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Neuer Rekord bei Briefwahlanträgen

Baden-Baden (20.09.2021). Bei der bevorstehenden Bundestagswahl wird Baden-Baden einen neuen Rekord an Briefwählern verzeichnen. Zwar steigt die Zahl der Briefwähler seit Jahren stetig an, doch dieses Jahr stellt die Zahl der Anträge alle bisherigen Wahlen in den Schatten.

38 Prozent der Wahlberechtigten

Zählte das Wahlamt bei der Bundestagswahl 2013 exakt 8.645 Briefwahlanträge, das waren rund 22 Prozent der Wahlberechtigten, waren es bei der Bundestagswahl 2017 bereits 10.197 Anträge und somit immerhin schon 26,3 Prozent der Wähler. Am Donnerstagabend, 16. September, lagen dem Wahlamt um 16 Uhr bereits 14.400 Anträge zur Bundestagswahl und 14.300 Anträge zum Bürgerentscheid Fieserbrücke vor.

Bei rund 38.000 Wahlberechtigten im Stadtkreis haben damit inzwischen schon rund 38 Prozent der Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Diese Zahl wird sich noch erhöhen. Die Zahl der Wahlberechtigten beim Bürgerentscheid ist höher und liegt bei rund 42.900 Wahlberechtigten.

Personelle und logistische Herausforderung

Das bedeutet für Ute Hasel und ihre Mitarbeiter im Wahlamt eine enorme personelle und logistische Herausforderung, zumal diesmal der Bürgerentscheid noch hinzukommt. Eine Mammutaufgabe, die ohne zahlreiche Überstunden nicht geschultert werden kann. Zu berücksichtigen ist zudem, dass das Auszählen der Stimmen am Wahlsonntag den vielen ehrenamtlichen Helfern in den Wahllokalen einen hohen Einsatz abverlangt.

Diese Entwicklung bei der Briefwahl ist nicht zuletzt den Umständen der Corona-Pandemie geschuldet. Die Stimmabgabe per Briefwahl ist also längst nicht mehr die Ausnahme. Viele Wähler nutzen die Möglichkeit und sparen sich so den Gang in das Wahllokal. Dabei war die Briefwahl ursprünglich dafür gedacht, Menschen die Stimmabgabe zu ermöglichen, die aufgrund von Krankheit oder körperlicher Beeinträchtigung verhindert waren.