Literaturmuseum im Gartenhaus der Stadtbibliothek Baden-Baden

Hinweis

Das Literaturmuseum ist bis Ende 2020 wegen Umbau geschlossen.

Gartenhaus im SommerBild vergrößern
Das Gartenhaus der Stadtbibliothek

Das Gartenhaus der Stadtbibliothek ist ein ehemaliges Gesindehaus, das zu der Villa in der Luisenstraße 34 gehörte. Beide Gebäude gingen nach 1945 als Stiftung der Familie Schultz in den Besitz der Stadt über, mit der testamentarischen Bestimmung, dass im Hause eine städtische Bibliothek eingerichtet werden solle. Die Stadtbibliothek zog 1953 in die Räume der Villa um.

Das dazugehörige Gartenhaus war lange vermietet und wurde 1998/99 saniert. Im 1. Obergeschoss wurde ein Veranstaltungsraum mit 60 Plätzen eingerichtet. Das Dachgeschoss beherbergt das (bis Ende 2020 wegen Umbau geschlossene) Literaturmuseum mit Sammlungen von:

  • Werner Bergengruen
  • Gerhard L. Durlacher
  • Otto Flake
  • Georg Groddeck und
  • Reinhold Schneider
  • Herbert Stuffer

Geschichte des Literaturmuseums

Die Geschichte des Literaturmuseums in der Stadtbibliothek begann 1970, einige Jahre nach dem Tod des Schriftstellers Otto Flake (1880-1963), als der frühere Bibliotheksleiter Joachim Haberichter dessen Nachlass in einer Nacht- und Nebelaktion aus Frankreich abholte. Flakes Tochter wollte Möbel, Urne und andere bewegliche Gegenstände wieder nach Baden-Baden geben.

Daraus entstand in der Stadtbibliothek das Flake-Zimmer als Kern des Museums für Literaten, die mit Baden-Baden als Geburts- oder zeitweiligem Wohnort verbunden waren. 1985 entstand durch eine Dauerleihgabe der Familie Bergengruen ein weiterer Ausstellungsraum mit Erinnerungsstücken, Veröffentlichungen, Fotos, Porträts und Büsten von Werner Bergengruen und Reinhold Schneider. 1992 und 1994 folgten Räume zu Georg Groddeck und Franz Büchler.

Von Ende 2018 bis Ende 2020 wird das Literaturmuseum in Kooperation mit der Universität Freiburg zu einem "Mußeum - Museum für Muße und Literatur" umgebaut.