Wasserstand der Oos auf Tiefstand: Verzicht auf Wasserentnahme

Baden-Baden. Der Wasserstand der Oos ist stark gesunken und liegt derzeit bei nur noch 19 Zentimeter am Landespegel Oos am Aumattstadion – deutlich unter dem langjährigen Mittel von 47 Zentimeter. Ursache sind die hohen Temperaturen der letzten Wochen und die ausbleibenden Niederschläge. Auch andere Bäche sowie die Quellen in den Waldgebieten der Stadt Baden-Baden zeigen rückläufige Abflüsse. Die niedrigen Wasserstände beeinträchtigen die Gewässerökologie erheblich, Fische, Kleinstlebewesen und Wasserpflanzen leiden zusätzlich unter den steigenden Wassertemperaturen. Kurze Regenschauer wirken hier nicht nachhaltig.

Zunächst bis 31. August gültig

Die Stadt Baden-Baden beschränkt daher per Verfügung ab sofort den sogenannten wasserrechtlichen Gemeingebrauch. Die Einschränkung ist zunächst bis zum 31. August 2026 gültig und kann bei fortgesetzter Trockenheit verlängert werden. Die Allgemeinverfügung untersagt ab sofort jegliche Wasserentnahme aus Bächen und Quellen im Rahmen des sogenannten Gemeingebrauchs. Davon betroffen ist beispielsweise das Schöpfen mit Eimern, Gießkannen und Kanistern zur Gartenbewässerung und zur Wasserentnahme für die Herstellung von Getränken. Ebenso untersagt ist die Wasserentnahme mit technischen Hilfsmitteln wie Pumpen, sofern keine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Das Tränken von Tieren bleibt weiterhin erlaubt. Bei bestehenden Wasserrechten sind die festgelegten Mindestabflüsse einzuhalten.

Weitere Informationen

Verstöße gegen die Verfügung stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einem Bußgeld geahndet werden. „Bitte beachten Sie, dass die Wasserqualität an der Oos und anderen Bächen nicht regelmäßig überprüft wird und dort keine amtlich ausgewiesenen Badestellen existieren. Das Betreten der Fließgewässer verstärkt zudem die Stresssituation für Fische und andere aquatische Organismen“, so die Stadtverwaltung, die an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, „verantwortungsvoll mit unseren Gewässern umzugehen.“

Fragen zur aktuellen Situation und der Allgemeinverfügung beantwortet das städtische Umweltamt gerne unter der Telefonnummer 07221 93-1501 oder per Mail an umwelt@baden-baden.de.