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Sven Menzel (GSE), Markus Brunsing und Alexander Uhlig halten ein Modell für die Kreisel-Gestaltung in der Hand.
Sven Menzel (GSE), Markus Brunsing und Alexander Uhlig stellten das Konzept für die Kreisel-Gestaltung vor (von links).

Kreisel-Gestaltung am Charles-de-Gaulle-Platz vorgestellt

Baden-Baden (21.04.2022). Als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft haben französische Landschaftsarchitekten das Konzept für die Gestaltung des Kreisels am neuen Charles-de-Gaulle-Platz in Oos ausgearbeitet. Die Einweihung des Kreisverkehrs ist für den diesjährigen Tag der Städtebauförderung am 14. Mai vorgesehen.

Symbol der deutsch-französischen Freundschaft

Bei einem Pressegespräch stellte Erster Bürgermeister Alexander Uhlig gemeinsam mit Vertretern der Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung und der städtischen Fachgebiete Tiefbau sowie Park und Garten den Entwurf für die Gestaltung der Kreiselmitte vor. Der zentrale Bereich des Kreisverkehrs am neuen Charles-de-Gaulle-Platz soll als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft basierend auf den Gestaltungsideen französischer Landschaftsarchitekten angelegt und bepflanzt werden.

Das Baden-Badener Gartenamt pflegt schon seit vielen Jahrzehnten enge freundschaftliche Verbindungen zu den Organisatoren des Rosenneuheitenwettbewerbs im Parc de Bagatelle im Pariser Bois de Boulogn. So gelang es, die französischen Kollegen und das Rathaus in Paris für die Idee zu begeistern, in Oos unweit des Babo-Hochhauses eine französische Gartengestaltung zu realisieren.

Planungsworkshop in Baden-Baden

Ein Modell des neuen Kreisverkehrs.Bild vergrößern

Bei einem Planungsworkshop in Baden-Baden erarbeiteten die Pariser Pflanzenexperten Jean-Pierre Lelièvre und Erik Benoit im Februar dieses Jahres gemeinsam mit Bernd Angstenberger und Markus Brunsing vom Gartenamt Ideen für die Gestaltung der Kreiselmitte. Diese Planungen vertiefte das Fachgebiet Park und Garten weiter und stimmte sie immer wieder per Email mit den Pariser Kollegen ab.

Die Grundidee der französischen Landschaftsarchitekten sieht vor, ein Motiv aus dem berühmten historischen Rosengarten im Bois de Boulogne in einem modernen Stil nach Baden-Baden zu übertragen. Es handelt sich um sogenannte „Rosen-Girlanden“, bei denen Rosen an Ranksäulen, die durch Seile verbunden sind, gezogen werden, so dass ein Bild von blühenden Girlanden entsteht. Insgesamt werden fünf Girlanden konzentrisch angeordnet und somit aufsteigend zur Kreiselmitte den Kreisverkehr auf dem Charles-de-Gaulles-Platz schmücken.

Französische und deutsche Rosenzüchtungen

Dabei finden - anders als beim historischen Pariser Vorbild - keine Holzstützen, sondern Corten-Stahlstützen als typisches Element der zeitgenössischen Pariser Landschaftsarchitektur im öffentlichen Raum Verwendung. Das Baden-Badener Gartenamt überprüfte die Proportionen des Kreisels und der Rosen-Girlanden an einem Modell und mit Mustern vor Ort. Demnach steigen die Säulen mit Höhen von 55, 100 und 190 Zentimetern zur Mitte auf.

An den Stützen und Girlanden erfolgt die Pflanzung sogenannter „Rambler-Rosen“, die mit ihren kleinen Blütenbüscheln und biegsamen Trieben einen Sondertyp der Kletterrosen darstellen und für Ranksäulen und Girlanden besonders gut geeignet sind. In Absprache mit den Pariser Kollegen kommen sowohl französische als auch deutsche Rosenzüchtungen aus der Zeit von 1825 bis zu aktuellen Rosenneuheiten, die bei den Neuheitenwettbewerben in Paris und Baden-Baden gekürt wurden, zum Einsatz.

Prächtiges Gesamtbild

Der neue Keisverkehr vor dem Babo-Hochhaus in Oos. Bild vergrößern

Durch das ineinander Wachsen und Verweben der unterschiedlichen Rosenzüchtungen entsteht ein gemeinsames Erblühen deutscher und französischer Rosen zu einem prächtigen Gesamtbild, das vor allem im Juni einen Blütenhöhepunkt bilden wird. Insgesamt werden 36 Ramblerrosen in 13 verschiedenen Sorten in den Farben Violett, Purpur, Apricot, Burgunderrot, Cremeweiß und Zitronengelb gepflanzt.

Wegen des Winteraspekts legen Jean-Pierre Lelièvre und Erik Benoit besonderen Wert auf einen immergrünen Rahmen entlang des Außenkreises, der durch grüne Bärenfell-Schwingelgräser gebildet wird. Die fünf Kreissegmente zwischen den Rosengirlanden sollen mit Stauden bepflanzt werden, darunter Astern, Iris, Katzenminze und Storchschnabel. Diese bringen vor allem vor und nach der Rosenblüte Farbe in die Kreiselmitte. Nachdem Einbau des Rosensubstrats folgt in Kürze die Errichtung der Fundamente für die Ranksäulen.