Pressearchiv

Buch auf Bücherstapel aufgestellt. Im Hintergrund sind Teile des Museumsbereichs zu Alfred Döblins Alexanderplatz zu sehen.
©Stadtbibliothek Baden-Baden

Buch des Monats September: Berlin Alexanderplatz

Baden-Baden. Freiheit. Was bedeutet das für Sie? Die Möglichkeit zu haben, tun und lassen zu können wonach Ihnen steht?
Für Franz Biberkopf bedeutet Freiheit Strafe. Im Gefängnis hat er sich wohlgefühlt, jeder Tag war durchgetaktet und folgte einem bestimmten Muster. Nun ist er frei, doch seine Strafe beginnt erst…

In seinem wohl bekanntesten Roman erzählt Alfred Döblin die Geschichte des frisch entlassenen Häftlings Franz Biberkopf, der sich erst wieder in das hektische Leben der Großstadt Berlin einleben muss. Doch das ist gar nicht so leicht, nachdem er die letzten vier Jahre im Tegeler Gefängnis verbracht hat. Und viel Zeit hat er dazu auch gar nicht, denn ehe er sich versieht findet er sich in einem Netz aus Verrat und Verbrechen wieder…

Schon die ersten Zeilen des Romans schaffen es, ein eindrückliches Bild in die Gefühlswelt von Franz Biberkopf zu geben, der erfolglos versucht, seine letzten Momente als Gefangener herauszuzögern, ehe er sich überwinden kann, in die Straßenbahn zu steigen, die ihn tiefer in die Stadt bringt. Dort angekommen, passt sich die Erzählung an die Geschwindigkeit der Stadt an und macht sie somit zum Greifen nah.
Ein rasant erzählter Roman, der nicht umsonst zu den bedeutendsten Großstadtromanen der Weltliteratur gehört.
Unser Buchtipp des Monats, von Sara Harbrecht.

Übrigens: Weiteres zu Alfred Döblins Leben, Werken und Wirken finden Sie in unserem Muße-Literaturmuseum.