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Gruppenfoto: Vertreter der Stadt, der beteiligten Einrichtungen und des beauftragten Labors. Darunter auch Bürgermeister Roland Kaiser
PCR-Lolli-Pooltestverfahren war ein voller Erfolg. Darüber waren sich die Vertreter der Stadt, der beteiligten Einrichtungen und des beauftragten Labors einig.

Positives Fazit des PCR-Lolli-Pooltestverfahrens in Kitas

Baden-Baden (02.06.2022). Zur Vermeidung von Corona-Virus Infektionsclustern in Baden-Baden hat die Stadtverwaltung im September 2021 ein PCR-Lolli-Pooltestverfahren in allen 34 Kindertageseinrichtungen und einer Kindertagespflege gestartet. Bei einem Pressegespräch zog die Stadt gemeinsam mit den Einrichtungen und dem beauftragten Labor ein positives Fazit des Projekts.

Bürgermeister Roland Kaiser bedankte sich bei den Kita-Trägern und dem LADR Labor Baden-Baden für die gute Kooperation. Der Stadtkreis Baden-Baden habe sich bereits lange vor der landesweiten Testpflicht um die Einführung eines einheitlichen und trägerübergreifenden Testangebots bemüht. Ziel sei es dabei gewesen die Einrichtungen verantwortungsbewusst offen zu halten und Infektionscluster zu verhindern. Mit Hilfe des einfachen und sicheren Pooltestverfahrens sei dies gelungen.

Omikron-Variante war besonders große Herausforderung

Anschließend blickte der Leiter des städtischen Fachgebiets Kindertagesbetreuung, Christoph Rukavina-Gruner, auf den vergangenen Herbst und Winter zurück. Die Bewältigung sei kein Sprint, sondern vielmehr ein Marathon gewesen. Vor allem das Aufkommen der Omikron-Variante zu Beginn des Jahres habe sich als eine besonders große Herausforderung erwiesen. Rukavina-Gruner dankte den Eltern, den Eirichtungen und dem Labor für die gute Kommunikation.

Die Vertretenden der verschiedenen Kita-Träger Caritasverband, AWO, Waldorfkindergarten sowie der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde zogen ebenfalls eine positive Bilanz. Die Organisation über die Stadt hätte die Einrichtungen in ihrer täglichen Arbeit entlastet und den Schutz der Kinder und Mitarbeitenden erhöht. Darüber hinaus habe die einheitliche Vorgehensweise im gesamten Stadtkreis für eine hohe Akzeptanz des Angebots gesorgt.

Verfahren in Baden-Baden diente als Vorbild

Lars Gaigalat und Thomas Schenk vom LADR Laborzentrum bedankten sich für die positiven Rückmeldungen. Die beiden betonten, dass sich der Laborverbund stets der besonderen Verantwortung gegenüber den Familien und Einrichtungen bewusst gewesen sei. Die flächendeckende Testung sei als Pilotprojekt für das deutschlandweit tätige Unternehmen gestartet. Dabei habe sich schnell gezeigt, dass das Verfahren als Vorbild für weitere Kommunen diene.

Neben der Freude über die vielen positiven Rückmeldungen zum Testverfahren waren sich alle beteiligte Personen allerdings auch darüber einig, dass noch niemand sagen könne was im nächsten Herbst auf die Einrichtungen zukomme. Das Fachgebiet Kindertagesbetreuung versicherte allerdings, dass es sich wieder um eine einheitliche und trägerübergreifende Lösung bemühe, sofern die Notwendigkeit einer erneuten Teststrategie vonnöten sei.

Förderung von Kindern und Jugendlichen nach der Pandemie

Abschließend machte Marina Kronberg, stellvertretende Leitung des Fachgebiets Kindertagesbetreuung, noch auf die Förderung von Kindern und Jugendlichen nach der Pandemie durch verschiedene Förderprogramme aufmerksam. Lange Kita- und Schulschließungen hätten die Alltagsstruktur von Kindern und Jugendlichen deutlich verändert. Daher sei es nun besonders wichtig, sie zu stärken und möglichen Auswirkungen entgegenzuwirken.

„Jetzt sind wir dran“ laute daher der Titel einer neuen Angebotsreihe des Scherer Kinder- und Familienzentrums/Mehrgenerationenhaus für Kinder, Jugendliche und Familien. Das neue Programm biete eine Vielzahl von Veranstaltungen, die sich an unterschiedliche Altersgruppen richten. Das Programmheft steht auf der Webseite des Familienzentrums zum Download bereit: www.familienzentrum-baden-baden.de.

Wie funktioniert das PCR-Lolli-Pooltestverfahren?

So lief das Pooltestverfahren ab: Die Probenahme erfolgte zweimal in der Woche morgens direkt in den Einrichtungen. Dabei lutschten Kinder und Betreuungspersonal für 30 Sekunden an einem Tupfer wie an einem Lolli. Alle Proben wurden dann in einem gemeinsamen Röhrchen, dem sogenannten Pool gesammelt. Ein Lieferdienst brachte die Proben anschließend in das Labor.

Dort fand noch am selben Tag die Testung mittels eines PCR-Tests statt. Die Einrichtung erhielt das Ergebnis noch am selben Abend. Im Falle eines positiven Befunds erfolgte am Folgetag die Nachtestung. Pro Testtag wurden insgesamt 120 Pools getestet und ausgewertet. Im Zeitraum von 30. September 2021 bis 12. April 2022 sind rund 300 Pools positiv ausgeschlagen.