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Gruppenfoto: Reinhold Malassa, Bürgermeister Roland Kaiser, Elke Zimmer MdL, Peter Westermann und Hans-Peter Behrens MdL präsentieren das neue Hinweisschild (von links).
Reinhold Malassa, Bürgermeister Roland Kaiser, Elke Zimmer MdL, Peter Westermann und Hans-Peter Behrens MdL präsentieren das neue Hinweisschild (von links).

Weitere Maßnahmen zur Lärmprävention an der B500

Baden-Baden (11.04.2022). Straßenverkehr ist seit langem die dominierende Lärmquelle in Deutschland. Hierbei spielen Motorengeräusche eine erhebliche Rolle. In Baden-Baden ist davon besonders die Schwarzwaldhochstraße B500 betroffen. Die Stadtverwaltung Baden-Baden ist sich dieser Problematik bewusst und geht aktiv dagegen vor.

Bei einem Pressetermin an der Schwarzwaldhochstraße stellte Bürgermeister Roland Kaiser gemeinsam mit der Staatsekretärin im Landesverkehrsministerium, Elke Zimmer MdL und Peter Westermann von der Verkehrspolizeiinspektion Offenburg verschiedene Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Lärmprävention an der B500 vor. Dazu gehören unter anderem neue Hinweisschilder und ein weiterer Mess-Anhänger zur Geschwindigkeitsmessung.

Lärm durch Motorräder hat zugenommen

Bürgermeister Kaiser erklärte, dass der von Motorrädern ausgehende Lärm in den vergangenen Jahren zugenommen habe. Bei der Bekämpfung setze die Stadt auf eine Kombination aus präventiven Maßnahmen und Kontrollen.

Staatsekretärin Zimmer verwies auf die in den letzten Jahren gestiegenen Zulassungszahlen von Motorrädern. Sie machte deutlich, dass eine Zusammenarbeit aller betroffenen Stellen notwendig sei, um das Thema Lärm anzugehen. Daher freute sie sich, dass Vertreter der Landesregierung, des Landtags, der Polizei und der Stadt zu diesem Termin zusammengekommen seien.

Neue Hinweisschilder an der Malschbacher und Beuerner Straße

An der ersten Station an der Malschbacher Straße erfolgte die Montage eines neuen Hinweisschildes. Das Fahrverhalten des Fahrzeugführers bestimmt neben technischen Aspekten maßgeblich die Lärmentwicklung beim Motorradfahren. Um dies in das Bewusstsein der Motorradfahrer zu rücken, hat der ADAC mit Unterstützung des Innenministeriums Baden-Württemberg, der Aktionsgemeinschaft „Gib Acht im Verkehr“ und der Polizei Baden-Württemberg Lärmhinweisschilder entworfen.

Reinhold Malassa vom ADAC Südbaden e.V. stellte das Motiv, das ab sofort in Baden-Baden zu sehen ist vor. Die beiden Hinweisschilder mit der Aufschrift „Respekt zeigen. Leise fahren! Danke!“ sind an der Beuerner Straße und an der Malschbacher Straße jeweils stadtauswärts platziert.

Neuer Mess-Anhänger zur Geschwindigkeitskontrolle

An der zweiten Station am Parkplatz Helbingfelsen präsentierte das städtische Fachgebiet Straßenverkehr den neuen Mess-Anhänger zur Geschwindigkeitskontrolle. Die Geschwindigkeitsüberwachung ist eine effektive Lärmminderungsmaßnahme im Straßenverkehr. Insbesondere in den Sommermonaten kommt es durch die sogenannte „Poserszene“ zu überhöhten Geschwindigkeiten auf diesem Streckenabschnitt. Hier soll künftig ein neuer Enforcement Trailer helfen.

Er ist technisch identisch mit dem bisherigen Mess-Anhänger, der sich bereits seit 2018 im Einsatz befindet. Das Besondere ist, dass es möglich ist die beiden Geräte miteinander zu verknüpfen und so künftig auch Motorräder zu kontrollieren. Der Enforcement-Trailer ermöglicht langfristige oder permanente Geschwindigkeitsmessung in vielen Straßen. Der Vorteil hierbei ist, dass das System ohne Personal Bilder produziert.

Hans-Peter Behrens MdL, Elke Zimmer MdL, Bürgermeister Roland Kaiser und Klaus-Dieter Dziekan mit dem neuen Enforcement-Trailer (von links).Bild vergrößern
Hans-Peter Behrens MdL, Elke Zimmer MdL, Bürgermeister Roland Kaiser und Klaus-Dieter Dziekan mit dem neuen Enforcement-Trailer (von links).

Initiative „Leiser“ von Land und Kommunen

Abschließend ging Kaiser noch auf das weitere Engagement der Stadt zur Lärmprävention ein. Aus dem umfangreichen Maßnahmenpaket hob er dabei insbesondere die Initiative „Leiser“ hervor, zu deren Sprechern er gehöre.

Die gemeinsam von Land und Kommunen ins Leben gerufene Initiative bestehe seit 2019. Unter Federführung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg sei ein aktueller Forderungskatalog an den Bund gerichtet worden, um sowohl beim Bund, als auch der Europäischen Union wichtige Veränderungen zu initiieren.