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Von links: Bürgermeister Roland Kaiser (Baden-Baden), Elke Zimmer (Staatssekretärin des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg), Bürgermeisterin Sonja Schuchter (Sasbachwalden) und Bürgermeister Michael Pfeiffer (Gaggenau)
(c) Roland Spether Elke Zimmer, Staatssekretärin des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg beim Treffen der „Initiative Motorradlärm“ mit den Sprechern der Initiative - von links: Bürgermeister Roland Kaiser (Baden-Baden), Elke Zimmer, Bürgermeisterin Sonja Schuchter (Sasbachwalden) und Bürgermeister Michael Pfeiffer (Gaggenau).

Auftaktgespräch mit Mitgliedern der Initiative Motorradlärm

Staatssekretärin Elke Zimmer koordiniert den Lärmschutz

Baden-Baden (12.07.2021). „Verkehrslärm beeinträchtigt unsere Lebensqualität und schädigt die Gesundheit. Zudem ist es eine zutiefst soziale Frage. Insbesondere einkommensschwächere Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der Mietkosten an stark befahrenen Straßen leben, sind einem Gesundheitsrisiko durch Lärm ausgesetzt. Gerade Menschen mit wenig Einkommen fahren selten Auto, wohnen aber oft mitten im Autolärm“, betonte Staatssekretärin Elke Zimmer am 9. Juli bei einem Treffen der Initiative Motorradlärm in Sasbachwalden.

Die neue Staatssekretärin Elke Zimmer MdL wird in dieser Legislaturperiode im Ministerium für Verkehr unter anderem für das Thema Lärmschutz zuständig sein. Die Staatssekretärin setzt die erfolgreiche Arbeit des früheren Lärmschutzbeauftragten Thomas Marwein MdL fort – unter anderem in der Initiative Motorradlärm. Die Initiative Motorradlärm ist ein Zusammenschluss von mittlerweile mehr als 160 Gemeinden und Landkreisen sowie dem Regionalverband Südlicher Oberrhein. Unterstützt wird die Initiative durch weitere Vereine, Verbände und Institutionen im Land. Die Initiative fordert, dass Motorräder leiser werden, sie leiser gefahren werden und dass eine laute, rücksichtslose Fahrweise Konsequenzen hat.

Motorradlärm weiterhin ein akutes Problem

„Der große Zuspruch und Erfolg der Initiative zeigt, dass Motorradlärm weiterhin ein akutes Problem darstellt“, unterstreicht die Staatssekretärin. Elke Zimmer verdeutlichte, dass sie auch die Lärmbelastung im ländlichen Raum klar im Blick hat. Verkehrslärm betrifft nicht nur dicht bebaute Ballungsräume. Gerade auf landschaftlich reizvollen, kurvigen Strecken im ländlichen Raum werden Anwohnerinnen und Anwohner sowie Erholungssuchende von Motorradlärm belästigt. Als positiv bewertet die Staatssekretärin die Tatsache, dass das Thema Motorradlärm nun auch unter den Motorradfahrenden stärker diskutiert wird. Es sei begrüßenswert, wenn eine Sensibilisierung der Motorradfahrenden stattfindet.

Sie fordert die Hersteller von Motorrädern auf, leisere und nachhaltigere Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Zudem sei der Bundesgesetzgeber gefordert, sich dafür einzusetzen, dass internationale Zulassungsvorschriften verschärft werden. Motorräder müssten in allen Fahrzuständen leise sein, nicht nur in eng begrenzten Prüfzyklen, die die realen Fahrbedingungen auf der Straße nicht widerspiegelten. „Motorradfahren muss nicht laut sein. Es ist absurd, wenn Mobilität und das Motorradfahren auf der einen Seite und der Lärmschutz bzw. die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen auf der anderen Seite gegeneinander ausgespielt werden. Eine lärmarme und nachhaltige Mobilität ist möglich, gesund und sozial verträglicher.“ Das Ministerium für Verkehr wird auch weiterhin die Initiative, die Kommunen und Kreise in Ihrem Einsatz gegen Motorradlärm, aber auch gegen Motorenlärm von Autos, intensiv unterstützen.

Änderung der Straßenverkehrsordnung nach der Bundestagswahl?

Nach der Bundestagswahl im Herbst soll es auf Anregung der Staatssekretärin einen weiteren Termin geben, um gezielt mit der neuen Regierung und den neuen Bundestagsabgeordneten die dringend notwendige und bisher nicht angegangene Änderung der Straßenverkehrsordnung umzusetzen.