Sonderaustellungen

Aktuelle Sonderaustellungen

Collage: Altes Bild von drei Feuerwehrmännern mit Schlauch. Im Hintergrund eine Zeichnung eines HausbrandesBild vergrößern

Feuer in der Stadt. Eine Geschichte der Brandbekämpfung

10. September 2022 bis 27. August 2023

Im Jahr 1847 beschlossen Baden-Badener Bürger, ein Pompier-Corps zu gründen. Daraus entwickelte sich die Feuerwehr der Stadt. Ihrem 175-jährigen Bestehen widmet das Stadtmuseum eine große Sonderausstellung.

Besucher können zahlreiche Objekte aus der Geschichte der Feuerwehr bestaunen, darunter Feuerlöschspritzen aus dem 19. Jahrhundert. Ebenso sind die spannendsten Einsätze der Baden-Badener Wehr zu entdecken.

Veranstaltungen zur Sonderaustellung

Blick in die Ausstellung des Stadtmuseums.
Eine Feuerwehrübung auf dem Hof der Feuerwehr.
Ein Cartoon zeigt einen Hund mit Absperrband im Mund.

19. Februar 2023, 14:00, Stadtmuseum Baden-Baden
Der Kommandant der Baden-Badener Feuerwehr führt durch die Sonderausstellung
Dauer ca. 1 Stunde
Es fällt nur der Museumseintritt an.
Anmeldung bis 18.02.2023: , Tel. 07221 932272 (Di-So, 11-18 Uhr)
 

23. Februar 2023, 15:00, Stadtmuseum Baden-Baden
Familienführung:
Flori und das Feuer in der Stadt – Eine Spurensuche für die ganze Familie
Dauer ca. 1 Stunde
Es fällt nur der Museumseintritt an.
Anmeldung bis 22.02.2023: , Tel. 07221 932272 (Di-So, 11-18 Uhr)

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Die Feuerwehr im Einsatz bei einem Busbrand in Ebersteinburg am 19. April 2017
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung
Blick in die Ausstellung. Zu sehen ist eine Brandmelde-Empfangszentrale aus dem Jahr 1899.
Blick in die Ausstellung: Löschwagen
Kommandantenhelm der Freiwilligen Feuerwehr, spätes 19. Jahrhundert
Minimax Feuerlöscher, 1950er Jahre

Vergangene Sonderausstellungen

Kabinettausstellung „Erinnerung an Baden-Baden“

Ein Hinweisplakat zur neuen Sonderaustellung. Bild vergrößern

Kabinettausstellung „Erinnerung an Baden-Baden“

5. bis 20. November 2022

Im Zentrum der Kabinettausstellung steht die 2021 entstandene Arbeit „Souvenir de Baden-Baden (2)“ des ehemaligen Baldreit-Stipendiaten Thilo Westermann. Der Künstler kratzte die Darstellung Punkt für Punkt in die geschwärzte Rückseite einer Glasscheibe. Die Technik liegt nah an den Ursprüngen des Begriffs Graphik, der sich von dem griechischen Wort für Einritzen ableitet.

Das Werk Westermanns zeigt die Rosenzüchtung Souvenir de Baden-Baden in einem Souvenirglas aus der Sammlung des Stadtmuseums. Solche farbigen Gläser, verziert mit diversen Motiven aus Baden-Baden und seiner Umgebung, waren im 19. Jahrhundert beliebte Andenken. Sie entstanden in Böhmen und für die Gestaltung der Bildfelder wurde auf druckgraphische Vorlagen zurückgegriffen.

Einige dieser Gläser und Graphiken zu den darauf dargestellten Ansichten Baden-Badens sind auch in der Kabinettausstellung zu sehen. Sie bilden den historischen Hintergrund zu dem Hinterglasbild Westermanns, das sich von ihnen inspiriert zeigt.

Kuratorinnenführung durch die Kabinettausstellung:

Am Sonntag, 13. November 2022, 15:00, Dauer: ca. 30 Minuten, Anmeldung unter: , Tel. 07221 932272

No Time For Exhibitions (VIII) – Alisa Kossak 30. April - 10. Juli 2022

Texte und Bildmotive hinter reflektierenden GlasBild vergrößern
(c) Alisa Kossak

No Time For Exhibitions (VIII) – Alisa Kossak
30. April - 10. Juli 2022

In ihren Arbeiten verhandelt die in Leipzig lebende Künstlerin und ehemalige Baldreitstipendiatin Alisa Kossak die Beziehung von Betrachterinnen und Betrachtern und Kunstwerken. „No Time For Exhibitions“ hinterfragt unsere latente Zeitknappheit und den unausgesprochenen Anspruch, sich mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf Ausstellungen und Exponate einzulassen.

Das reflektierende Glas der gezeigten Werke gibt nicht nur die Sicht auf Texte und Bildmotive frei, sondern wirft den betrachtenden Blick zurück. Ergänzend bringen Kossaks Texte Affekt- und Wunschmuster ins Spiel, die beim Anblick des eigenen Spiegelbildes ihren Anfang nehmen. So bieten ihre Arbeiten dynamische Möglichkeiten der Rezeption und zeigen sich analytisch scharf wie auch spielerisch assoziativ.

Wir spielen Eisenbahn! 14. - 18. April 2022

ModelleisenbahnBild vergrößern

Wir spielen Eisenbahn!
14. - 18. April 2022

Züge verschiedener Epochen rattern, dampfen und pfeifen auf einer 20 Meter langen Märklin H0-Modulanlage der Märklin-Freunde Hilpertsau-Obertsrot und einer Märklin Spur 1-Anlage.

Das Stadtmuseum hat am Ostermontag, 18. April, geöffnet.

Die Lithographie. Eine Kabinettausstellung zum Wochenende der Graphik 9. - 28. November 2021

Adresskarte der Steindruckerei J. Eisen in Baden-Baden.Bild vergrößern
(c), Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden Adresskarte der Steindruckerei J. Eisen in Baden-Baden.

Die Lithographie.
Eine Kabinettausstellung zum Wochenende der Graphik

9. - 28. November 2021

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Lithographie, auch bekannt als Steindruck, eine der häufigsten Drucktechniken für bildliche Darstellungen. Die Kabinettausstellung erklärt, wie das Steindruckverfahren funktioniert und weshalb es so große Verbreitung fand. Außerdem werden einige Lithographien aus dem Depot präsentiert, welche eng mit der Geschichte des Weltbads Baden-Baden und seines Stadtmuseums verwoben sind.

Konzipiert wurde die Ausstellung für das „Wochenende der Graphik“, welches seit 2009 von graphischen Sammlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz am zweiten Novemberwochenende begangen wird – in diesem Jahr am 13. und 14. November. Es hat das Ziel, Werke der Zeichenkunst und Druckgraphik, die versteckt in Depots lagern, einem breiten Publikum zu präsentieren. Erstmals beteiligt sich auch das Baden-Badener Stadtmuseum, das über einen großen, nicht ausgestellten Bestand an Kunst auf Papier verfügt.

SOUVENIR DE BADEN-BADEN - THILO WESTERMANN 14. Juli - 31. Oktober 2021

Hinterglasmalerei eine Vase mit BlumenBild vergrößern
Thilo Westermann, „Souvenir de Baden-Baden“, 2020, Hinterglasmalerei

SOUVENIR DE BADEN-BADEN - THILO WESTERMANN
14. Juli – 31. Oktober 2021

Die Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ bildet die Auftaktveranstaltung einer Reihe von Ausstellungen, in denen der ehemalige Baldreit-Stipendiat (2020) Thilo Westermann seine künstlerisch-praktische wie theoretische Auseinandersetzung mit der Biografie der Großherzogin von Baden, Stéphanie de Beauharnais (1789–1860), erstmals einem Publikum präsentiert.

Neben Hinterglasbildern, Fotomontagen und Zeichnungen wird eine Auswahl der Briefe gezeigt, die der Künstler seit einigen Jahren an die Großherzogin verfasst. Obgleich Westermann im Hier und Jetzt schreibt und um Stéphanies Tod weiß, entspinnt sich in seiner „Correspondance avec Stéphanie“ eine lebendige Auseinandersetzung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Was sagt unser Handeln und Denken über uns selbst aus, wenn wir uns in eine berühmte oder historische Figur vertiefen? Welche Eigenschaften, Meinungen und Gefühle projizieren wir in einen Menschen hinein, den wir nie persönlich kennengelernt haben? Wo verschwimmt die objektive Faktenlage mit persönlichen Mythologien und mit welchen vorgegebenen Narrativen und Wertvorstellungen identifizieren wir uns selbst?

Der Titel der Ausstellung „Souvenir de Baden-Baden“ rekurriert auf Westermanns persönliche Erinnerungen an Baden-Baden, zugleich ist er jedoch auch der Name einer Rosenneuzüchtung. Diese schmückt seit 2008 die Gönneranlage sowie den Rosenneuheitengarten in Baden-Baden und wird die Bilder und Texte der Ausstellung im Sommer somit nach draußen ins Freie tragen.

„Gurs 1940 – Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ 24. April - 24. Oktober 2021

Deportation von Jüdinnen und Juden nach Gurs. Menschen werden auf Traktoren fortgefahren. An einem Bach stehen Menschen und beobachten die Situation.Bild vergrößern
(c) Stadtmuseum/-archiv Deportation von Jüdinnen und Juden nach Gurs.

Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz gestaltete Ausstellung „Gurs 1940“ thematisiert die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Südwestdeutschland nach Südfrankreich vor 80 Jahren. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Weitere Informationen finden sich auf www.gurs1940.de.

Am Morgen des 22. Oktober 1940 erschienen auch in Baden-Baden Polizisten und Gestapoleute an den Wohnungstüren der jüdischen Mitbürger/innen und forderten sie auf, innerhalb einer Stunde ihre Koffer zu packen. Wohin die Reise gehen sollte, blieb unklar.

Auf der von den Nationalsozialisten erstellten offiziellen Liste der aus Baden-Baden nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden sind die Namen von 116 Frauen, Männern und Kindern verzeichnet. Ihr Schicksal und ihre Lebenswege zeichnet der lokale Teil der Ausstellung nach.

Mit Beginn der Ausstellung wird das Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden-Baden online gehen. Es soll den Opfern Namen und Identität und damit wenigstens einen Teil der Würde zurückgeben, die ihnen die Nationalsozialisten systematisch entzogen haben.

Verbunden mit dem Start des Gedenkbuchs ist die Aufforderung an die Öffentlichkeit bei weiteren Recherchen zu helfen, Biografien zu ergänzen, gegebenenfalls zu korrigieren, und neue hinzuzufügen. Das Baden-Badener Gedenkbuch soll nicht statisch sein, sondern kontinuierlich fortgeschrieben werden.

Flyer: Gurs 1940