Sanierungsmaßnahmen

Neugestaltung Hindenburgplatz

Der Hindenburgplatz ist das westliche Eingangstor zur Innenstadt und einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Unter ihm fließt die Oos – deshalb besteht der Platz auch aus zwei Brückenbauwerken. Im Mai 2025 startete mit der Sanierung des Platzes ein mehrjähriges Bauprojekt. In den kommenden Jahren wird der zentrale Platz saniert, der Platzbereich erneuert und aufgewertet.

Die Neugestaltung des Hindenburgplatzes erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Die Arbeiten dauern insgesamt voraussichtlich 3,5 Jahre. Zunächst müssen die Brückenbauwerke sowie die angrenzenden Wasser-, Strom-, Telekommunikations- und Fernwärmeleitungen komplett erneuert werden. Diese Arbeiten sind notwendig, um die öffentliche Versorgung zu sichern. Zeitgleich wird der Platzbereich saniert. 

Baufortschritt: Bauabschnitt II - Luisenbrücke und Platzgestaltung

Seit dem Baustart der zweiten Bauphase im Januar 2026 konnten bereits wesentliche Arbeiten im Bereich des Hindenburgplatzes umgesetzt werden. Ein großer Teilbereich des Platzes von der Langestraße in Richtung Luisenstraße kommend wird bis August 2026 fertig gestellt. Die Baustelle entwickelt sich planmäßig und die künftigen Strukturen (Treppenanlage, Natursteinpflaster, historische Elemente) des neugestalteten Platzbereichs werden zunehmend sichtbar.

Kommende Verkehrsführungen und Bauphasen

Erweiterung des Baufeldes ab Juli 2026
Ab Montag, den 6. Juli 2026 wird das Baufeld in Richtung Fußgängerzone und Wagener-Parkgarage halbseitig erweitert. Hierfür wird eine Lichtsignalanlage eingerichtet. Dieser Zustand bleibt voraussichtlich bis zum 30. Juli 2026 bestehen.

Neue Verkehrsführung ab 30. Juli 2026
Mit der Fahrplanumstellung zum 30. Juli 2026 wird der Busverkehr angepasst. Für den ÖPNV werden zwei Ringschleifen eingerichtet und fast alle Haltestellen der Stadt Baden-Baden werden weiterhin wie gewohnt angefahren. Die neuen Verkehrsführungen für ÖPNV und Individualverkehr werden anhand von Visualisierungen erläutert und anschließend auf der Internetseite der Stadt und Stadtwerke interaktiv dargestellt. Außerdem erfolgt wie gewohnt die jeweilige Information an den Haltestellen. Gleichzeitig erfolgt die Umleitung des Individualverkehrs stadtauswärts temporär über die Schützenstraße.

Teilsperrung der Luisenbrücke ab 10. August 2026
lAb dem 10. August 2026 wird mit dem Abbruch der Luisenbrücke bzw. den vorbereitenden Maßnahmen zum Abbruch begonnen. Die Luisenbrücke wird dann in der Folge in einzelne Blöcke gesägt und mit einem Autokran ausgehoben, bevor die Herstellung der Auflagerbank und des neuen Überbaus beginn kann. Dies erfolgt in mehreren Abschnitten. Die Verkehrsströme werden mit Beginn dieser Bauphase umgeleitet. Die Wagener Garage kann wie vor Baustellenbeginn wieder regulär bzw. halbseitig über die Lange Straße ein- und ausgefahren werden. Die Kurhausgarage kann dabei wie seit Beginn der Maßnahme über die Albrecht-Dürer / Kapuzinerstraße erreicht werden. Lediglich die Abfahrt des Individualverkehres im Bereich zwischen der Luisenbrücke und Leopoldsplatz erfolgt dann über die Kaiserallee, den Leopoldsplatz und die Kurhausgarage. Entsprechende Umleitungsbeschilderung wird eingerichtet
.

Zeitplan für die Neugestaltung

Bis Ende 2026 / Anfang 2027
Bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes wird der Bereich in Richtung der Wagener-Parkgarage auf einer Hälfte umgebaut. Nach der Wiederaufnahme der Bauarbeiten soll dieser Bauabschnitt bis April 2027 vollständig abgeschlossen sein.

Bis August 2027
Im nächsten Bauabschnitt erfolgt der Neubau eines Teilbereichs der Luisenbrücke einschließlich eines Provisoriums. Gleichzeitig werden die Platzflächen an der Luisenstraße teilweise fertiggestellt. Darüber hinaus kann die Lange Straße teilweise wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Bis August 2028
Bis August 2028 wird die Luisenbrücke vollständig fertiggestellt. Außerdem werden die Platzbereiche an der Luisenstraße, der Kapuzinerstraße und der Kaiserallee fertig ausgebaut. Mit Abschluss dieser Arbeiten ist das Gesamtprojekt „Hindenburgplatz“ abgeschlossen.

Luftaufnahme des Hindenburgplatzes zu Beginn der Maßnahme.
Luftaufnahme des Hindenburgplatzes zu Beginn der Maßnahme.
Luftaufnahme des Hindenburgplatzes im weiteren Verlauf der Maßnahme.
Luftaufnahme des Hindenburgplatzes während der Fertigstellung der Kaiserbrücke.

Historie und Zukunft des Hindenburgplatzes

Ein Platz mit Geschichte

Ansicht von Brücke und Kapuzinerkloster von Südosten, J. S. Schaffroth, um 1800.

Der Hindenburgplatz befindet sich am nordwestlichen Rand der denkmalgeschützten Gesamtanlage unserer Stadt. Er wird von historischen Bauten umrahmt, die zum Teil als Kulturdenkmale geschützt sind. Als westlicher Stadteingang verbindet er die Altstadt mit dem Bäderviertel und führt über die Kaiserallee zur Lichtentaler Allee und dem Kurviertel. Zudem liegt der Platz in der Kernzone der UNESCO-Welterbestätte Baden-Baden.

Auf einer Länge von mehr als 100 Metern unterquert der Oosbach den Hindenburgplatz. Die Kaiserbrücke und die Luisenbrücke nehmen einen Großteil der Platzfläche ein. Sie sind jedoch in einem sehr schlechten Zustand und benötigen dringend eine Erneuerung.

Die Zukunft des Platzes

Im Mai 2025 startete mit der Neugestaltung des Platzes ein mehrjähriges Projekt, das die Aufenthaltsqualität erheblich verbessern soll. Ziel ist es, den Platz nicht nur zu sanieren, sondern ihn durch eine neue Oberflächengestaltung und eine moderne Stadtplanung aufzuwerten.
Die Neugestaltung soll die westliche Stadteinfahrt ins Zentrum aufwerten und eine attraktive, einladende Platzfläche schaffen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbindung zwischen der Fußgängerzone und dem Festspielhaus, um eine harmonische und gut erreichbare städtebauliche Einheit zu schaffen.
Mit dieser Modernisierung wird der Hindenburgplatz nicht nur funktional erneuert, sondern auch als bedeutender Teil des Stadtbildes gestärkt – ein Ort, der Historie und Zukunft miteinander verbindet.

Fragen und Antworten zur Neugestaltung

Hindenburgplatz Baden-Baden.

Warum wird der Hindenburgplatz saniert?

Der Hindenburgplatz besteht auch aus zwei Brücken, die beide in einem sehr schlechten Zustand sind. Die Brücken müssen erneuert werden. Dabei wird auch der Platzbereich entsprechend saniert und aufgewertet. Auch alle Versorgungsleitungen werden erneuert.

Wie lange dauern die Arbeiten?

Die Arbeiten dauern voraussichtlich vier Jahre. Zunächst müssen die Brückenbauwerke sowie die angrenzenden Wasser-, Strom-, Telekommunikations- und Fernwärmeleitungen komplett erneuert werden. Diese Arbeiten sind notwendig, um die öffentliche Versorgung zu sichern. Danach wird der Platzbereich saniert. Wegen der vielen voneinander abhängigen Schritte müssen die Arbeiten in einer bestimmten Reihenfolge erfolgen.

Wie wird der Verkehr geleitet?

Für den Verkehr bleiben alle Ziele jederzeit erreichbar. Dabei wird der Verkehr in die Stadt über die Albrecht-Dürer Straße/Kapuziner Straße geleitet. Der Verkehr stadtauswärts wird je nach Bauphase entweder an der Baustelle entlanggeführt oder gegebenenfalls über den Leopoldsplatz in die Obere Sophienstraße umgeleitet. Bitte folgen Sie der entsprechenden Beschilderung.

Was ist mit dem Radverkehr?

Der Fahrradverkehr ordnet sich ab dem Festspielhaus in den normalen Straßenverkehr wie im Bestand ein. Dieser erfolgt während der ersten Bauphase an der Kaiserbrücke über die Albrecht-Dürer Straße / Kapuziner Straße. Zu Beginn der Neugestaltung war geplant, dass der Fahrradverkehr bis zur Baustelle fahren darf, um dort das Fahrrad entlang der Baustelle zu schieben. Aufgrund wiederholter Missachtung der bisherigen Regelungen ist das Fahrradfahren bis zur Baustelle jedoch nicht mehr gestattet.

Gibt es eine zentrale Kontaktstelle für Fragen?

Die Stadtverwaltung hat eine E-Mail-Adresse eingerichtet, an die Fragen gesendet werden können: hindenburgplatz@baden-baden.de