Stadtwerke Baden-Baden korrigieren irreführende Vertriebsaussagen zum Glasfaserausbau

Keine Kooperation mit derTelekom und kein Ausbaustopp

Baden-Baden. Die Stadtwerke Baden-Baden wenden sich aufgrund zahlreicher Rückfragen und Beschwerden aus der Bevölkerung mit einer wichtigen Klarstellung an die Öffentlichkeit. In den vergangenen Tagen haben sich im Stadtgebiet Vorfälle gehäuft, bei denen Vertriebsmitarbeiter im Rahmen von Haustürgeschäften unzutreffende Informationen über den aktuellen Glasfaserausbau verbreitet haben.

Stadtwerke nicht aus dem Markt ausgeschrieden

Nach verifizierten Bürgermeldungen wurde an den Haustüren unter anderem behauptet, die Deutsche Telekom AG baue das Netz in Kooperation mit den Stadtwerken Baden-Baden aus. In anderen Fällen wurde gegenüber Kunden fälschlicherweise erklärt, die Stadtwerke hätten ihren eigenen Glasfaserausbau eingestellt und seien „raus“ aus dem Markt.

Wir müssen hier im Interesse des Verbraucherschutzes eine klare Grenze ziehen und diese Falschaussagen richtigstellen: Es gibt keinerlei Kooperation, Arbeitsgemeinschaft oder vertragliche Absprache zwischen der Telekom und den Stadtwerken Baden-Baden bezüglich des Glasfaserausbaus. Die Stadtwerke sind keineswegs aus dem Markt ausgeschieden, sondern treiben den flächendeckenden Netzausbau im Stadtgebiet planmäßig und mit unverändertem Hochdruck im Auftrag des Gemeinderats voran.

Keine vertragliche Ausbaugarantie durch die Telekom

Die Deutsche Telekom AG hat sich der Stadt gegenüber nicht vertraglich zu einem flächendeckenden Ausbau des Stadtgebietes verpflichtet. Für die Bürger in den betroffenen Gebieten besteht somit seitens dieses Anbieters keine rechtsverbindliche Garantie, ob und wann eine tatsächliche Erschließung ihrer Adresse erfolgt.

Da das Verbreiten von unwahren Tatsachenbehauptungen über Mitbewerber und das Vorspiegeln falscher Kooperationen einen erheblichen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) darstellt, reagieren die Stadtwerke Baden-Baden
konsequent. Der Eigenbetrieb hat die Deutsche Telekom AG wegen dieser irreführenden und geschäftsschädigenden Vertriebsmethoden offiziell abgemahnt und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung gefordert. 

Hinweise für Verbraucher

Verbraucher sollten sich an der Haustür nicht unter Druck setzen lassen und Verträge vor einer Unterschrift genau auf zugesicherte Fristen und Ausbaugarantien prüfen. Die Stadtwerke bitten Betroffene, unzutreffende Behauptungen oder aggressives Verhalten
von Vertriebsmitarbeitern unter Angabe von Datum, Uhrzeit und nach Möglichkeit dem Namen des Werbers direkt an den Kundenservice zu melden.