Baldreit

Die mittelalterliche Badherberge wird erstmals 1460 als „Baldreich“ erwähnt.
Beim Stadtbrand 1689 wurde sie zerstört und später auf dem alten Grundriss wieder aufgebaut. Die mehrflügelige, um einen Hof gruppierte Anlage stammt in ihrer jetzigen Form im Wesentlichen aus dem 19. Jahrhundert.

Seither hat das Baldreit unterschiedlichsten Zwecken gedient. Von 1830 bis 1850 wurde es als Armenbad genutzt, später auch als evangelische Schule und Gebetsraum für die jüdische Gemeinde. Ein Teil des Hauses war Hotel, ein anderer beherbergte eine Kegelbahn. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts existierte hier eine Salzbadeanstalt für kranke Kinder. Bis 1966 nutzte man einen Trakt als öffentliche Badeanstalt. 1978 – 1989 wurde das Baldreit umgebaut und von 1981 bis 2003 als Stadtmuseum genutzt.
Heute sind hier das Stadtarchiv und eine Weinstube ansässig.


© Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden