Ausblick

Stifskirche
(c) Markus Brunsing - Stifskirche
Gönneranlage
(c) Markus Brunsing - Gönneranlage
Bénazet Pavillon in der Lichtentaler Allee
(c) Nathalie Dautel - Bénazet Pavillon in der Lichtentaler Allee

Welche Vorteile hat eine Einschreibung in die UNESCO-Welterbeliste für die Great Spas of Europe?

  1. Stärkung des Geschichtsbewusstseins und somit der Wertschätzung des gemeinsamen Erbes in der Bevölkerung.
  2. Höheres Interesse an der Erforschung der Stadtgeschichte und zeitgemäßer Aufbereitung für die Öffentlichkeit (Vermittlung).
  3. Höhere Sensibilität für die städtebauliche Entwicklung und das überlieferte Stadtbild.
  4. Potential für neue Themen und Arbeitsfelder, die neue Investitionen in die Stadt führen. Ausweitung der weichen Standortfaktoren für den Arbeitsplatzsektor
  5. Höherer Bekanntheitsgrad im In- und Ausland mit Interesse an der Kulturgeschichte der Stadt, nicht nur im touristischen Bereich, sondern vor allem auch in der Fachwelt. Höhere Übernachtungszahlen, da eine Stadt sich nicht an einem Nachmittag entdecken lässt.
  6. Förderung der Demokratie und des europäischen Zusammenhalts, durch die Schaffung einer Plattform für den internationalen Dialog.

Warum strebt Baden-Baden die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste an?

Als Sommerhauptstadt Europas genießt Baden-Baden seit dem frühen 19. Jahrhundert ein internationales Renommee, das sich bis heute sowohl im historischen Stadtbild wie in der breit aufgestellten kulturellen Tradition widerspiegelt. Das überlieferte Erbe ist somit nicht nur für die Bürgerstadt von großer Bedeutung, sondern auch für die zahllosen internationalen Gäste und Besucher, die Baden-Baden täglich neu zur Weltstadt im Schwarzwald machen.

Mit großem Stolz und Selbstbewusstsein ist es unser Bestreben, diese Werte sorgsam zu pflegen, zu entwickeln und der Nachwelt zu erhalten. Daher fühlen wir uns verpflichtet, das Erbe Baden-Badens zum Erbe der Menschheit zu machen und würden das Label als Auszeichnung für unsere Bemühungen sehen.

Wird der Welterbeantrag Baden-Badens erfolgreich sein?

Baden-Baden und die Great Spas of Europe sind optimistisch, dass ihre Bewerbung Erfolg haben wird. Eine Bewerbung von Kurstädten für die Welterbeliste ist ohne Baden-Baden nicht vorstellbar. Denn Baden-Baden ist sich über seine außergewöhnlichen Qualitäten bewusst, ob mit oder ohne Welterbetitel.

Gibt es durch die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste Einschränkungen für Bauvorhaben?

Durch die erfolgreiche Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste entsteht kein neues Recht. Bei der Beurteilung von Bauvorhaben wenden wir das bestehende Bau- und Planungsrecht sowie das Denkmalrecht an. Die Stadtverwaltung setzt zudem auf neue informelle Planungsinstrumente zur Bewusstseinsbildung und als Grundlage für weitere Instrumentarien zur Qualitätssicherung des städtebaulichen Erbes.

So hat die Stadt Baden-Baden bereits im Jahr 2007 die Satzung zum Schutz der Gesamtanlage Baden-Baden beschlossen. 2018 wurde der Geltungsbereich um die historischen Villengebiete erweitert, nachdem eine städtebaulich-denkmalpflegerische Werteplanung die Bedeutung dieser städtebaulichen Bereiche untermauert hat. Die Gesamtanlagenschutzsatzung umfasst nun den kompletten Bereich der potentiellen Welterbestätte.

Zudem entstand im letzten Jahr das Leitbild der baulichen Gestaltung für die historischen Villengebiete der Stadt Baden-Baden (Baufibel) als baugestalterisches sowie bauplanungsrechtliches Leitbild für die zukünftige Entwicklung der historischen Villengebiete. Gegenwärtig werden weitere Bebauungspläne für historische Villengebiete bearbeitet. Eine Gestaltungssatzung nach Landesrecht ist in Vorbereitung.

Vorteil dieser Schutzinstrumentarien ist, dass bei geplanten Veränderungen das qualitätvolle überlieferte Ortsbild verstärkt als Maßstab und Diskussionsgrundlage für die Beurteilung von Maßnahmen herangezogen wird. An Vorhaben innerhalb der sensiblen Kernzone können dabei früher und genauer Anforderungen gestellt werden, als dies mit den einschlägigen bau- und planungsrechtlichen Instrumenten möglich ist.

Werden durch die Aufnahme auf die UNESCO-Welterbeliste mehr Touristen nach Baden-Baden kommen?

Baden-Baden ist bereits heute ein internationaler Anziehungspunkt für Touristen. Ein professioneller Umgang mit einer Vielzahl von Touristen ist somit gewährleistet. Wir erwarten unmittelbar nach der Einschreibung in die Welterbeliste anfängliche ein hohes Interesse, das sich aber langfristig bei zusätzlichen Gästezahlen von etwa 5 Prozent einpendeln wird.

Amphoren am Alten Dampfbad
Blick auf die Altstadt
Luftbild der Stiftskirche mit Rathaus, Friedrichsbad und Altes-dampfbad
Altes Dampfbad.
Lichtentaler Allee
Oosbrücken im Landschaftspark an der Lichtentaler Allee
Lichtentaler Allee "A la Promenade pour Lichtenthal"
Lichtentaler Allee "Von der Allee", Aquarell über Bleistift
Lichtentaler Allee (Postkarte)