Invasive Arten
Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich in Deutschland aus
Die Asiatische Hornisse, eine nicht-heimische Art aus Südostasien, breitet sich seit 2014 auch in Deutschland aus. Die Asiatische Hornisse zeigt keine Aggression gegenüber dem Menschen, stellt aber vor allem für unsere heimischen Insekten, insbesondere die Honigbienen eine große Gefahr dar. Da sie sich in Europa sehr schnell ausbreitet, große Völker bildet und damit die einheimische Fauna aus dem natürlichen Gleichgewicht bringt, gilt sie als invasive gebietsfremde Art nach der EU-Verordnung (EU-VO) 1143/2014. In Deutschland unterliegt die Asiatische Hornisse seit dem 24. März 2025 einem Management gemäß Artikel 19 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 (EU-VO). Zuständig für Managementmaßnahmen zur Verhinderung von Biodiversitätsschäden sind die höheren Naturschutzbehörden der Regierungspräsidien. Im Auftrag der Regierungspräsidien übernimmt seit März 2024 die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim die landesweite Koordination der Maßnahmen im Rahmen eines zweijährigen Projektes.
Asiatische Hornisse lässt sich gut erkennen
Die Asiatische Hornisse lässt sich von unserer heimischen Europäischen Hornisse durch eine Reihe von spezifischen Merkmalen sehr gut unterscheiden: Sie ist etwas kleiner als die Europäische Hornisse, ihre Kopfvorderseite ist orange, sie hat eine dunkelbraun bis schwarze Grundfärbung mit einem breiten orangenen Streifen am Hinterleib und einer feinen gelben Binde am ersten Segment. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal sind die gelben Beinenden der Asiatischen Hornisse.
Die asiatische Hornisse ist im Gegensatz zu unserer Europäischen Hornisse nicht nachtaktiv.
Asiatische Hornisse bildet zwei Nester
Die Asiatische Hornisse errichtet im Jahresverlauf zwei Arten von Nestern: die Königin bildet zunächst ein Gründungsnest in Bodennähe (z.B. in Garagen, Scheunen, an Dachvorsprüngen, Waldrändern). Sobald eine gewisse Individuenzahl erreicht ist, siedelt die Königin mit ihrem Volk in ein parallel errichtetes Filialnest (Sekundärnest). Dieses ist deutlich größer als das Gründungsnest und befindet sich vorwiegend in Bäumen, meist höher als 10 Meter.



