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Überfahrener Salamander
(c) Antonius Balzert Alle Jahre wieder kommen während der Laichzeit im Bereich der Solmsstraße Amphibien zu Tode, da vor allem auch Autofahrer die Absperrungen missachten.

Verkehrstote Amphibien auf der Solmsstraße

Baden-Baden (05.04.2022). Im Bereich der Solmsstraße liegen die bedeutsamstem Amphibienlaichgewässer des Stadtgebiets. Unzählige Grasfrösche, Erdkröten, Feuersalamander und Molche müssen diese Straße überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu kommen.

Die Tiere machen sich bereits in der Dämmerung auf den Weg. Seit einigen Jahren ist deshalb während der Laichzeit die Sperrzeit um zwei Stunden vorverlegt. Die Straße wird in dieser Zeit bereits um 19 Uhr gesperrt. An der Klinik Dr. Dengler wird die Schranke geschlossen und im oberen Bereich stellen freiwillige Helfer des BUND mobile Sperren auf die Straße. Die Helfer versuchen auch, die schon dort angekommenen Tiere vor dem Verkehr zu retten, da diese an trüben Tagen bereits vor 19 Uhr auf der Straße sind.

Autofahrer missachten Absperrungen

„Trotzdem kommen in der Solmsstraße fast jeden Abend Amphibien ums Leben. Autofahrer missachten die Absperrungen, umfahren diese oder schieben sie zur Seite. Täglich werden die mobilen Sperren an einem anderen Ort vorgefunden. Die Schranke an der Klinik Dr. Dengler wurde sogar gewaltsam entfernt um die Durchfahrt zu erzwingen“, beklagte Simone Stollenmaier vom städtischen Fachgebiet Forst und Natur bei einem kürzlich stattgefundenen Pressetermin.

Das Forstamt hat daraufhin die Polizei und den Gemeindevollzugsdienst aufgefordert, die Einhaltung der Sperrzeiten verstärkt zu kontrollieren und zu ahnden.