Baden (09.06.2021). Endlich dürfen sich die Türen für Besucherinnen und Besucher öffnen: Am 12. Juni nimmt das neue Nationalparkzentrum seinen regulären Betrieb auf. Dann steht das Infoteam für alle Fragen rund um das Schutzgebiet bereit – und auch die Ausstellung kann mit online gebuchten Tickets besucht werden.

„Wir sind sehr erleichtert, dass das Auf und Ab der letzten Monate nun ein Ende haben soll“, sagt Ursula Pütz, Leiterin des Nationalparkzentrums am Ruhestein. „Jetzt freuen wir uns auf unsere Gäste. Und wir hoffen, dass das Nationalparkzentrum zukünftig noch viele Menschen begeistern wird und das Verständnis für unser Schutzgebiet und den Wert wilder Natur an sich vertiefen hilft.“

Pandemie verhinderte frühere Öffnung

Im Oktober 2020 hatte der Bauherr Vermögen und Bau das neue Gebäude feierlich an die Nationalparkverwaltung übergeben, im Dezember hätte eigentlich der Testbetrieb starten sollen. Doch die Entwicklung der Pandemie machte den Plänen einen Strich nach dem anderen durch die Rechnung. Von der ursprünglich geplanten, dreimonatigen Test- und Evaluierungsphase ist eine extrem verkürzte Minimalvariante übriggeblieben.

„Seit Anfang Juni testen wir nun Haus und Ausstellung mit ausgewählten Kleinstgruppen“, sagt Ursula Pütz. Das ist nicht nur als Technikprobe gedacht. Auch die Information, wie lange sich die Menschen durchschnittlich in der Ausstellung aufhalten, ist wichtig. „Nur so können wir die Taktung im regulären Betrieb planen. Allerdings geben uns diese paar Tage jetzt nur einen ungefähren Anhaltspunkt, deshalb planen wir vorsorglich großzügig Zeit ein und rechnen im Moment mit zweieinhalb Stunden pro Besuch.“

Vorgaben zum Besuch des Nationalparkzenntrums

Nach derzeitigem Plan können nur 130 Menschen pro Tag die Ausstellung besuchen – denn zeitgleich dürfen sich maximal 50 Personen in den Ausstellungsriegeln aufhalten. „Sollte sich in den nächsten Monaten herausstellen, dass die meisten Leute weniger Zeit benötigen, können wir die Taktung anpassen“, so Pütz.

Alle, die das Nationalparkzentrum und die Ausstellung betreten möchten, müssen nach jetzigem Stand einen negativen Corona-Test oder die rechtlich erforderlichen Nachweise über die Impfung oder den Genesenenstatus vorlegen. Das Deutsche Rote Kreuz wird am Samstag, 12. Juni, mit einem mobilen Schnelltestzentrum zwischen 10 und 15 Uhr vor Ort sein – und den Service bei Bedarf zunächst auch an folgenden Wochenendetagen anbieten.

Ticketbuchung

 „Wir fahren natürlich nach wie vor auf Sicht“, betont Pütz. Die weitere Entwicklung der Pandemie sei ja immer noch nicht klar einzuschätzen. Tickets für die Ausstellung können ab Freitag, 11. Juni, entsprechend nur einige Tage im Voraus und ausschließlich online gebucht werden.

Auch die Brücke der Wildnis kann vorerst nur im Rahmen eines Ausstellungsbesuches betreten werden, da nur so die Coronabestimmungen eingehalten werden können. Der Aussichtsturm, das Kino und der Raum der Stille bleiben aus dem gleichen Grund bis zur endgültigen Entspannung der Lage geschlossen. Shop und Gastronomie sind geöffnet.

Auch Veranstaltungsprogramm startet

Dafür darf ab dem 12. Juni endlich das Veranstaltungsprogramm des Nationalparks starten. „Auch hier freuen wir uns sehr, endlich wieder Gäste zu Führungen und Vorträgen begrüßen zu dürfen“, sagt Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl. Die Teilnehmerzahlen sind natürlich ebenfalls coronamäßig angepasst, zu buchen sind die Veranstaltungen wie gewohnt online über das Formular auf dem Veranstaltungskalender.

Ganz wichtig ist Ursula Pütz in jedem Fall noch der Hinweis der Anreiseplanung – egal ob für den Besuch des Nationalparkzentrums, für einen Wandertag oder die Teilnahme am Veranstaltungsprogramm. „Wir empfehlen dringend, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen“, sagt Ursula Pütz. Von vielen Startpunkten im Tal, an denen sowohl der Anschluss an die Bahn gegeben als auch das Parken oft kostenfrei möglich ist, fahren stündlich Busse zum Ruhestein. „Die Zahl der Parkplätze am Ruhestein ist begrenzt – und ab dem 12. Juni ist das Parken hier dann auch kostenpflichtig. Wer mit dem Bus anreist, profitiert zudem von einer Vergünstigung beim Ticketkauf“, sagt die Leiterin des Nationalparkzentrums.