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Sylvia Meermann und Bibliotheksleiterin Sigrid Münch stehen neben einem PC. Auf dem PC ist das neue System geöffnet.
Sylvia Meermann und Bibliotheksleiterin Sigrid Münch erklären Journalisten in einem Pressetermin das neue Bibliothekssystem.

Neues Bibliothekssystem "KOHA"

Baden-Baden (04.06.2021). Die Stadtbibliothek hat das neue Bibliothekssystem „KOHA“ in Betrieb genommen. Bibliotheksleiterin Sigrid Münch und ihre Kollegin Sylvia Meermann stellten am Dienstag (1. Juni) die erweiterten und vereinfachten Arbeitsmöglichkeiten mit dem neuen System vor: KOHA bietet neben einem neuen Design vor allem im Online-Katalog mehr Möglichkeiten, eine leichtere Recherche sowie eine bessere Verknüpfung mit anderen digitalen Medien.

„KOHA ist eine Open Source, die mittlerweile von sehr vielen Bibliotheken weltweit benutzt wird“, erläuterte Münch. „Über eine einfache Administration ist das System leicht an unsere Bedürfnisse anpassbar. Alle wichtigen Informationen zur Bibliothek können gleich auf der Startseite eingebunden werden: Datenquellen, wie etwa Links zu Wikipedia-Artikeln oder Antolin sowie Rezensionen. Diese helfen unseren Nutzern bei der Auswahl von Medien und bieten ihnen weitere Informationen.“ Zudem erleichtern Auswahllisten und Tipps den Einstieg und geben Anregungen.

KOHA deckt alle Funktionsbereiche einer Bibliothek ab

Der Umstieg auf das neue System war notwendig geworden, weil das bisherige vom Hersteller nicht mehr gepflegt und weiterentwickelt wurde. KOHA deckt alle Funktionsbereiche einer Bibliothek ab. „Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Programm noch sehr viel länger nutzen können als das alte“, berichtete Meermann, „Denn es wird weltweit von vielen Anwendern und Supportfirmen weiterentwickelt und gepflegt“.

Registrierten Nutzern der Stadtbibliothek wird empfohlen, in den nächsten Tagen ihr Benutzerkonto zu besuchen. In den Einstellungen finden sich Funktionen, die an die individuellen Bedürfnisse anpassbar sind. „So kann man sich beispielsweise benachrichtigen lassen, wann ein Medium zurückzugeben ist“, erklärt die Bibliotheksleiterin. In Kürze soll zudem die Möglichkeit zur elektronischen Zahlung von Gebühren freigegeben werden.

KOHA sogar kostengünstiger

Wirtschaftlich gesehen ist KOHA sogar kostengünstiger als das alte System: Die jährlichen Kosten betragen rund 9.000 Euro und liegen damit 3.500 Euro niedriger als für das auslaufende System. Die Datenübernahme und die Schulungen der Mitarbeiter kosteten einmalig 20.000 Euro.