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Volker Dey (Fachgebiet Vermessung), Jürg Pulfer und Thomas Maier (Fachgebiet Vermessung) vor dem Messfahrzeug.
Volker Dey (Fachgebiet Vermessung), Jürg Pulfer und Thomas Maier (Fachgebiet Vermessung) vor dem Start der Messfahrt.

Messfahrzeug auf der Schwarzwaldhochstraße im Einsatz

Baden-Baden (21.03.2022). Die Stadt Baden-Baden hat zur Vermessung eines Streckenabschnitts der Schwarzwaldhochstraße ein modernes Messfahrzeug eingesetzt. Das mobile Vermessungssystem ermöglicht die Datenerfassung während der Fahrt und erhöht so die Sicherheit der Mitarbeiter.

Messfahrzeug im EinsatzBild vergrößern
Zur Vermessung eines Streckenabschnitts der Schwarzwaldhochstraße war ein modernes Messfahrzeug im Einsatz.

360-Grad Aufnahmen zur Dokumentation der Umgebung

Das Fahrzeug des Deutsch-Schweizerischen Unternehmens Allnav war bereits zum zweiten Mal in Baden-Baden im Einsatz. Es hat ein Laserscannersystem auf dem Dach montiert und verfügt über mehrere Kameras, die 360-Grad Aufnahmen zur Dokumentation der Umgebung anfertigen. Allnav-Ingenieur Jürg Pulfer fuhr den 2,8 Kilometer langen Streckenabschnitt auf der Schwarzwaldhochstraße insgesamt zwei Mal ab.

Dabei tasteten die Laserscanner die Oberflächen der Umgebung in einem Raster aus Einzelpunkten ab. Das Ergebnis ist eine Punktwolke aus vielen Millionen von Einzelpunkten in 3D-Koordinaten. Im Vorfeld hatte das städtische Fachgebiet Vermessung und Geoinformation Passpunkte auf der Fahrbahn markiert, welche es später ermöglichen die Aufnahmen lagerichtig im Koordinatensystem zu verorten.

Mehr Sicherheit für die Mitarbeiter

„Das Verfahren lohnt sich erst ab einer gewissen Streckenlänge. Ab dann hat es aber mehrere Vorteile gegenüber klassischen Vermessungsmethoden“, erklärt Volker Dey vom Fachgebiet Vermessung und Geoinformation. Dabei sei vor allem der Sicherheitsaspekt hervorzuheben. Bei der herkömmlichen Vermessung seien umfassende Sicherheitsvorkehrungen erforderlich, da sich Mitarbeiter entlang der stark befahrenen Straße bewegen müssten. „Es wären Straßensperrungen oder der Einsatz eines Sicherungsfahrzeugs notwendig, was zusätzliche Kosten verursacht“, so Dey weiter. Das Messfahrzeug könne auch bei hoher Fahrgeschwindigkeit detaillierte Daten erfassen. Das mindere das Risiko für die Mitarbeiter und spare darüber hinaus Zeit im Außeneinsatz.

Dafür ist im Nachhinein etwas mehr Zeit im Büro notwendig. Die detaillierte Messung liefert eine große Menge an Daten, die das Fachgebiet Vermessung und Geoinformation anschließend aufbereitet. Der exakte Plan der Straße, inklusive der 360-Grad Bilder, ermöglicht dann die Erzeugung eines Geländemodells, in dem weitere Planungen vorgenommen werden können.