Partnerstädte von Baden-Baden

Die Stadt Baden-Baden ist als internationale Kur- und Kulturstadt mit mediterranem Flair weltweit bekannt und wird für ihr großes kulturelles Angebot und ihre Gastlichkeit weltweit geschätzt.

Menschen aus aller Welt sind bei uns herzlich willkommen. Die Begegnung mit Menschen, der Austausch und die Bereitschaft voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu respektieren sind die Grundvoraussetzungen für ein friedliches Miteinander.

Im Laufe der Jahre entstand mit fünf Städten ein so intensiver Austausch, dass sich daraus eine offizielle Städtepartnerschaft entwickelte:

Menton in Frankreich, Moncalieri in Italien, Karlovy Vary in Tschechien, Jalta auf der Halbinsel Krim sowie das russische Sotschi am Schwarzen Meer sind die Partnerstädte Baden-Badens.

Im Mittelpunkt der Pflege der Städtepartnerschaften steht  vor allem die Begegnung von Menschen, denn sie erfüllen die Partnerschaft mit Leben. Dabei wird die Stadtverwaltung tatkräftig vom Verein zur Pflege der Städtepartnerschaften unterstützt.

Neben dem Partnerschaftsverein tragen aber auch andere Vereine aus verschiedensten Bereichen sowie Schulen und Kirchengemeinden dazu bei, den Austausch und die Begegnungen aktiv, lebendig und nachhaltig zu gestalten.

Krieg in der Ukraine - Erklärung der Stadt Baden-Baden

Die Stadt Baden-Baden verurteilt den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine auf das Schärfste. Präsident Putin missachtet das Völkerrecht und nimmt den Tod unschuldiger Menschen in Kauf.

Baden-Baden unterhält mit Jalta und Sotschi zwei Städtepartnerschaften, die sich in der Ukraine und in Russland befinden. Angesichts des Krieges in Europa können und wollen wir uns nicht neutral verhalten. Wir stehen zu den Werten von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Die Stadt Baden-Baden wird deshalb mit sofortiger Wirkung alle Beziehungen zur Stadt Sotschi ruhen lassen. Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim ruhen die offiziellen Beziehungen zur Stadtverwaltung Jalta. Auch hier bleiben wir bei der getroffenen Entscheidung, bis die vollständige Souveränität der Ukraine wieder hergestellt ist.

Karlsbad (Karlovy Vary)

Herbstliche Panoramaaufnahme der Stadt Karlsbad.
Marktkolonnade Karlsbad.

Die böhmische Stadt Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary), nahe der deutschen Grenze gelegen, ist seit 1998 Partnerstadt von Baden-Baden. Zusammen mit den kleineren Kurorten Marienbad und Franzensbad bildet sie das böhmische Bäderdreieck.

Sie ist berühmt für ihre zwölf heißen Quellen, für ihre Trinkkuren und Heilbäder. Die berühmteste Thermalquelle, der sogenannte Sprudel bildet eine Fontaine von 15 Metern Höhe. Der international bekannte Kurort hat viele Gemeinsamkeiten mit Baden-Baden: Die Thermalquellen, viele sehenswerte, aufwändig restaurierte Häuser aus dem 19. Jahrhundert, geprägt von Jugendstil und Historismus, eine Pferderennbahn sowie einen Golfplatz. Und nicht zuletzt einen Aussichtsturm hoch über der Stadt: Die Diana mit 547 Metern ü.NN. Rund um Karlsbad erstrecken sich 2.200 Hektar Kurwälder. Für die Gäste aus aller Welt gibt es eine große Anzahl an Unterkünften: Vom erstklassigen 5-Sterne-Hotel bis zur gemütlichen Familienpension. Traditionsreiche Gasthäuser bieten böhmische Küche.

Kunst und Kultur prägen das Stadtleben

Doch Karlsbad ist nicht nur Kurort sondern auch Kulturstadt. Die ansprechende Architektur, die Naturschönheiten und jahrhundertealte Kurtradition ziehen zahlreiche Künstler nach Karlsbad. Das Sinfonieorchester, gegründet 1835, zählt zu den ältesten in Europa.

Spezialitäten aus Karlsbad sind die berühmten Oblaten, der Kräuterlikör Becherovka, dessen Rezeptur ein deutscher Apotheker erfunden hat, sowie böhmisches Glas und Porzellan.

Karlsbad genießen

Der neue deutschsprachige Werbefilm wirbt für einen Besuch in Karlsbad und die neue deutschsprachige Webseite.

Stadt Karlsbad

Menton

Blick auf den Stadtkern, die Meeresbucht und Berge im Hintergrund.
Blick über die "Baie de Garavan".
Menton - Blick auf den Hafen und die Altstadt.
Der malerische Hafen vor der mittelalterlichen Kulisse der Altstadt Menton.

Mit Menton verbindet uns die älteste Städtepartnerschaft; sie wurde bereits 1961 geschlossen, sogar noch zwei Jahre vor der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages.

Die französische Stadt Menton liegt an der Côte d’Azur in unmittelbarer Nachbarschaft zur italienischen Grenze und dem Fürstentum Monaco. Menton hat sich den Charme und die Lebensart einer bezaubernden Mittelmeer-Kleinstadt bewahrt. Auf dem Weg vom historischen alten Hafen hin zum mittelalterlichen Stadtkern befindet sich in Jugendstilhallen der hundert Jahre alte Markt, von dem alle Farben und Gerüche des Südens ausströmen. In den engen Gassen und auf den kleinen Plätzen der malerischen Altstadt, die zum Meer hin abfällt, empfängt den Besucher eine wohltuende Frische im Schatten der ockerfarbenen Fassaden der Häuser.

Stadt der Künste und Geschichte

Die etwa 30.000 Einwohner zählende "Stadt der Künste und Geschichte“ besitzt eine Vielzahl von architektonischen und pflanzlichen Reichtümern, die von der großen Zeit der Riviera zeugen. Wegweisende Architekten des 19. Jahrhunderts haben ihre Spuren hinterlassen: Von den Hotelpalästen der Belle Epoque bis hin zum Palais de l’Europe.

Der Künstler Jean Cocteau hat Menton geprägt und in einem alten Bollwerk des 17. Jahrhunderts sein eigenes Museum eingerichtet. Im Jahre 2011 wurde das neu erbaute Cocteau-Museum eröffnet. Der futuristisch anmutende Bau beherbergt nicht nur die Sammlung Cocteau sondern zeigt in Wechselausstellungen hochkarätige Kunst der klassischen Moderne. Im Palais „Carnolès“, der früheren Sommerresidenz der Fürsten von Monaco, sind Sammlungen des Museums der Schönen Künste ausgestellt, Malerei aus dem 13. Jahrhundert bis hin zur Neuzeit. Der um die Jahrhundertwende angelegte Garten des Palais Carnolès lädt zum Spaziergang inmitten von Skulpturen und über 70 verschiedenen Arten von Zitrusbäumen ein. Eine Spezialität aus Menton ist das große Angebot unterschiedlichster Marmeladen aus Zitrusfrüchten.

Stadt Menton

Moncalieri

Castello di Moncalieri.
Castello di Moncalieri.
Frauen in historischer Kleidung waschen im Brunnen auf dem Kirchplatz in Moncalieri ihre Wäsche.
Der Höhepunkt des Jahres: Die Feierlichkeiten zu Ehren des Seligen Bernhard.

Moncalieri liegt in der Region Piemont in Norditalien und ist seit 1990 Partnerstadt von Baden-Baden.

Im Herzen der 1228 gegründeten Stadt Moncalieri liegt die Piazza Vittorio Emanuele II, umgeben von historischen Gebäuden und Palästen verschiedener Epochen der Stadtgeschichte. Im oberen Teil des zentralen Platzes prägen die Kirche Maria della Scala und das Rathaus die Silhouette.

Das älteste Bauwerk der Stadt am Fluss Po ist das Castello di Moncalieri. Im Jahre 1277 eroberte Tommaso III. von Savoia die Stadt und baute die Burg in eine feudale Residenz mit Tor und Türmen um.

Markgraf Bernhard von Baden - Ursprung der Partnerschaft

Der Ursprung der Städtepartnerschaft zwischen Moncalieri und Baden-Baden geht auf den Markgraf Bernhard von Baden zurück. Im 15. Jahrhundert reiste der junge Markgraf Bernhard von Baden über den St. Bernardino-Pass nach Moncalieri. Er erkrankte an der Pest und verstarb am 15. Juli 1458 im dortigen Franziskanerkloster. Die Tugend des deutschen Fürsten sicherte ihm über den Tod hinaus die Verehrung der Einwohner Moncalieris. Im Jahre 1769 wurde Bernhard von Baden selig gesprochen. Alljährlich wird am zweiten Juli-Wochenende das Bernhardusfest gefeiert. In einem farbenprächtigen Mysterienspiel vor mittelalterlicher Stadtkulisse werden die wichtigsten Stationen und Wundertaten des Seligen Bernhard nachgespielt.

Heute beheimatet die piemontesische Stadt, unmittelbar bei Turin gelegen, rund 55.000 Einwohner. In der Umgebung von Moncalieri wird  - neben der Fleisch- und Milchproduktion – hauptsächlich Gemüse- und Blumenanbau betrieben.

Kulinarische Spezialitäten aus der Region um Moncalieri sind unter anderem die Trüffel aus Alba.

Moncalieri

Jalta

Blick auf den Hafne, dort liegt ein großes Passagierschiff.
Schwarzmeerflotte.
Eine Treppe die zum Woronzow Palast führt.
Woronzow Palast.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der berühmten Kurstadt

Im Süden der Halbinsel Krim, direkt am Schwarzen Meer, liegt die 80.000 Einwohner zählende Kurstadt Jalta. Seit dem Jahr 2000 ist Jalta Partnerstadt von Baden-Baden.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten prägen die berühmte Kurstadt. Es war im 19. Jahrhundert der russische Adel, der sich in Jalta und den benachbarten Küstenbereichen seine Villen und Paläste erbaute. Die Dichterelite stand dem Adel in nichts nach. Kleine Paradiese entstanden, allen voran der „Weiße Palast“ der Zarenfamilie in Liwadija, dessen Annehmlichkeiten im Jahr 1945 von den Staatsmännern aus Russland, den USA und England während der „Konferenz von Jalta“ genutzt wurde. Berühmt sind auch das „Schwalbennest“ und der Palast des Grafen Woronzow.

Viele Grünanlagen verschönern das Stadtbild. Allein der Staatliche Botanische Nikitskygarten versammelt 18.000 unterschiedliche Pflanzen auf seinem Gelände.

Namhafte Künstler wie Anton Tschechow lebten und arbeiteten in Jalta. Heute zeugen das Tschechow-Museum und das Tschechow-Theater von seinem Schaffen. Die Erinnerung an Namen wie Puschkin, Tolstoj, Gorki und Majakovsky ist in Jalta nach wie vor lebendig.

Sotschi

Parkanlage in Sotschi.
Parkanlage in Sotschi.
Hafen in Sotschi.
Hafen in Sotschi.

Die russische Stadt Sotschi ist seit 2012 Partnerstadt von Baden-Baden. Mit 350.000 Einwohnern ist Sotschi eine Großstadt, jedoch verteilt sich das Stadtgebiet auf eine Küstenlänge von 150 km und auf weiträumige Berggebiete. Im namensgebenden Zentrum leben 130.000 Einwohner. Sotschis Wahrzeichen sind die Strände am Fuße der grünen Berge des Kaukasus mit unzähligen Thermalquellen, im Vordergrund das Schwarze Meer, im Hintergrund die schneebedeckten Berge des Kaukasus.

Sotschi ist seit der Austragung der Olympischen Winterspiele im Jahr 2014 „Olympiastadt“. In Baden-Baden wuren zwar nie Olympische Spiele ausgetragen, doch wegen des hier stattfindenden Olympischen Kongress im Jahr 1981 trägt Baden-Baden den Titel „Olympische Stadt“.

Historische Wurzeln der Partnerschaft

Historisch gründet die Partnerschaft schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Prinzessin Luise von Baden hat 1793 den späteren Zaren Alexander I. geheiratet. Seither wurde Baden-Baden zum Reiseziel vieler russischer Dichter (Zhukovsky, Turgenjew, Dostojewski, Gogol), Politiker und bedeutender Fürstenfamilien (Gagarin, Menschikow) aus Russland.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Sotschi zur bedeutendsten Bäder- und Kurstadt Russlands.

Die vielfältigen Kontakte durch deutsch-russische Begegnungen haben sich nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ weiter entwickelt. Im Jahr 2011 standen der damalige Bundespräsident Christian Wulff und Lothar de Maizière als Vorsitzender des „Petersburger Dialogs“ Pate für diese Städtepartnerschaft.

Beide Städte pflegen eine Partnerschaft mit der südfranzösischen Kleinstadt Menton.

Sotschi