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Gedenkstein mit dem Text: "Linde; 19. März 1997; Tag des Baumes; Schule Haueneberstein; Nachpflanzung". Der Text steht auch auf Französisch.
(c) Werner Schmoll Der Gedenkstein und die Sommerlinde (Nachpflanzung) in der Cité symbolisieren die nach wie vor engen freundschaftlichen deutsch-französischen Beziehungen. Die damalige Baumpflanzung jährt sich am 19. März zum 25. Mal.

25 Jahre deutsch-französische Freundschaftslinde in der Cité

Sommerlinde und Gedenkstein vor einem WohnhausBild vergrößern
(c) Werner Schmoll

Baden-Baden (16.03.2022). Am 19. März dieses Jahres jährt sich zum 25. Mal die Pflanzung einer Sommerlinde, die als Zeichen der engen freundschaftlichen Verbindungen zwischen der Grundschule Haueneberstein und ihrer Partnerschule, der Ecole Paris, in der Breisgaustraße in der Cité, 1997 gepflanzt wurde. „Gerne nimmt unsere Schule dieses Datum zum Anlass, sich dankbar an diese wichtige Zeit zu erinnern“, betont Heike Walz-Fettig, Rektorin der Grundschule Haueneberstein kurz vor dem Jubiläum. Schließlich sei man „über viele Jahre hinweg in zahlreichen unterrichtlichen Begegnungen, gemeinsamen Hüttenaufenthalten, Fastnachtspartys, Sportveranstaltungen und Ausflügen immer weiter zusammengewachsen“.

Die letzte französische Grundschule der Garnison Baden-Baden war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1999 in einem Seitenflügel des Lycée Charles de Gaulle untergebracht. „Auch Eltern und Schüler erinnern sich gerne an das gemeinsame Kochen mit französischen Vätern und Müttern bei Hüttenaufenthalten ihrer Kinder im Else-Stolz-Heim. Highlight bei den Lehrern war ein gemeinsames Wochenende mit dem Kollegium der Ecole Paris in München“, weiß Walz-Fettig weitere Details zu berichten.

Anlass für die Baumpflanzung

Anlass für die Baumpflanzung am 19. März 1997 – gleichzeitig auch der „Tag des Baumes“ – war der damals durch Staatspräsident Jacques Chirac angekündigte Abzug der französischen Streitkräfte aus Baden-Baden. Die Kinder setzten deshalb mit Hilfe ihrer Lehrer ein Schreiben an den Chef der französischen Streitkräfte in Deutschland, General Claude Bénito, und an den damaligen Oberbürgermeister Ulrich Wendt auf, in dem sie den angekündigten Weggang ihrer französischen Freunde bedauerten.

Bénito schrieb damals zurück: „Mit sehr großer Freude habe ich Euren schönen Brief bekommen, den Ihr mit dem Baum, dem Symbol unserer Freundschaft, und den netten Fotos vor dem Straßburger Münster geziert habt.“ Bis heute ist diese Zeit im Gedächtnis der Schule, der Kinder, der Eltern und der Lehrkräfte, die damals die Partnerschaft organisierten und mit Leben erfüllt hatten.

Weiter in enger Verbindung

Auch nach dem Abzug der Franzosen aus Baden-Baden blieb man weiter in enger Verbindung. So organisierten der ehemalige Direktor der Ecole Paris, Bernard Monteil, und der für die deutsch-französischen Kontakte verantwortliche Lehrer, Werner Schmoll, über viele Jahre hinweg einen regen Austausch mit der Ecole Jaques Prévert im zentralfranzösischen Guéret, der neuen Schule von Direktor Monteil nach seiner Versetzung ins Département Creuse. Dort setzte man nicht nur die Tradition der deutsch-französischen Begegnungen fort, sondern pflanzte auch einen weiteren Partnerschaftsbaum vor dem Eingang der Schule.

„Corona-bedingt können wir den ‚runden‘ Geburtstag unseres Partnerschaftsbaumes leider nicht in Präsenz in der Cité Bretagne feiern. In der Tradition der Feier vom 19. März 1997 stiftet die Deutsch-Französische Gesellschaft Baden-Baden aber wieder Brezeln und Getränke für unsere Schülerinnen und Schüler, für die das Thema der deutsch-französischen Tradition unserer Schule im Französischunterricht neu aufbereitet werden wird“, so Heike Walz-Fettig abschließend.