Trinkhalle

Ansicht der Trinkhalle um 1845; Kurgäste flanieren mit dem Brunnenglas im Wandelgang der Trinkhalle, um 1900

Baujahr 1839 – 1842
Architekt Heinrich Hübsch (1795 – 1863)

Die Trinkhalle steht für die zunehmende Bedeutung der Trinkkur im 19. Jahrhundert.
Heinrich Hübsch schuf eine lang gestreckte, offene Wandelhalle, deren Schauseite durch Arkaden gegliedert wird. Die 14 Wandfelder der Loggia schmückte der Maler Jakob Götzenberger (1802 – 1866) mit Darstellungen aus der oberrheinischen Sagenwelt. Den Mitteleingang überragt ein Dreiecksgiebel, dessen allegorische Figuren die Heilung durch die Quellnymphe zeigen. Gegenüber dem Hauptzugang schließt sich an der Rückseite des Gebäudes ein quadratischer Brunnensaal an. Der Trinkbrunnen wurde über Rohre mit Thermalwasser vom Schlossberg versorgt. Vor der Trinkhalle wurde 1875 eine von Joseph von Kopf (1827 – 1903) geschaffene Büste Kaiser Wilhelms I. (1797 – 1888) aufgestellt. In der Trinkhalle befinden sich heute die Tourist-Information der Stadt Baden-Baden und ein Café.


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