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Erster Bürgermeister Alexander Uhlig, Vincenz Wienk-Borgert, OB Margret Mergen und Markus Selig (von rechts) gemeinsam mit den Projektbeteiligten auf der fertiggestellten Reinhard-Fieser-Brücke.
Erster Bürgermeister Alexander Uhlig, Vincenz Wienk-Borgert, OB Margret Mergen und Markus Selig (von rechts) gemeinsam mit den Projektbeteiligten auf der fertiggestellten Reinhard-Fieser-Brücke.

Reinhard-Fieser-Brücke fertiggestellt

Poller gehen noch im Juli in Betrieb

Baden-Baden (05.07.2021). Gemeinsam mit den Projektbeteiligten informierten Oberbürgermeisterin Margret Mergen und Erster Bürgermeister Alexander Uhlig am Dienstag (29. Juni) über die Fertigstellung der Reinhard-Fieser-Brücke.

Nachdem die Baumaßnahme 2018 und 2019 geplant wurde, startete das städtische Fachgebiet Tiefbau und Baubetrieb im Januar des vergangenen Jahres die Bauausführung. Die Bauarbeiten an der Brücke waren notwendig gewesen, da sich die Fieserbrücke in einem ungenügenden Zustand befand. Die denkmalgeschützten Brüstungen wiesen starke Abplatzungen und Risse auf. Der Überbau inklusive Versorgungsleitungen waren stark korrodiert und in einem schlechten Zustand.

Komplette Überarbeitung der Platzgestaltung

Markus Selig, Leiter des städtischen Fachgebiets Tiefbau und Baubetrieb, hatte vor Ort die getätigten Arbeiten erläutert: „Um die hohe Aufenthaltsqualität im Innenstadtbereich mit seinem Platzcharakter zu sichern, wurde das vorhandene Widerlager verstärkt, die Bachmauer gereinigt und verfugt. Alle Versorgungsleitungen sind neu. Auflagerbänke, Auflager und Überbauten wurden hergestellt. Zudem gab es eine denkmalhistorische Restaurierung der Brüstungen und Vasen.“

Im Zuge der Baumaßnahme fand darüber hinaus eine komplette Überarbeitung der Platzgestaltung zwischen Leopoldsplatz und Kurhauskolonnaden statt, die in die Bauabwicklung integriert wurde. „Das beschlossene Pflaster wurde inklusive überarbeiteter Entwässerungsplanung auf dem Überbau eingebaut. Auch die Beleuchtung, Veranstaltungseinbauten, Fahrbahntrassen und Fahrbeziehungen sind neu geordnet. Die repräsentative Übergangskonstruktion bindet sich nun in den Platzcharakter der Brücke.“

Arbeiten an den Brüstungen stehen noch an

Somit wurde zusätzlich zur Sanierung der Reinhard-Fieser-Brücke als reines Brückenbauwerk auch ein erster, stimmiger Bauabschnitt innerhalb der kompletten Platzgestaltung im Rahmen der vereinbarten Bauleistung umgesetzt. Dabei wurden die Anschlussbereiche bis zur Umsetzung der weiteren Bauabschnitte provisorisch angeglichen. Die denkmalhistorischen Vasen befinden sich derzeit nach Feststellung von bauschädlichen Salzen innerhalb des Baukörpers zur erneuten Kompression bei der restaurierenden Firma. Nach Abschluss eines weiteren Entsalzungszyklus können diese dann final restauriert und auf den Brückenköpfen aufgestellt werden.

Darüber hinaus mussten lieferbedingt die finale Schutzschicht inklusive Montage der Schriftzüge „Reinhard-Fieser-Brücke“ auf den Brüstungen verschoben werden. Sobald alle Materialien angeliefert sind, werden diese in einem Zeitraum von insgesamt rund drei Wochen an den Brüstungen verarbeitet. Dies kann durch eine temporäre Sperrung der Brüstungsbereiche erfolgen, ohne den Fußgängerverkehr oder ähnliches zu beeinträchtigen. Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich auf insgesamt 3,75 Millionen Euro, wovon 852.700 Euro durch Fördermittel gedeckt sind. Die zwei beweglichen Poller, die künftig den Verkehr zur Kreuzstraße regeln sollen, gehen noch im Juli in Betrieb.