Ein Feuerwehrkommandant hält einen Vortrag.

Feuerwehr seit Wochen besonders gefordert

Baden-Baden. Die anhaltende Trockenheit und die damit verbundene hohe Waldbrandgefahr haben in den vergangenen Wochen zu einem deutlich erhöhten Einsatzaufkommen der Feuerwehr Baden-Baden geführt. Neben mehreren Wald- und Vegetationsbränden waren die Einsatzkräfte auch bei weiteren Einsätzen gefordert.
 
Bei einem Pressegespräch in der Hauptfeuerwache informierte die Stadt am Donnerstag über die aktuelle Situation. Erster Bürgermeister Alexander Wieland, Christian Pilardeaux und Sascha Mundy vom Amt für Brand- und Bevölkerungsschutz sowie Tobias Schindler, ehrenamtlicher stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr, appellierten dabei auch an die Bevölkerung, sich weiterhin umsichtig zu verhalten.

268 Einsätze insgesamt

Im Zeitraum vom 1. Juli bis zum 18. August wurde die Feuerwehr Baden-Baden zu insgesamt 268 Einsätzen alarmiert. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es 204 Einsätze. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei den Brandeinsätzen, die in direktem Zusammenhang mit der aktuellen Witterung stehen. Während die Feuerwehr im gesamten Jahr 2025 lediglich acht Flächenbrände und keinen einzigen Waldbrand verzeichnete, mussten die Einsatzkräfte in diesem Jahr bereits 28 Flächenbrände und acht Waldbrände bekämpfen.
 
„Wir sind wirklich dankbar für den unermüdlichen Einsatz unserer Feuerwehr. Sie ist sehr gut aufgestellt, und deshalb konnten wir in den vergangenen Wochen auch viele Brände frühzeitig eindämmen. Gerade bei Waldbränden ist Schnelligkeit enorm wichtig“, sagte Erster Bürgermeister Wieland Zugleich appellierte er an die Bevölkerung, die geltenden Hinweise und Einschränkungen ernst zu nehmen: „Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Brände zu verhindern. Gerade jetzt ist umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten besonders wichtig.“

Auch Einsätze außerhalb des Stadtkreises

Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden sind häufig besonders zeit- und personalintensiv. Deshalb waren in den vergangenen Wochen auch die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr stark gefordert. „Ohne das große Engagement unserer ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden wäre diese Situation nicht zu bewältigen. Feuerwehr funktioniert nur gemeinsam. Deshalb gilt unser besonderer Dank auch den Familien und Arbeitgebern, die dieses Engagement ermöglichen“, betonte Feuerwehrkommandant Pilardeaux. Zugleich appellierte auch er nochmals an die Bevölkerung: „Rund 90 Prozent der Waldbrände werden durch den Menschen verursacht. Umso wichtiger ist es, dass sich alle an die geltenden Regeln und Hinweise halten und so dazu beitragen, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen.“
 
Die einsatzreiche Phase zeigt zugleich die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg. Seit Anfang Juli wurde die Feuerwehr Baden-Baden insgesamt neunmal zur Unterstützung außerhalb des Stadtkreises alarmiert. Der weiteste Einsatz führte in den Ortenaukreis, wo Baden-Badener Kräfte bei einem Waldbrand mit dem Abrollbehälter Tank die Löschwasserversorgung unterstützten. Umgekehrt erhielten die Einsatzkräfte bei mehreren größeren Einsätzen in Baden-Baden Unterstützung durch Feuerwehren aus der Region.

Weitere Informationen

Angesichts der weiterhin angespannten Lage appelliert die Stadt Baden-Baden an alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste, die geltenden Verhaltenshinweise konsequent zu beachten. Besonders in Wald- und Wiesengebieten kann bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette einen Brand mit schwerwiegenden Folgen auslösen. Offenes Feuer im Wald ist verboten, zudem bleiben die städtischen Grillplätze aufgrund der aktuellen Waldbrandgefahr gesperrt.