UNESCO Welterbe

Hinweis

Dies ist der vorläufige Webauftritt der Welterbe-Teilstätte Baden-Baden. In den nächsten Monaten entsteht eine eigene Seite zu Informationen und Projekten rund um das Welterbe in Baden-Baden.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) ist eine von 17 unabhängigen Spezialorganisation der Vereinten Nation (UN). Sie wurde am 16. November 1945 gegründet. Ihr Ziel ist die Schaffung von Frieden durch internationale Kooperation in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die UNESCO fördert zudem den internationalen Frieden und Respekt für Menschenrechte. Ihre Mission ist zum weltweiten Frieden, der Verminderung von Armut, einer nachhaltigen Entwicklung und interkulturellem Dialog beizutragen. Die UNESCO zählt 194 Mitgliedsstaaten und zwölf Assoziierte Mitglieder.

1972 verabschiedete die UNESCO in Paris die sogenannte Welterbekonvention. Dieses Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt erkennen mittlerweile 196 Staaten auf der ganzen Welt an. Ziel der Konvention ist es, jene Kultur- und Naturstätten zu schützen und zu bewahren, die von „außergewöhnlichem universellem Wert“ (OUV = outstanding universal value) sind, um sie an zukünftige Generationen weitergeben zu können.

Die von der UNESCO geführte Welterbeliste zählt 1248 Denkmäler in 170 Ländern (Stand: Juni 2026). Die Welterbe-Statistik veranschaulicht darüber hinaus in welchen Regionen, Ländern und in welchen Jahren Welterbestätten in die Liste eingetragen wurden. 

Welterbestätten in Deutschland und Baden-Württemberg

Deutschlandweit sind aktuell 55 Welterbestätten in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen; sieben davon liegen in Baden-Württemberg:

Klosteranlage Maulbronn (seit 1993)
Klosterinsel Reichenau (seit 2000)
Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes (seit 2005)
Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (seit 2011)
Das architektonische Werk von Le Corbusiers – ein herausragender Beitrag zur Moderne (zwei Häuser der Weißenhofsiedlung in Stuttgart) (seit 2016)
Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb (seit 2017)
Die Bedeutenden Kurstädte Europas / The Great Spa Towns of Europe (mit Baden-Baden) (seit 2021)

In Deutschland sind die Länder für die Umsetzung der UNESCO-Welterbekonvention zuständig. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg (MLW) koordiniert als oberste Denkmalschutzbehörde des Landes die UNESCO-Welterbeantragsverfahren, betreut diese gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart und fungiert im Land, gegenüber dem Bund und internationalen Partnern als für die Welterbestätten zuständiger Ansprechpartner. Die Antragsteile für die Kurstadt Baden-Baden wurden in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Baden-Baden, dem LAD und dem MLW ausgearbeitet.

Seit 2024 fördert das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg mit dem Welterbefonds BW  Einzel- und Kooperationsprojekte in den sieben Welterbestätten.