Stourdza-Kapelle

Die Stourdza-Kapelle im Bau. Mit dem Kuhfuhrwerk werden die Säulen angefahren, um 1865; Innenansicht mit Blick auf den Chor und die Ikonostase, um 1960

Baujahr 1864 – 1866
Architekt Leo von Klenze (1784 – 1864)

Fürst Michael Stourdza (1794 – 1884), ehemaliger Herrscher des Fürstentums Moldau, ließ die Kapelle als Begräbnisstätte für seine Familie errichten. Nach Plänen des Architekten Leo von Klenze wurde der Bau im spätklassizistischen Stil ausgeführt. Die fürstliche Grabkapelle besitzt einen kubischen Baukörper, dessen Wandflächen durch eine Bänderung aus weißem, rotem und gelbem Sandstein gegliedert werden. Das einst vergoldete Kuppeldach wird von einer der Belichtung dienenden sogenannten Laterne bekrönt. Der Zugang zur Kapelle erfolgt über eine Vorhalle, die von vier ionischen Säulen getragen wird. Der Innenraum ist reich mit Bildern, Fresken und Skulpturen ausgestattet.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die Kirche 2002 neu geweiht. Seit 1883 finden hier Gottesdienste der Rumänisch-Orthodoxen Kirche (Metropolie für die Moldau und die Bukowina) statt.


© Stadtmuseum/-archiv Baden-Baden


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