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Schüler und Schülerin arbeiten an einem 3D-Drucker

3D-Druck bereichert Bildungsangebot der Louis-Lepoix-Schule

Baden-Baden (28.04.2022). Ab dem kommenden Schuljahr 2022/2023 gibt es an der Louis-Lepoix-Schule etwas Neues. „Was auf dem Papier nach einer schlichten Umfirmierung aussieht, ist in der Praxis jedoch eine Bildungsrevolution“, so Fachbereichsleiter Volker Schuh zur anstehenden Überführung der bisherigen Abteilung „Vorqualifizierung Arbeit und Beruf“ in die „Ausbildungsvorbereitung“ (AV). „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler dazu bringen, jeden Tag zur Schule zu kommen – nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie es wollen“.

Ein häufiges „Unterrichtskonstrukt“ sei nach wie vor der Frontalunterricht. „In der AV werden die Schüler jedoch selbst zu Konstrukteuren ihrer Lernprozesse“, so Schuh. Gemeint ist, dass Fach, Thema, Zeitpunkt, Dauer und Niveaustufe einer Aufgabe in Zukunft selbst von den Schülern bestimmt werden können. Lehrkräfte interagieren, beraten und unterstützen die Lernenden im Rahmen einer individuellen Förderung.

Ab dem kommenden Schuljahr 3D-Druck im Angebot

Nicht nur bei der Auswahl des Lerngegenstands, sondern auch im praktischen Bereich haben AV-Schüler zukünftig die Qual der Wahl. Zu den bereits etablierten Lernfeldern Farbtechnik und Raumgestaltung, Körperpflege und Nahrung gesellt sich im kommenden Schuljahr der Bereich der additiven Fertigungstechnik, im Allgemeinen auch 3D-Druck genannt.

Schuh sieht die Aufgabe der Schule allem voran in der Vorbereitung auf die Anforderungen der Berufswelt: „Um betriebliche Abläufe möglichst authentisch abzubilden, verbinden wir einzelne Fächer und Fachbereiche zu interdisziplinären Projekten. In der Vorweihnachtszeit werden sich die Schüler beispielsweise in der Herstellung von Schokolade üben können, für die sie vorab eine Gussform am 3D-Drucker angefertigt haben. Danach gestalten sie eine ansprechende Umverpackung und berechnen den Verkaufspreis, falls sie nicht alles selbst aufessen möchten“, so der Pädagoge, der bei der Arbeit mit den Schülern von einem Team aus Lehrkräften und dem Jugendberufshelfer unterstützt wird.

Kontinuierliches Betriebspraktikum eingebunden

Auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. „Schüler gehen in der Regel lieber zur Schule, wenn sie einen guten Draht zum Lehrer haben“, meint der gebürtige Karlsruher. Deshalb sei es wichtig, dass sie nicht mit zu vielen unterschiedlichen Lehrkräften zu tun haben. „Je mehr Zeit ich als Lehrperson mit Schülern verbringe, umso mehr gelingt es mir, sie gezielt zu fördern und auf ihre Bedürfnisse einzugehen“.

Gespickt wird das Ganze von einem kontinuierlichen Betriebspraktikum, bei dem die Heranwachsenden Berufsluft schnuppern und erste Erfahrungen sammeln können. Das Praktikum habe einen zentralen Stellenwert, denn es sei eine „Win-Win-Situation für Betrieb und Schüler zugleich“. Zweitgenannte können erste Erfahrungen in ihren Wunschberufen sammeln, gleichzeitig lernen Firmen potenzielle Auszubildende kennen. Wie bei der bisherigen Vorqualifizierung Arbeit und Beruf wird es auch in der neuen Ausbildungsvorbereitung möglich sein, einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Bildungsabschluss an der Louis-Lepoix-Schule zu erlangen.

Weitere Informationen

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen erhalten Interessierte auf der Schul-Webseite: www.LLS-bad.de.