Pressearchiv

Schüler melden sich im Unterricht
© Kzenon - Fotolia

Schul- und Kitastart: Maßnahmen für einen sicheren Betrieb

Baden-Baden (20.09.2021). Die Schulen und Kindertageseinrichtungen sind nach der Sommerpause in das das neue Schul- und Kitajahr gestartet. Bei einem Pressegespräch erläuterte Bürgermeister Roland Kaiser gemeinsam mit Vertretern des städtischen Fachbereich Bildung und Soziales welche Maßnahmen die Stadt ergreift, um einen möglichst reibungslosen Ablauf in den Einrichtungen zu gewährleisten.

Zielsetzung der Stadtverwaltung

„Unsere oberste Priorität ist es die Schulen und Kitas offen zu halten“, erklärte Bürgermeister Kaiser die Zielsetzung der Stadtverwaltung. Die sich über die Sommerferien ergebenen Änderungen der Corona-Verordnung würden bereits umgesetzt. Auch die Koordination mit den freien Trägern funktioniere sehr gut und ermögliche eine einheitliche Vorgehensweise in allen Kindertageseinrichtungen im Stadtkreis.

„Wir sind gut in das neue Schul- und Kitajahr gestartet und hoffen, dass das so bleibt“, zeigte sich Kaiser zuversichtlich. Darüber hinaus verwies er auch nochmals auf das Kreisimpfzentrum im Kurhaus. Bis zum 25. September könne dort noch von dem unkomplizierten Impfangebot Gebrauch gemacht werden.

PCR-Pool-Reihentestung

Steffen Miller, Leiter des Fachgebiets Kindertagesbetreuung, berichtete über die Teststrategie im Bereich der Kindertageseinrichtungen. Nach den Sommerferien müssten die Kinder zweimal wöchentlich einen Nachweis über einen zuhause durchgeführten Selbsttest erbringen. Beschäftigte, die nicht geimpft sind, müssten sich täglich testen lassen.

Künftig sei in den Kitas eine PCR-Pool-Reihentestung mittels kindgerechter Lollitests geplant. Bei der Lolli-Methode würden alle Proben einer Gruppe in einem Sammelröhrchen gesammelt. Die Pool-Probe werde dann mittels des sehr zuverlässigen PCR-Verfahren untersucht. Der Start sei für Ende September geplant.

Beschaffung von Raumlufttechnischen Anlagen

Darüber hinaus informierte er über die städtischen Planungen zur Beschaffung von Raumlufttechnischen Anlagen. Derzeit würde die Ausschreibung durchgeführt. Die Stadt plane für Schulen und Kitas Anlagen im Wert von 5,2 Millionen Euro anzuschaffen. Diese würden zu 80 Prozent vom Bund gefördert, so dass für die Stadt Kosten in Höhe von etwa einer Million Euro anfallen würden.

Bis der Einbau der Anlagen erfolge, würden zur Überbrückung mobile Raumluftgeräte eingesetzt werden. Eine weitere Maßnahme sei der Einsatz von CO2-Ampeln. Dies sei in allen Kita-Räumen und Klassenzimmern vorgesehen. Die Beschaffung der CO2-Ampeen sowie der mobilen Raumluftgeräte würde vom Land gefördert.

Teststrategie an den Schulen

Annemarie Harrer, Leiterin des Fachgebiets Schule und Sport, informierte über die Teststrategie an den Schulen. Derzeit würden zwei Tests pro Woche durchgeführt. Ab dem 27. September seien drei Tests pro Woche vorgeschrieben. Die Schnelltests würden weiterhin vom Land geliefert und bezahlt. Beim Auftreten eines positiven Testes in einer Klasse oder Lerngruppe, müssten die Schüler sich fünf Tage lang täglich testen.

Die Testpflicht gelte allerdings nicht für immunisierte Schüler. Zudem müssten sich seit 13. September alle Beschäftigten in Schulen, die nicht geimpft oder genesen sind, täglich testen. Abschließend ging Harrer noch auf die Lernförderprogramme „Rückenwind“ und „BaBaLu“ ein, die Schüler bei der Aufarbeitung von Lernlücken unterstützen sollen.