Viele Menschen stehen vor der Gedenkstätte und halten Rosen in den Händen.

Zentrales Gedenken an Deportation nach Gurs

Baden-Baden. Am letzten Sonntag (18. Oktober) fand in Freiburg i.Br. das zentrale Gedenken an die Deportation der Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland statt. Die drei Regionen unterhalten eine Arbeitsgemeinschaft, die sich das Gedenken an die Deportation und die Pflege des Deportiertenfriedhofs beim ehemaligen Lager Gurs im Südwesten Frankreichs zur Aufgabe gemacht hat. Erstmals fand das Gedenken nicht in Gurs, sondern im badischen Freiburg statt. Die Arbeitsgemeinschaft möchte das Gedenken hier vor Ort stärker in den Fokus rücken; deshalb findet es künftig im zweijährigen Wechsel in einer der Mitgliedsstädte der AG und in Gurs statt.

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Die Stadt Baden-Baden wurde von Erstem Bürgermeister Alexander Wieland und Barbara Hoffs, Ehrenpräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, vertreten. Sie wurden begleitet von zwei Jugendlichen aus Baden-Badener Schulen.
 
„Es ist ein wichtiges Zeichen, dass das Gedenken alle zwei Jahre in einer der Mitgliedsstädte stattfindet. Es erfährt hier vor Ort mehr Aufmerksamkeit, und dies ist angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklung überaus notwendig“, resümiert Erster Bürgermeister Alexander Wieland und zeigte sich sehr angetan von der Würde der Veranstaltung und der großen Zahl an Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, jüdischer Gemeinde, christlicher Kirche und Gesellschaft.