Historische Entwicklung Baden-Badens

Ursprung in den Heilquellen

Prunkbad im Neuen Schloss
(c) Bruno Krupp, 1996 - Prunkbad im Neuen Schloss
Florentinerberg, Ursprung der heißen Quellen Friedrichsstollen (Postkarte)
(c) Stadtmuseum/ - archiv, Hans Lang, 1908 - Florentinerberg, Ursprung der heißen Quellen Friedrichsstollen (Postkarte)

Baden-Baden blickt auf eine fast 2000-jährige Geschichte als Kurstadt zurück. Aufgrund der heißen Quellen errichteten hier die Römer bereits in der Antike Thermalanlagen. Die Thermalquellen dienten der Stadt als Grundlage für ihren Wohlstand und waren Anziehungspunkt für Generationen von Badegästen.

Kuppelsaal im Friedrichsbad
Römische Badruinen
Römische Badruinen

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Badherbergen bezogen das Wasser über ein kompliziertes Netzwerk von Holzleitungen. Das Residenzschloss und das Prunkbad wurden im späten 14. Jahrhundert direkt über den Quellen am Florentinerberg erbaut.

„Sommerhauptstadt Europas“

Seine Blütezeit als europäisches Modebad erlebte Baden-Baden im 19. Jahrhundert. Innerhalb weniger Jahrzehnte entstand das Kurviertel. Internationaler Besuchermagnet war die Spielbank. Unter den französischen Pächtern Bénazet entwickelte sich ganz Baden-Baden zur „Sommerhauptstadt Europas“, die mehr und mehr ausländische Kur- und Dauergäste anzog. So entstanden die gehobenen Villenviertel.

Mit ihren über 1000 Baudenkmalen und bis heute erhaltenen Stadtstruktur zeugt die Stadt von ihrer Bedeutung als Spielebad des 19. Jahrhunderts. Wenige Jahre nach dem Spieleverdikt von 1872 konnte sich die Stadt mit modernsten Badetempeln wie dem Friedrichsbad, Sanatorien und aufwendigen Hotelbautenerneut neu beleben.

Das Theater, Holzstich coloriert
Trinkhalle, Lithographie
Lichtentaler Allee (Postkarte)
Kurhaus mit Musikpavillon
Hotel "Europäischer Hof", 1890
Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta
Fürstentreffen in Baden-Baden am 16. Juni 1860. Von links: Maximiliam von Bayern, Wilhelm von Württemberg, Napoleon III,  Wilhelm von Preußen, Georg von Hannover, Johann von Sachsen, Ludwig von Hessen, Adolf von Nassau, Friedrich I. von Baden, NN, NN.
Kutschfahrt, Otto Specker, 1860
Trinkhalle

Kurstadtentwicklung in Plänen

Aquae das römische Baden-Baden
Mittelalter mit Stadtmauer "Rekonstruierter frühneunzeitlicher - Stadtgrundriss auf der Grundlage des Stadtplans von 1808"
Baden-Baden 1808 Aquarell, Papier auf Leine aufgezogen
Baden-Baden 1862 "Plan de la ville de Baden-Baden" für die Kunden
Baden-Baden 1889, mehrfarbige Lithograhie
Baden-Baden 1898 "Neuester Plan der Stadt Baden-Baden"

Kurtradition heute

Noch heute ist Baden-Badens besonderer Reiz mit einer bemerkenswerten Bäderlandschaft, den Festspielen, den Iffezheimer Galopprennen und dem Casinobetrieb zu erfahren. Doch ohne ihre historischen Stadtquartiere, ihre Kurbauten und Grünanlagen sowie Übergänge in die freie Landschaft wäre die Stadt ihrer internationalen Anziehungskraft beraubt.

Baden-Badens angestrebte Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste wäre nicht nur eine besondere Auszeichnung, sondern ist bereits jetzt ein wichtiger Anstoß für die Stadt und ihre Bürger, ihr Erbe neu zu erkennen und behutsame Bewahrungs- und Entwicklungskonzepte zu erarbeiten.

Festspielhaus
Theater
Innenraum Theater
Kurhausmeeting
Spielsaal Casino
Friedrichsbad
Historische Badeanlagen Friedrichsbad
Schwanensee
Rennbahn Iffezheim
Fußgängerzone Lange Straße
Natogipfel Baden-Baden 2009