Preise und Stipendien

Traditionell fördert die Stadt Baden-Baden Künstlerinnen und Künstler mit Stipendien und Preisen.

Baldreit-Stipendium

Seit 1988 vergibt die Stadt Baden-Baden mit Unterstützung der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau jedes Jahr zwei Aufenthaltsstipendien je 6 Monate. Dieses Künstlerstipendium richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber aus den drei Sparten Komposition, Bildende Kunst oder Literatur.

Logo der Sparkasse Baden-Baden - GaggenauBild vergrößern
Innenhof der Baldreit-Wohnung mit Blumentöpfen und rötlicher Färbung der Blätter.Bild vergrößern
Innenhof des Baldreit-Komplexes mit Stipendiats-Wohnung

Infos zum Stipendium

Den Stipendiaten steht eine Wohnung mietfrei zur Verfügung. Zusätzlich wird eine monatliche finanzielle Unterstützung gewährt. Das Baldreit-Stipendium ist ein Aufenthaltsstipendium. Es wird gewünscht, dass die Stipendiaten in der Stadt präsent sind und ihre Arbeit in Baden-Baden darstellen und vermitteln. Gute Deutschkenntnisse sind deshalb erwünscht.

Lokale Projekte der Stipendiaten werden im Rahmen der städtischen Möglichkeiten gefördert.

Bis heute hatten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, sich für die Dauer des Stipendiums ihren künstlerischen Projekten abseits vom Alltag zu widmen.

Bewerbung

Das Baldreit-Stipendium ist eine Künstlerförderung, mit der es die Stadt Baden-Baden Kunstschaffenden aus den Bereichen Literatur, Musik und Bildende Kunst ermöglicht, sich ganz ihren künstlerischen Tätigkeiten zu widmen.

Beim Baldreit-Stipendium handelt es sich um ein Aufenthalts-Stipendium, das an zwei Bewerber/innen für jeweils 6 Monate (Oktober bis März und April bis September) vergeben wird. Es wird gewünscht, dass die Stipendiaten in der Stadt präsent sind, sowie sich und ihre Arbeit in Baden-Baden darstellen und vermitteln. Deutschkenntnisse sind deshalb wünschenswert.

Für die Aufenthaltsdauer wird dem (der) Künstler(in) eine Wohnung mietfrei zur Verfügung gestellt. Die Wohnung im Dachgeschoss (nicht barrierefrei) liegt zentral in der Innenstadt, ist ca. 70 qm groß mit Küche, Bad und Zentralheizung. 

Zusätzlich gewährt die Sparkasse Baden-Baden Gaggenau ein monatliches Stipendium in Höhe von 820 Euro und die Stadt Baden-Baden 280 Euro - insgesamt 1.100 Euro pro Monat.

Bewerben können sich Schriftsteller, Bildende Künstler oder Komponisten. 
Wir um Zusendung folgender Unterlagen:

Bewerbungsformular online (mit Lebenslauf, künstlerischem Werdegang, den wichtigsten Förderungen und Beschreibung der Projektidee) 

schriftliches Portfolio per Post: maximal 10 DIN A4-Seiten (Arbeitsproben, Fotos, Leseproben usw.). Weitere Dateien können ergänzend online eingereicht werden. Das Portfolio ist jedoch für die Auswahl entscheidend.

Hinweis

Die Ausschreibung für die Stipendien ab Oktober 2026 ist beendet.

Voraussichtlich im November 2026 erfolgt eine neue Ausschreibung für Stipendien ab Oktober 2027 bzw. April 2028.

Baldreit-Stipendiat 2025/2026

Portrait von Henryk Gericke. Bild vergrößern
© Anja Lange

Der Schriftsteller und Herausgeber Henryk Gericke ist der neue Baldreit-Stipendiat in Baden-Baden. Seit Oktober 2025 bis März 2026 lebt er nun im Baldreit-Komplex im Herzen der Stadt.

Die Baldreit-Jury hat ihn aus über 140 Bewerbungen nach einer persönlichen Vorstellungsrunde ausgewählt.

„Kein Raum ist leer“: dieser Satz ist ein Leitmotiv des Autors – seine Texte umkreisen immer wieder den Raum in all seinen Formen. Ihn interessieren die Zwischenräume, die er als flüchtige Gebilde in Seelenzustände überträgt. In Baden-Baden wird er an seinem Manuskript mit dem Arbeitstitel „Der Raum ist aus den Fugen“ arbeiten. 

Henryk Gericke wurde 1964 in Ost-Berlin geboren. Das damals noch deutlich vom Krieg gezeichnete Ost-Berlin prägte seine Kindheit und damit auch sein Schaffen als Schriftsteller. Er arbeitete in der ehemaligen DDR bei einem Filmverleih und früh begann er, illegal Zeitschriften in Kleinst-Auflagen herauszugeben und Texte zu verfassen. So kam er in Kontakt mit zahlreichen Dichterinnen und Dichtern. 1990 war er Mitbegründer des Verlags Druckhaus Galrev, den er nach der Enttarnung zweier Gesellschafter als ehemalige Stasi-Spitzel verließ.

2004 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste in Berlin. Das Stipendium markiert den Beginn einer intensiven Auseinandersetzung mit seiner eigenen Geschichte in der Gegenkultur der DDR, so entstanden mehrere Ausstellungen, ein Dokumentarfilm, Rundfunksendungen und Bücher.

Von 2010 bis 2024 betrieb er die Staatsgalerie Prenzlauer Berg. Seit 2019 gibt er die Vinyl-Serie „tapetopia – GDR Untergroundtapes“ heraus, in der er Schallplatten von Kassetten veröffentlicht, die in der DDR-Subkultur nur in Kleinstauflagen kursierten.

2021 folgte erneut das Alfred-Döblin-Stipendium, 2022 das Stipendium im Künstlerhaus Lukas/Ahrenshoop und 2024 war er der 31. Burgschreiber zu Beeskow.

Baldreit-Stipendiat 2025

Portrait von Gunther Geltinger.Bild vergrößern
© Suhrkamp Verlag

Von April bis September 2025 ist Gunther Geltinger Baldreit-Stipendiat in Baden-Baden.

Gunther Geltinger ist Schriftsteller und hat sich aus über 130 Bewerbungen für das Stipendium qualifiziert.

Er wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Danach folgte ein zweites Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln, wo er heute lebt. Er hat bisher drei Romane veröffentlicht, die im Suhrkamp-Verlag erschienen sind:
„Benzin“, „Moor“ und „Mensch Engel“. Mit zahlreichen Stipendien wurde er bereits gefördert, z.B. von der Konrad-Adenauer-Stiftung, er war im internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und als Inselschreiber auf Sylt.

In Baden-Baden möchte er während seines Stipendiums an seinem aktuellen Romanprojekt arbeiten. Das ist zum Teil im südlichen Baden angesiedelt und so kann er seinen Aufenthalt zur Recherche nutzen und direkt vor Ort die regionalen Begebenheiten in seine Arbeit einfließen lassen.


Kunstpreis „Künstler in Baden-Baden“

Gebäude des Alten DampfbadsBild vergrößern
© Stadt Baden-Baden

Die Verleihung des städtischen Kunstpreises „Künstler in Baden-Baden“ hat eine lange Tradition. Seit 1982 durften sich zahlreiche Künstlerinnen und Künstler über die Auszeichnung freuen, die sich alle durch ihre Werke besonders hervorgetan und einen biografischen Bezug zur Kulturstadt Baden-Baden haben. Ihre Kunst bezeugt die kreative Kraft die offenbar so belebend von unserer Stadt ausgeht. Die jährlichen Ausstellungen macht dies für alle Bürger und Gäste immer wieder erlebbar. Die Stadt Baden-Baden trägt mit der Auszeichnung seit über 40 Jahren dazu bei, den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform zu bieten und ihr Werk öffentlich zu machen

Die Auswahlkommission besteht aus dem Oberbürgermeister, Mitgliedern der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen, der künstlerischen Leitung des Museums Frieder Burda und der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden sowie der Gesellschaft der Freunde junger Kunst.

Bisher wurde der Kunstpreis an folgende Künstlerinnen und Künstler vergeben:

1982    Rolf–Gunter Dienst (Malerei)
1983    Eberhard Eckerle (Skulptur)
1984    Brigitta Weber (Malerei)
1985    Klaus Jürgen-Fischer (Malerei)
1986    Rainer Braxmaier (Malerei)
1989    Alfonso Hüppi (Malerei)
1990    Karl Manfred Rennertz (Skulptur)
1991    Dieter Krieg (Malerei)
1992    Ricarda Fischer (Malerei)
1993    Hetum Gruber (Malerei)
1994    Thomas Grochowiak (Malerei)
1995    Fee Schlapper (Fotografie)
1996    Wolf Pehlke (Malerei)
1997    Louis Lepoix (Design)
1998    Hans Kuhn (Malerei)
1999    Simone Demandt (Fotografie)
2000    Thaddäus Hüppi (Skulptur, Malerei)
2001    Wolfgang Werkmeister (Radierungen)
2002    Hans Joachim Teegelbeckers (Malerei)
2003    Pierre Boulez (Komposition, Dirigat) Ehrenbürger
2004    Reiner Stolz (Malerei)
2005     Johannes Hüppi (Malerei)
2006    Helmut Goettl (Malerei)
2007    Katalin Moldvay (Malerei)
2008    DC Veero (Malerei)
2009    Victor Puhonny (Malerei)
2010    Brigitte Nowatzke-Kraft (Malerei, Glas)
2011    Otto Jägersberg (Literatur)
2012    „30 Jahre Künstler in Baden-Baden“ Jubiläum
2013    Oskar Schlemmer (Malerei, Bühnenbild)
2014    Hilke Turrè (Skulptur)
2016    Eva Schaeuble (Keramik)
2017    Frank Lippold (Holzschnitt, ehem. Baldreit-Stipendiat)
2018    Gerhard Neumaier (Malerei)
2019    Laura Buschbeck (Malerei)
2020    Sophia Solaris (Leinwand, Gewebe)
2021    Christine Wien (Installation)
2022     So-Jin Kim (Malerei)
2023     Günther Lehnert (Fotografie)
2024     Ralf Schira
2025     Sasha Koura

 


72. Europäischer Schülerwettbewerb: „Europa? Aber sicher“

Acht Baden-Badener Schulen beteiligt

Logo Europäischer WettbewerbBild vergrößern

Fast 240 Schülerinnen und Schüler aus Baden-Baden haben sich in diesem Jahr am Europäischen Schülerwettbewerb beteiligt, 83 Kinder und Jugendliche sind davon als Preisträger hervorgegangen.

Das vorgegebene Thema wurde auch in diesem Jahr wieder mit viel Sorgfalt und Kreativität umgesetzt, viele Arbeiten wurden mit Ortspreisen, Landespreisen und sogar Bundespreisen ausgezeichnet.

Allein in Baden-Württemberg haben an der 72. Wettbewerbsrunde mehr als 22.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Im Bundesvergleich hatte die baden-württembergische Landesjury die meisten Arbeiten zu bewerten.

Hier finden Sie die Beiträge der Baden-Badener Schülerinnen und Schüler, die einen Ortspreis, Landespreis oder Bundespreis gewonnen haben.

Alle Preisträgerinnen und Preisträger bekommen für ihre tollen Arbeiten Urkunden sowie ein Präsent überreicht.

Aufgabenstellung

In diesem Jahr fand der 72. Europäische Wettbewerb statt unter dem Motto „Europa? Aber sicher!“. Wer sich sicher ist, kann Neues wagen, Risiken abschätzen und mit Ungewissheiten umgehen. Doch wir leben, so scheint es, in einer zunehmend unsicheren Welt. Wie erreichen wir größtmögliche Sicherheit, zum Beispiel im Netz, im Verkehr, im Arbeitsleben? Und wie steht es um die innere und äußere Sicherheit in Deutschland und Europa?

Den Schülerinnen und Schülern wurde die Aufgabe gestellt: „Erzählt uns, was aus eurer Sicht helfen kann, um Umgang mit Sorgen und Unsicherheiten. Teilt eure Ideen für ein Leben in Freiheit und Sicherheit. Zeigt uns, wo und wie ihr selbst aktiv werdet, um sichere Räume in eurem Umfeld sowie in Europa zu schaffen. Seid kreativ – und mutig!“

Die Teilnehmenden konnten wieder entsprechend ihrer Altersstufe (Grundschule, Klasse 5 bis 7, Klasse 8 bis 10 und Oberstufe) zwischen verschiedenen Aufgabenstellungen wählen und das Thema völlig frei bearbeiten. Ob Bild, Collage oder Text oder auch multimediale Arbeiten, der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Folgende Aufgaben konnten gewählt werden:

Klasse 1 bis 4:    „Hilfe in der Not“ – „Hier bin ich sicher“ – „Sicher zur Schule!

Klasse 5 bis 7:    „Europa – fantastisch gewachsen“ – „In Europa unterwegs“ – „Sichere die Farben Europas“

Klasse 8 bis 10:  „Pop gegen Populismus“ – „Zusammen mutig sein“ – Viren, Würmer und Trolle“

Oberstufe:          „Alle satt?“ – „Reingelegt?!“ – „Europa – sozial und sicher?“