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OB Margret Mergen mit den neuen Baldreit-Stipendiaten Alisa Kossak und Sebastian Ribeiro Albuquerque Wendt sowie Lothar Volle beim Pressetermin im Rathaus.
OB Margret Mergen mit den neuen Baldreit-Stipendiaten Alisa Kossak und Sebastian Ribeiro Albuquerque Wendt sowie Lothar Volle beim Pressetermin im Rathaus.

Neue Baldreit-Stipendiaten 2021/22 stellen sich vor

Baden-Baden (21.07.2021). Im Rahmen eines Pressetermins überreichte Oberbürgermeisterin Margret Mergen als Jury-Vorsitzende und Lothar Volle, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau als Sponsor, den beiden neuen Baldreit-Stipendiaten 2021/22 ihre Urkunden. Ausgewählt wurden die Bildende Künstlerin Alisa Kossak sowie der Komponist Sebastian Ribeiro Albuquerque Wendt von einer zwölfköpfigen Jury, die aus Fachjuroren der Sparten sowie Vertretern der Stadt besteht.

Lange Tradition in Baden-Baden

Das Baldreit-Stipendium hat eine lange Tradition in Baden-Baden. Es besteht seit 1988 und wird gemeinsam von der Stadt Baden-Baden und der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau jährlich ausgeschrieben. Während dieser Zeit leben und arbeiten die Künstler mitten in der Stadt im Baldreit-Komplex. Dabei stellt die Stadt eine Wohnung mietfrei zur Verfügung und die Sparkasse gewährt ein monatliches Stipendium. Für jeweils sechs Monate haben die Künstler damit die Möglichkeit, sich ganz ihrem künstlerischen Schaffen zu widmen.

Bis heute waren inzwischen 40 Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Literatur und Komposition in der Stadt und nutzten das, über die Landesgrenzen hinaus, bekannte Aufenthaltsstipendium. Die Entscheidung für die nächsten Stipendiaten ist nun getroffen: die Baldreit-Jury, hatte aus über 130 Bewerbungen zwei Stipendiaten ausgewählt, die sich zuvor in einem persönlichen Vorstellungsgespräch mit neun Favoriten behaupten mussten.

Bildende Künstlerin Alisa Kossak

Ab Oktober wird die Bildende Künstlerin Alisa Kossak für sechs Monate nach Baden-Baden kommen. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und zeigte ihre Arbeiten bereits bei zahlreichen Ausstellungen. 2020 war sie beim Goethe-Institut in Thessaloniki im Rahmen eines Residenzstipendiums.

Sie reflektiert in ihren Arbeiten die Formen der Kunstpräsentation und Rezeption. Dabei beleuchtet sie die Beziehung der Besucherinnen und Besucher zum Kunstwerk innerhalb einer Ausstellung. Sie arbeitet multimedial und geht ganz bewusst in die Zwischenkommunikation mit den Betrachtern. Besonders interessiert sie, wie diese in Verbindung treten, wie die Kommunikation stattfindet. Wichtig sind dabei unterschiedliche Medien wie Fotografie, Skulptur, Text, Sound und Installation.

Komponist Sebastian Ribeiro Albuquerque Wendt

Der Komponist Sebastian Ribeiro Albuquerque Wendt startet ab März 2022 sein Stipendium. Er absolvierte das Studium der Bassklarinette in Hannover und erlernte damit die Grundlagen für sein anschließendes Studium der Integrative Komposition in Essen. 2016 erhielt er das Kompositionsstipendium des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen, das er erneut 2020 absolvierte.

Begleitend arbeitet er als Regie-Leiter für Festivals und Ensembles. Ihn interessieren die existentiellen Erfahrungen durch die Musik und die Algorithmen, mit denen die Musikproduktion erfolgt. Der Komponist will in Baden-Baden ein Musiktheater schreiben und das Publikum über Apps mit einbinden. Die Personen können sich somit einbringen und „zuschalten“.

Urkunden und ein Starter-Paket

Die Künstler erhielten neben den Urkunden auch ein Starter-Paket zum freien Eintritt in verschiedene kulturelle Einrichtungen der Stadt. „Wir freuen uns sehr auf die künstlerischen Begegnungen mit den beiden Stipendiaten im öffentlichen Raum. Sie sollen während ihres Aufenthalts in Baden-Baden immer in das Geschehen der Stadt miteinbezogen werden“, betonte die OB abschließend. Die Veranstaltungen mit den Stipendiaten werden wie gewohnt über die Presse bekannt gegeben.