Preise & Stipendien
Traditionell fördert die Stadt Baden-Baden Künstlerinnen und Künstler mit Stipendien und Preisen.
Traditionell fördert die Stadt Baden-Baden Künstlerinnen und Künstler mit Stipendien und Preisen.
Seit 1988 vergibt die Stadt Baden-Baden mit Unterstützung der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau jedes Jahr zwei Aufenthaltsstipendien je 6 Monate. Dieses Künstlerstipendium richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber aus den drei Sparten Komposition, Bildende Kunst oder Literatur.
Den Stipendiaten steht eine Wohnung mietfrei zur Verfügung. Zusätzlich wird eine monatliche finanzielle Unterstützung gewährt. Das Baldreit-Stipendium ist ein Aufenthaltsstipendium. Es wird gewünscht, dass die Stipendiaten in der Stadt präsent sind und ihre Arbeit in Baden-Baden darstellen und vermitteln. Gute Deutschkenntnisse sind deshalb erwünscht.
Lokale Projekte der Stipendiaten werden im Rahmen der städtischen Möglichkeiten gefördert.
Bis heute hatten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, sich für die Dauer des Stipendiums ihren künstlerischen Projekten abseits vom Alltag zu widmen.
Die Ausschreibung für die Stipendien ab Oktober 2026 ist beendet.
Voraussichtlich im November 2026 erfolgt eine neue Ausschreibung für Stipendien ab Oktober 2027 bzw. April 2028.
Das Baldreit-Stipendium ist eine Künstlerförderung, mit der es die Stadt Baden-Baden Kunstschaffenden aus den Bereichen Literatur, Musik und Bildende Kunst ermöglicht, sich ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen.
Beim Baldreit-Stipendium handelt es sich um ein Aufenthalts-Stipendium, das an zwei Bewerber/innen für jeweils 6 Monate (Oktober bis März und April bis September) vergeben wird. Es wird gewünscht, dass die Stipendiaten in der Stadt präsent sind, sowie sich und ihre Arbeit in Baden-Baden darstellen und vermitteln. Deutschkenntnisse sind deshalb wünschenswert.
Für die Aufenthaltsdauer wird dem (der) Künstler(in) eine Wohnung mietfrei zur Verfügung gestellt. Die Wohnung im Dachgeschoss (nicht barrierefrei) liegt zentral in der Innenstadt, ist ca. 70 qm groß mit Küche, Bad und Zentralheizung.
Zusätzlich gewährt die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau ein monatliches Stipendium in Höhe von 820 Euro und die Stadt Baden-Baden 280 Euro - insgesamt 1.100 Euro pro Monat.
Bewerben können sich Schriftsteller, Bildende Künstler oder Komponisten.
Wir bitten um Zusendung folgender Unterlagen:
Bewerbungsformular online (mit Lebenslauf, künstlerischem Werdegang, den wichtigsten Förderungen und Beschreibung der Projektidee) schriftliches Portfolio per Post: maximal 10 DIN A4-Seiten (Arbeitsproben, Fotos, Leseproben usw.). Weitere Dateien können ergänzend online eingereicht werden. Das Portfolio ist jedoch für die Auswahl entscheidend.

Das Baldreit-Stipendium feiert Jubiläum!
Vor 40 Jahren startete das Aufenthaltsstipendium mit seiner ersten Ausschreibung. Seitdem haben zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in Baden-Baden gelebt.
Mit der bildenden Künstlerin Jeehye Song hat seit April 2026 die 50. Stipendiatin in Baden-Baden für ein halbes Jahr eine neue Heimat. Die Baldreit-Jury wählte sie aus über 140 Bewerbungen nach einer persönlichen Vorstellungsrunde aus.
Jeehye Song (*1991, Seoul) lebt und arbeitet in Düsseldorf. In ihren Gemälden und Zeichnungen untersucht sie fragile emotionale Zustände zwischen Ruhe und Erschöpfung, Nähe und Rückzug. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist eine stille Ambivalenz gegenüber dem Leben, die sich in surreal wirkenden Bildräumen und künstlichen Naturfragmenten verdichtet. Während ihres Aufenthalts in Baden-Baden möchte sie die besondere Atmosphäre der Stadt als Kur- und Erholungsort in ihre künstlerische Praxis einfließen lassen. Parklandschaften, Bäder und die inszenierte Ruhe der Stadt bilden dabei einen Resonanzraum für ihre Auseinandersetzung mit Erholung, künstlicher Natur und stiller Spannung.
2022 erhielt sie das Friedrich-Vordemberge-Stipendium, 2025 den Kunstpreis Junger Westen.
Der Schriftsteller und Herausgeber Henryk Gericke ist der neue Baldreit-Stipendiat in Baden-Baden. Seit Oktober 2025 bis März 2026 lebt er nun im Baldreit-Komplex im Herzen der Stadt.
Die Baldreit-Jury hat ihn aus über 140 Bewerbungen nach einer persönlichen Vorstellungsrunde ausgewählt.
„Kein Raum ist leer“: dieser Satz ist ein Leitmotiv des Autors – seine Texte umkreisen immer wieder den Raum in all seinen Formen. Ihn interessieren die Zwischenräume, die er als flüchtige Gebilde in Seelenzustände überträgt. In Baden-Baden wird er an seinem Manuskript mit dem Arbeitstitel „Der Raum ist aus den Fugen“ arbeiten.
Henryk Gericke wurde 1964 in Ost-Berlin geboren. Das damals noch deutlich vom Krieg gezeichnete Ost-Berlin prägte seine Kindheit und damit auch sein Schaffen als Schriftsteller. Er arbeitete in der ehemaligen DDR bei einem Filmverleih und früh begann er, illegal Zeitschriften in Kleinst-Auflagen herauszugeben und Texte zu verfassen. So kam er in Kontakt mit zahlreichen Dichterinnen und Dichtern. 1990 war er Mitbegründer des Verlags Druckhaus Galrev, den er nach der Enttarnung zweier Gesellschafter als ehemalige Stasi-Spitzel verließ.
2004 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin. Das Stipendium markiert den Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte in der Gegenkultur der DDR, so entstanden mehrere Ausstellungen, ein Dokumentarfilm, Rundfunksendungen und Bücher.
Von 2010 bis 2024 betrieb er die Staatsgalerie Prenzlauer Berg. Seit 2019 gibt er die Vinyl-Serie „tapetopia – GDR Untergroundtapes“ heraus, in der er Schallplatten von Kassetten veröffentlicht, die in der DDR-Subkultur nur in Kleinstauflagen kursierten.
2021 folgte erneut das Alfred-Döblin-Stipendium, 2022 das Stipendium im Künstlerhaus Lukas/Ahrenshoop und 2024 war er der 31. Burgschreiber zu Beeskow.
Von April bis September 2025 ist Gunther Geltinger Baldreit-Stipendiat in Baden-Baden.
Gunther Geltinger ist Schriftsteller und hat sich aus über 130 Bewerbungen für das Stipendium qualifiziert.
Er wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Danach folgte ein zweites Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln, wo er heute lebt. Er hat bisher drei Romane veröffentlicht, die im Suhrkamp-Verlag erschienen sind:
„Benzin“, „Moor“ und „Mensch Engel“. Mit zahlreichen Stipendien wurde er bereits gefördert, z.B. von der Konrad-Adenauer-Stiftung, er war im internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und als Inselschreiber auf Sylt.
In Baden-Baden möchte er während seines Stipendiums an seinem aktuellen Romanprojekt arbeiten. Das ist zum Teil im südlichen Baden angesiedelt und so kann er seinen Aufenthalt zur Recherche nutzen und direkt vor Ort die regionalen Begebenheiten in seine Arbeit einfließen lassen.
Die Verleihung des städtischen Kunstpreises „Künstler in Baden-Baden“ hat eine lange Tradition. Seit 1982 durften sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler über die Auszeichnung freuen, die sich alle durch ihre Werke besonders hervorgetan und einen biografischen Bezug zur Kulturstadt Baden-Baden haben. Ihre Kunst bezeugt die kreative Kraft die offenbar so belebend von unserer Stadt ausgeht. Die jährlichen Ausstellungen macht dies für alle Bürger und Gäste immer wieder erlebbar. Die Stadt Baden-Baden trägt mit der Auszeichnung seit über 40 Jahren dazu bei, den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten und ihr Werk öffentlich zu machen
Die Auswahlkommission besteht aus dem Oberbürgermeister, Mitgliedern der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, der künstlerischen Leitung des Museums Frieder Burda und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden sowie der Gesellschaft der Freunde junger Kunst.

Insgesamt 213 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Baden haben sich 2026 am Europäischen Schülerwettbewerb beteiligt, 98 Kinder und Jugendliche sind davon als Preisträger hervorgegangen.
Das vorgegebene Thema wurde auch in diesem Jahr wieder mit viel Sorgfalt und Kreativität umgesetzt, viele Arbeiten wurden mit Ortspreisen, Landespreisen und sogar Bundespreisen ausgezeichnet.
Allein in Baden-Württemberg haben an der 732. Wettbewerbsrunde fast 22.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. 2.250 Arbeiten hiervon wurden mit Preisen bedacht. Im Bundesvergleich hatte die baden-württembergische Landesjury die meisten Arbeiten zu bewerten.
Hier finden Sie die Beiträge der Baden-Badener Schülerinnen und Schüler, die einen Ortspreis, Landespreis oder Bundespreis gewonnen haben.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger bekommen für ihre tollen Arbeiten Urkunden sowie ein Präsent überreicht.
In diesem Jahr fand der 73. Europäische Wettbewerb statt unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“. Menschenrechte bilden das Fundament Europas. In Krisenzeiten – etwa durch politische Konflikte, soziale Ungleichheit oder den Klimawandel – geraten sie jedoch zunehmend unter Druck. Mit der Grundrechtecharta und internationalen Abkommen verpflichtet sich die EU, Freiheit, Gleichheit und Würde für alle Menschen innerhalb und außerhalb ihrer Grenzen zu schützen.
Der diesjährige Wettbewerb stellte deshalb an die Schülerinnen und Schüler folgende Aufgabe: „Zeigt uns, wie ihr Menschenrechte erlebt! Was bedeuten Rechte wie Meinungsfreiheit, Schutz vor Diskriminierung oder Kinderrechte für euch persönlich? Ob als Zeichnung,
Podcast, Video, Foto oder Text: eure Perspektiven zählen. Wo seht ihr Herausforderungen? Wo Chancen? Macht sichtbar, warum Menschenrechte gerade jetzt so wichtig sind – in Europa und weltweit.“
Die Teilnehmenden konnten wieder entsprechend ihrer Altersstufe (Grundschule, Klasse 5 bis 7, Klasse 8 bis 10 und Oberstufe) zwischen verschiedenen Aufgabenstellungen wählen und das Thema völlig frei bearbeiten. Ob Bild, Collage oder Text oder auch multimediale Arbeiten, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
Folgende Aufgaben konnten gewählt werden:
Klasse 1 bis 4: „Die Konferenz der Tiere“ – „Mission Saubere Umwelt“ – „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“
Klasse 5 bis 7: „Kinderrechte – (k)ein Märchen?“ – „Respekt!“ – „Lebendige Menschenrechte in Europa“
Klasse 8 bis 10: „Hier bin ich Mensch – hier darf ich’s sein!“ – „Klare Stimme – offenes Ohr“ – „Gewalt ist keine Option!“
Oberstufe: „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ – „Die Gedanken sind frei …“ – „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“
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Sachbearbeitung Kulturbüro