Stiftskirche Liebfrauen

Blick vom Chor ins Langhaus, um 1870; Die Stiftskirche von Nordosten, um 1910

Die katholische Pfarrkirche war ursprünglich den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Seit der Gründung eines Kollegiatstiftes 1453 diente die Kirche bis ins frühe 19. Jahrhundert als Stiftskirche. Für die Markgrafen von Baden war die Kirche wohl von 1391 an bis zum Aussterben der Linie Baden-Baden im 18. Jahrhundert Grablege.

Erste Hinweise auf eine Kirche liefert eine kaiserliche Urkunde aus dem Jahr 987. Von der spätromanischen Kirche, die 1245 erstmalig genannt wird, hat sich als bedeutendster Teil der aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende Westturm erhalten.

Durch zahlreiche Umbauten und die Zerstörungen im Stadtbrand von 1689 hat sich das Erscheinungsbild der Kirche mehrfach verändert. Zur bemerkenswerten Innenausstattung der Kirche gehören heute ein filigranes Sakramentshäuschen der Zeit um 1490 und ein überlebensgroßes Kruzifix des bedeutenden Bildhauers Niclaus Gerhaert von Leyden aus dem Jahr 1467.


© Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden


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