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Bilanz und Ausblick der städtischen Demenzkampagne

Baden-Baden (11.11.2021). Nach dem Motto „Begleite mich - in meine Welt“ führt der städtische Pflegestützpunkt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerkpartnern seit 2014 Demenzkampagnen mit unterschiedlichen Veranstaltungen durch.

Unsicherheit in der Begegnung im Alltag

Demenz ist in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor ein Tabuthema. Überforderung in den betroffenen Familien spielt ebenso eine Rolle wie Unsicherheit in der Begegnung im Alltag. Die Arbeitsgruppe der Demenzkampagne hat die Veranstaltungen den Einschränkungen durch die andauernde Pandemie angepasst. Der geplante Start im Mai war aufgrund dessen leider nicht möglich.

Der Vortrag zum Thema „Menschenwürde und Scham“ von Dr. Stefan Marks wurde kurzerhand in den Herbst verlegt. Für pflegende Angehörige wurde neben der jährlichen Schulungsreihe zum Umgang mit Menschen mit Demenz, ein Wohlfühlabend zur Selbstsorge, eine Infoveranstaltung mit dem Thema „Was tun, wenn das Geld für die Pflege nicht reicht?“, ein Vortrag zur palliativen Begleitung und ein ganztägiges Kommunikationsseminar angeboten.

Gelegenheit zum Austausch zwischen Angehörigen

Eine neue Gelegenheit zum Austausch zwischen Angehörigen, die sich neu in dem Thema Demenz versuchen zurecht zu finden und Menschen, die sich schon länger kümmern und eine betroffene Person versorgen, war das sogenannte „Couchgespräch“. Der Vortrag von Dr. Peter Ullrich „Solang ich lebe, fühle ich!“ und das professionelle Deeskalationsmanagement „Gewalt fängt nicht beim Schlagen an“ waren schon für das Jahr 2020 geplant und konnten nun in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Berufsgruppenschulung zum Umgang mit Menschen mit Demenz war als „Klassiker“ der Kampagne ebenso mit im Programm.

„Austausch und Information sind gerade in Zeiten von Beschränkungen sehr wichtig. Wir konnten die Menschen endlich wieder zum Austausch zusammenbringen. Die Veranstaltungen waren bei teilweise reduzierter Teilnehmerzahl in der Regel immer ausgebucht. Das zeigt deutlich, wie wichtig und hilfreich Kommunikation für alle Seiten ist“, so Tanja Fröhlich, Koordinatorin der Kampagne. „Wir alle sind sehr froh, dass 2021 fast alle geplanten Programmpunkte tatsächlich durchgeführt werden konnten“, ergänzt die Mitarbeiterin des städtischen Pflegestützpunktes.

Für 2022 laufen aktuell die Planungen. Die Arbeitsgruppe der Demenzkampagne hat beschlossen, erst im Juni 2022 mit den Veranstaltungen zu starten. Im Mittelpunkt werden Vorträge, Schulungen und Aktivitäten im Freien stehen. So kann trotz dem reduzierten Zeitrahmen eine große Anzahl an Interessierten angesprochen werden.

Weitere Informationen

Die Arbeitsgruppe der Demenzkampagne setzt sich zusammen aus der Altenpflegefachschule Robert-Schuman-Schule, der Alzheimer Gesellschaft, dem Ambulanten Hospizdienst, der Arbeiterwohlfahrt, dem Caritasverband, dem Deutschen Roten Kreuz, der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Klinikum Mittelbaden. Fester Netzwerkpartner der Kampagne ist PaTe, das Palliativ Team Mittelbaden e.V. Die Federführung obliegt dem städtischen Pflegestützpunkt.

Für Fragen steht der städtische Pflegestützpunkt unter der Rufnummer 07221 93-1492 sowie per E-Mail an zur Verfügung. Weitere Infos sowie das neue Programmheft (ab Mai 2022) finden Sie unter www.demenzkampagne.baden-baden.de.